Nachgekocht: Corned Beef

Corned Beed Sandwich

Frau Rau machte mich auf dieses Rezept von David Lebovitz aufmerksam, und weil ich gerne koche und Corned Beef mag und auch schon ein paar Pökelgerichte ausprobiert habe, habe ich auch das versucht. Corned Beef: Das kenne ich seit Kindheit aus Dosen, und mochte es schon immer sehr gern. Corned Beef Hash als Gericht kenne ich aus der Literatur; dass es auch eine deutsche Corned-Beef-Variante gibt (nämlich mit Aspik drumrum, in Scheiben oder ebenfalls in Dosen), habe ich erst mitgekriegt, als ich in einem Rezept davor gewarnt wurde, ein Hash damit zuzubereiten. Corned Beef ist erst einmal nur gepökeltes, gekochtes … Continue reading „Nachgekocht: Corned Beef“

Crumpets

Crumpets in Pfanne, halbfertig

Crumpets wurden mir als etwas typisch Englisches angepriesen, ich weiß nicht mehr von wem, aber ich glaube, nicht von einem Engländer. Crumpets sind ein wenig altmodisch, es sind eine Art Hefepfannkuchen (in der süddeutschen Bedeutung des Wortes) aus einer Vor-Backpulver-Zeit. Es gibt sie in jedem Supermarkt zu kaufen, und ich mag sie nicht besonders. Du kannst sie toasten, soviel du willst, sie bleiben immer unangenehm schwammig. Alle paar Jahre probiere ich sie dann doch wieder mal, ob ich sie jetzt mag – was sie so besonders macht, ist allerdings klar: die Oberfläche mit den vielen Löchlein drin, die ungemein viel … Continue reading „Crumpets“

Eton Mess

Eton Mess, serviert

(Bild: Frau Rau) Eton Mess ist ein englisches Dessert, und ein eigenes Wort dafür ist fast schon zu hoch gegriffen: Es handelt sich dabei um Erdbeeren mit Sahne und, vielleicht nicht historisch, aber inzwischen, Baiserbröckelchen dazwischen. Und wenn man das dann schön anrichtet, in verschiedenen Schichten vielleicht, und die Sahne etwas süßt, vielleicht sogar mit etwas Vanilleschote darin, dann darf das schon heißen. Erdbeeren mit Sahne sind natürlich immer lecker. Aber eigentlich habe ich Eton Mess deshalb gemacht, damit ich endlich meine davor gemachten Baiser ausprobieren konnte. Die sind mir allerdings im Ofen zusammengefallen (zu hohe Temperatur? ich habe sie … Continue reading „Eton Mess“

Zucchinisalat

Zutaten für Zucchinisalat

(Bild: Frau Rau) Das ist ein sehr leckerer kalter Zucchinisalat, der gerade in Blogs und Twitter kursiert und ursprünglich von Stevan Paul stammt und hier veröffentlicht wurde. Dazu ein Dressing herstellen aus: 1 Schalotte 1 Knoblauchzehe, mit dem Messerrücken oder sonstwie kleingemacht 1 EL heller Essig 2 TL Honig (flüssig) 4 EL Olivenöl Salz, Pfeffer. eine gute Handvoll (gesalzene) Cashewkerne ohne Öl etwas anrösten 2 kleine Zucchini der Länge nach fein hobeln einen kleinen Bund Schnittlauch hacken 30g Parmesan fein hobeln Das alles mit dem Dressing mischen. Gibt zwei nicht allzu große Portionen und ist, wie gesagt, ausgesprochen lecker. Ähnlich … Continue reading „Zucchinisalat“

