Sticky Toffee Pudding

By | 5.9.2016

Eine Portion Sticky Toffee Pudding
(Bild: Anders von Hadern)

Pudding-Rezept hauptsächlich von David Lebovitz, Toffeesoße variiert nach BBC-Rezept.

Erst macht man die Soße. Wer gut plant, kann natürlich auch alles gleichzeitig machen:

  • 175g Zucker, halb Muscovado, halb Demerara oder normaler Zucker – insgesamt jedenfalls keine zu dunkle Mischung, jedenfalls für den Anfang
  • 60g Butter
  • 1 Becher Sahne (200g)
  • 1 Esslöffel dunkler Rübensirup, oder sonst so etwas

Zucker und Butter und die Hälfte der Sahne in einem Topf schmelzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den dunklen Sirup einrühren, ein paar Minuten köcheln, bis einem die Farbe gefällt (und dabei immer wieder mal umrühren), vom Herd nehmen und die restliche Sahne einrühren. Beiseite stellen.

Pudding:

  • 200g Datteln, die leckersten und besten, die man finden kann (Medjoul-Datteln, getrocknet natürlich, nicht frisch)
  • 200ml Wasser, heiß
  • 1 Teelöffel Backnatron
  • 175g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 55g Butter
  • 150g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Teelöffel Vanille-Extrakt (optional, habe ich nie benutzt)

Ofen auf 180°C stellen. Acht kleine Soufflé-Förmchen buttern und eventuell leicht mit Mehl bestäuben, wenn man einzelne Puddings will – oder eine große 24cm-Form für alles auf einmal.

Manche Leute füllen die Souffléform jetzt schon mit ein bisschen von der Soße, geben die Form dann in den Kühl- oder Gefrierschrank und später den Teig darauf. Kann man machen, habe ich schon ausprobiert, aber ich glaube, mir ist es lieber, wenn der Pudding erst mal nur Pudding ist. Klar saugt der dann nicht so viel Soße auf. Das Bild oben entstand von der Version ohne Soße in den Förmchen.

Die Datteln entsteinen, halbwegs fein hacken und in ein Töpfchen geben. Dazu ein scharfes Messer nehmen, das ist ein wenig Mühsam. Heißes Wasser auf die Datteln geben und sie weich werden lassen. Eine halbe Stunde oder mehr, wenn man Zeit hat und rechtzeitig daran denkt, sonst halt nicht.

Mehl, Backpulver, Natron, Salz in eine Schüssel geben.

In einer Rührschüssel die Butter und den Zucker miteinander cremig rühren. Nach und nach die Eier dazu geben, eventuell den Vanille-Extrakt, die Hälfte des Mehls, die Dattelmischung, das restliche Mehl, und gerade mal schön verrühren.

Gegebenenfalls die Souffléform oder -förmchen aus dem Kühl- oder Gefrierschrank nehmen und die Masse darauf verteilen. Nicht zu voll machen, das geht noch auf. 25-30 Minuten backen bei kleinen Förmchen, 50 Minuten bei einer großen Form. Stäbchenprobe: ein paar saftige Krümelchen dürfen mit rauskommen.

Etwas abkühlen lassen, aber ehrlich gesagt: das passiert ja automatisch, bis das auf dem Teller ist. Die (restliche) Soße darüber geben, gerne noch einmal angewärmt. Auch noch flüssige Sahne, wer will. Ich lasse sie meistens weg, man muss ja auf die Kalorien achten. Auch denkbar: Vanilleeis.

Lässt sich zur Not auch kalt essen und in der Mikrowelle sehr gut aufwärmen. Oder vorbereiten, und wenn die Gäste da sind: mit Stäbchen einpieksen, Soße darüber geben, Alufolie drauf, und bei 150°C ein Weilchen in den Ofen zum Heißwerden.

– Bei dem Rezept weiß ich nicht wirklich, was wichtig ist und was nicht. Wieso das Natron? Ich kenne es als Triebmittel, aber andere Rezepte geben es gleich zu den Datteln und dem Wasser. Und es gibt viele Varianten davon mit unterschiedlichen Mengenangaben. Insgesamt ist der Sticky Toffee Pudding natürlich extrem süß, aber das sollte beim Lesen des Rezepts klar geworden sein und gehört so.

Sticky Toffee Pudding ist ein traditioneller englischer Nachtisch – und zwar seit den 1970er Jahren, wo der erst erfunden wurde, und zwar nach einem aus Kanda importierten Rezept. Aber das weiß kaum einer mehr.

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