Zwerchfell aller Art, zum Essen

Nierenzapfen gegrillt, aufgeschnitten

Es fing damit an, dass ich ein Rezept für Cornish pasties las. „Beef skirt“ wurde da als Fleisch empfohlen, und da begann ich ernsthaft zu recherchieren, was denn das mir vom Namen her bekannte „skirt steak“ eigentlich ist. Das ist aber alles andere als einfach, weil die Bezeichnungen wild durcheinandergehen, und nicht alles, was man im Web dazu liest, auch wirklich stimmt. Also: Das Rind hat ein Zwerchfell. Das ist ein Muskel, der rein technisch zu den Innereien zählt; er besteht aus zwei (oder vielleicht drei) Teilen. Horizontal gibt es eine linke und eine rechte Seite, die heißen „inside skirt“ … Continue reading „Zwerchfell aller Art, zum Essen“

Pork Pie, selbstgemacht, erster Versuch

fertig gebackener Pork Pie

Als Jugendlicher hat mich das Wort „Pastete“ irritiert, vor allem als Übersetzung für das englische pie. Was war an einem apple pie pastetenhaft? Die Pastete, die ich kannte, war eine feinere Leberwurst, nur halt in eckig. Pasteten werden in Formen gebacken. Die können rund oder eckig sein, mit Deckel oder ohne, mit Teigmantel oder ohne. Auf Deutsch geht das mit der Pastete und der Terrine und der Königin-Pastete und der Wildpastete im Blätterteigmantel arg durcheinander, auf Englisch gibt es pie und paté und pasty, und das verstehe ich. (Obwohl es auch da noch terrine und rillettes gibt, zugegeben.) Jedenfalls würde … Continue reading „Pork Pie, selbstgemacht, erster Versuch“

Paella-Premiere

Zwei Pfannen mit fertiger Paella

Bei meinen Schwiegereltern kriege ich immer alle ein, zwei Jahre im Sommer eine Paella. Keine echt authentische originale , weil es so etwas nicht gibt, da hat jeder sein eigenes Rezept. Paella ist in Spanien auch kein typisch spanisches Gericht, sondern ein valenzianisches, so wie Flamenco auch kein typisch spanischer Tanz ist, sondern ein andalusischer. Ursprünglich, und früher, so etwas ändert sich ja. Ich mag diese Paella sehr gern, und ich habe sie endlich einmal nachgekocht. Fazit: Ja, es geht einigermaßen, auch ohne Gaskocher und Paellapfanne mit Meterdurchmesser. Dafür zwei normale große Pfannen, und die ursprüngliche Menge der Zutaten alle … Continue reading „Paella-Premiere“

Zweierlei Rinderfett, mit Rezept: Steak and Kidney Pie

In England gibt es zwei Arten Rinderfett, denen man in Deutschland selten begegnet. „Beef dripping“ kann man im Supermarkt und beim Metzger kaufen, so wie bei uns Schweineschmalz – nur dass es eben quasi Rinderschmalz ist. Bratkartoffeln kann man darin machen, und Zwiebeln anbraten, für Yorkshire Pudding ist es ganz wichtig. Früher wurden Fish & Chips in beef dripping zubereitet. Der Name kommt noch aus den Zeiten, als das Stück Rindfleisch über dem offenen Feuer oder den Kohlen gebraten wurde, an einem Spieß oder von oben herabhängend. Darunter befand sich die dripping pan, in die das Fett tropfte und wo … Continue reading „Zweierlei Rinderfett, mit Rezept: Steak and Kidney Pie“

Orangenmarmelade 2017

Gläser mit Orangenmarmelade

Liebgewonnene Tradition: Wie jedes Jahr um diese Zeit habe ich Orangenmarmelade gemacht. Nächstes Jahr vielleicht eher Ende Januar als Anfang Februar, ich musste beim Einkaufen schon nach Pomeranzen suchen gehen.