Pesto aus Karottengrün

Karotten mit Grün

Ich kriege immer wieder mal einen Bund Karotten mit Grün dran. Und weil ich sehr gerne so wenig Lebensmittel wie möglich wegwerfe, verwerte ich auch dieses Grün. Das Grünzeug gut waschen und trockenschütteln und die dicken Stängel entfernen. Dann – nicht abgebildet – schon mal ein wenig kleinhacken. Das ist wichtig, weil sich der Zerstörer (Rührmixer) danach nicht so schwer tut. Ein bisschen Knochblauch hacken. Ordentlich Parmesan (oder Pecorino, oder beides) reiben. Pinienkerne rösten. Oder Walnüsse. Oder Haselnüsse. Was da ist. Keine Mengenangaben, für nichts, weil nach Gefühl, und das klappt auch. Grünzeug, Koblauch, Salz, Pfeffer, Pinienkerne (aber noch nicht … Continue reading „Pesto aus Karottengrün“

Orangenmarmelade 2016

Wie jedes Jahr in letzter Zeit. Diesmal habe ich ein, zwei Gläser mehr gemacht. Frau Rau mag meine Orangenmarmelade ja nicht ganz so fest, sondern ein wenig flüssig, bei mir ist es quasi Orangemarmeladier-Ehrensache, dass die Marmelade anständig geliert; je schnittfester, desto erfolgreicher.

Weihnachten II

2002 habe ich meinen letzten Christmas Cake gemacht, eineinhalb Jahre vor diesem Blog, aber 2004 habe ich mal davon berichtet, mit mehr Fotos. 2006 hatte ein Schüler statt Referat die Aufgabe, einen Christmas Cake zu präsentieren. Und jetzt habe ich wieder einen gemacht, damit ich mich bei meinen Eltern ein wenig für die Punschtorte bedanken kann.

Bosna in Augsburg

Es ergibt sich, dass ich gerade einmal im Jahr an eine Bosna komme: Auf dem Augsburger Christkindlesmarkt. Da treffe ich mich jedes Jahr einmal mit alten Freunden und esse dabei eine Bosna, und zwar hier: Ich bin aufgewachsen mit Bosna, die waren etwas ganz Normales. Am Judenberg unten, hieß es, gab es die besten. Eine Bosna, das ist: Eine weiße Rinderbratwurst, rohe Zwiebeln, scharfes Paprika- oder Cayennepulver, das in einer langen Semmel. Mit scharf dann Jaguar oder Super-Jaguar. Optional alles mit Käse, aber das ist eine Verirrung. Als ich dann aus Augsburg fortzog, kam nach und nach die Erkenntnis: Nirgendwo … Continue reading „Bosna in Augsburg“

Chicken Tikka Masala

Curries koche ich sporadisch seit über zwanzig Jahren. Ich habe diverse Rezepte, diverse Kochbücher ausprobiert; nie systematisch oder wirklich ernsthaft, aber doch in ordentlichem Unfang. Die Ergebnisse waren mäßig bis gut, teilweise auch sehr lecker – aber nie kamen sie an das heran, was ich aus England kannte. (Anders als die Rezepte für Samosas und Dals übrigens.) Doch jetzt habe ich ein Rezept, das funktioniert. Der Fundort: „How to make the perfect chicken tikka masala“ von Felicity Cloake beim Guardian online. Das Rezept ist Teil einer Kolumne von Cloake; in jeder Folge stellt sie ein Gericht (oder auch mal einen … Continue reading „Chicken Tikka Masala“

Punschtorte

Meine Totemtorte ist die Punschtorte. In meiner Kindheit gab es zumindest gelegentlich Torte vom Konditor. Sonntagnachmittag, mit meinen Großeltern, oder wenn Besuch da war, und Besuch war oft da. Erwachsene bringen bei solchen Gelegenheiten meist ein Sortiment mit, irgendwas mit Obst, irgendwas mit Creme, irgendwas mit Schokolade, da ist für jeden etwas dabei. Kinder nehmen das ernst, ich jedenfalls. Wenn ich mitreden durfte, und das durfte ich früh, wollte ich: Punschtorte. (Die aß auch meine Großmutter gerne, und von der kam ich auf den Geschmack.) Es ging ja gar nicht soweit, dass ich vor Freude in die Luft sprang beim … Continue reading „Punschtorte“