Anstrengende Woche

Diese Woche sind die Colloquiumsprüfungen, ich bin auch zwei Nachmittage lang Beisitzer. Das ist immer sehr anstrengend, kann aber auch Spaß machen. Ich habe schon Colloquien erlebt, die wirklich ein Gespräch zwischen Prüfendem und Geprüftem waren. Das geht wohl nur, wenn beide Interesse haben, gemeinsames Grundwissen voraussetzen können (das ist überhaupt das schönste) und eine eigene Meinung zum Thema. Kann man natürlich nicht immer haben.

Dazu kommt noch der reguläre Nachmittagsunterricht. Nun ja.

Einige der Prüfungskandidaten kenne ich von meinem ersten Schuljahr an dieser Schule, gleich nach dem Referendariat. Die Klasse habe ich damals zum Halbjahr übernommen, und jetzt machen sie Abitur. Mal schauen, was aus ihnen geworden ist.

Gestern war ein grauslicher Tag. Die erste Stunde, mit Strange Fruit, ging noch, dann wurde es eigentlich immer schwächer. Zu müde, einige Sachen falsch geplant. Heute dafür extra gründlich rasiert, fröhliche Musik auf den iPod, viel bessere Stunden gehalten.

Da hat es mich nicht mal – sehr – gestört, dass ich spontan 1.950 Seiten kopieren musste für die Deutsch-Grammatik-Schulaufgabe. Kann man das rechtzeitig per pdf an eine Druckerei schicken und dort vervielfältigen, sortieren und heften lassen? (13 Seiten, Auflage 150.) Oder ist das zu unsicher, weil die Aufgaben dann vielleicht doch irgendwie weitergegeben werden?

4 Antworten auf „Anstrengende Woche“

  1. nicht mal ‑sehr- gestört. Soso. Fröhlich wirkte der Kollege nicht.
    In München gibt es genug Druckereien, in denen keinen Schüler – aus FFB – jobben. Und die wissen schon auch, was erlaubt ist und was nicht. Die wollen ihre Kunden schon wiedersehen. Also: mach et, Thomas!

    AD

  2. Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass das einer alleine macht. Beim legendären bayerischen Deutschtest ist das ja auch jedes Jahr ein Problem. Die Lösung:
    Alle Fachschaftskollegen werden am Tag vor der Prüfung nach Unterrichtsschluss einbestellt, jeder bekommt einen Stapel frisch vom Kopierer und legt die Blätter auf freie Tische in einem verlassenen Klassenzimmer neben dem Kopierraum. Zeitaufwand pro Kollege genau 2 Minuten – Wo ist das Problem? Wir Lehrer sollten wenigstens bei solchen Sachen mal Team-Arbeit zulassen!

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