Wochenende: Schaschlik und Schulentwicklung

Schaschlikspieße und Soße

Am Freitag hatte ich die Referendare, die gerade an meiner Schule sind, eingeladen, einmal, weil sie sehr nett sind und ich gerne ein bisschen mehr von ihnen hören wollte, und außerdem, weil ich endlich das Schaschlikrezept ausprobieren wollte, das Hauptschulblues hier in den Kommentaren erwähnt. Und das gibt es nur in großen Portionen. Serviert mit Brot, die Rest am Tag danach auch mit Reis: Ergebnis: Das geht auch in kleinen Portionen, dann halt nur eine Scheibe Leber kaufen. Dafür deutlich mehr Wammerl. Und etwas weniger Curry und Paprikapulver in die Soße. Aber die Zubereitungsart an sich ist gut: Anbraten, dann … Continue reading „Wochenende: Schaschlik und Schulentwicklung“

Sticky Toffee Pudding

Eine Portion Sticky Toffee Pudding

(Bild: Anders von Hadern) Pudding-Rezept hauptsächlich von David Lebovitz, Toffeesoße variiert nach BBC-Rezept. Erst macht man die Soße. Wer gut plant, kann natürlich auch alles gleichzeitig machen: 175g Zucker, halb Muscovado, halb Demerara oder normaler Zucker – insgesamt jedenfalls keine zu dunkle Mischung, jedenfalls für den Anfang 60g Butter 1 Becher Sahne (200g) 1 Esslöffel dunkler Rübensirup, oder sonst so etwas Zucker und Butter und die Hälfte der Sahne in einem Topf schmelzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den dunklen Sirup einrühren, ein paar Minuten köcheln, bis einem die Farbe gefällt (und dabei immer wieder mal umrühren), vom Herd … Continue reading „Sticky Toffee Pudding“

Berry Pie (nach David Lebovitz)

Collage mit Berry Pie in verschiedenen Stadien der Zubereitung

Dieses Rezept habe ich schon etliche Male gemacht, und es war immer wieder sehr lecker. Meistens nehme ich Kirschen für die Füllung, weil Kirschen das Obst sind, das mir familienseits gelegentlich ins Haus schwappt; diesmal waren es ein paar übrige, noch nicht ganz reife Mirabellen, die weg sollten. Dazu kaufte ich noch ein paar Him- und Brombeeren und füllte mit Rumtopfkirschen auf, die auch noch herumstanden. Das Rezept stammt von David Lebovitz aus Ready for Dessert. Zuerst macht man den Teig: 350 g Mehl (Typ 405, vielleicht ist auch 550 nicht uninteressant) 1 Esslöffel Zucker 1/2 Teelöffel Salz in eine … Continue reading „Berry Pie (nach David Lebovitz)“

Nachgekocht: Corned Beef

Corned Beed Sandwich

Frau Rau machte mich auf dieses Rezept von David Lebovitz aufmerksam, und weil ich gerne koche und Corned Beef mag und auch schon ein paar Pökelgerichte ausprobiert habe, habe ich auch das versucht. Corned Beef: Das kenne ich seit Kindheit aus Dosen, und mochte es schon immer sehr gern. Corned Beef Hash als Gericht kenne ich aus der Literatur; dass es auch eine deutsche Corned-Beef-Variante gibt (nämlich mit Aspik drumrum, in Scheiben oder ebenfalls in Dosen), habe ich erst mitgekriegt, als ich in einem Rezept davor gewarnt wurde, ein Hash damit zuzubereiten. Corned Beef ist erst einmal nur gepökeltes, gekochtes … Continue reading „Nachgekocht: Corned Beef“

Crumpets

Crumpets in Pfanne, halbfertig

Crumpets wurden mir als etwas typisch Englisches angepriesen, ich weiß nicht mehr von wem, aber ich glaube, nicht von einem Engländer. Crumpets sind ein wenig altmodisch, es sind eine Art Hefepfannkuchen (in der süddeutschen Bedeutung des Wortes) aus einer Vor-Backpulver-Zeit. Es gibt sie in jedem Supermarkt zu kaufen, und ich mag sie nicht besonders. Du kannst sie toasten, soviel du willst, sie bleiben immer unangenehm schwammig. Alle paar Jahre probiere ich sie dann doch wieder mal, ob ich sie jetzt mag – was sie so besonders macht, ist allerdings klar: die Oberfläche mit den vielen Löchlein drin, die ungemein viel … Continue reading „Crumpets“