Dienstrechner für Lehrkräfte

Wo kommt das eigentlich her, dass jetzt auf Twitter so viele Dienstrechner für Lehrkräfte fordern? Und was verstehen die Leute eigentlich darunter?

Schöner Blogeintrag zu diesem Thema:

Dienstgeräte für LehrerInnen – Bitte nicht jetzt!
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Ein Dienstrechner ist entweder ein finanzieller Zuschuss zu einem eigenen Gerät. Wunderbar! Dann fühlt man sich als Lehrkraft wertgeschätzt – mir ist das in diesem Fall zwar egal, aber ich kann schon nachvollziehen, wenn man pikiert ist, wenn quasi vom Arbeitgeber verlangt wird, ein eigenes Gerät zu benutzen.

Oder ein Dienstrechner ist ein Gerät für Lehrkräfte, auf dem nur bestimmte Software läuft und das datenschutzrechtlich besonders gesichert ist, und auf dem allein ich personenbezogene Daten meiner Schüler und Schülerinnen speichern darf. Das wäre für mich Unsinn, weil ich zum Arbeiten dann einen zweiten Rechner benötige und zusätzliche Software. (Warum? Weil ich gerne weitgehend mein Werkzeug so weit selber bestimme, wie das eben geht. Ich habe auch mehrere relativ teure Füller zum Korrigieren. Und ich möchte meine Lehrvideos je nachdem mit Active Presenter machen oder mit OBS Studio. Ich weiß aber auch von Lehrkräften, die sich wünschen, dass andere nicht so vorpreschen, was Lehrvideos und dergleichen betrifft – denen ist es sicher recht, wenn man nur bestimmte Programme benutzen kann. Und wer nur webbasierte Programme nutzt, der ist natürlich auch gut bedient mit einem Dienstrechner.)

Also: Dienstrechner von der Schule für die, die keine Ansprüche haben oder sich bisher gedrückt haben, dann natürlich auch mit Wartung von der Schule, oder Zuschuss zum Privatrechner. Gerne auch ein Tablet für die Schule, zum Steuern der Geräte und zur Kommunikation, aber das ersetzt einem Informatiklehrer natürlich kein zweites Gerät zu Hause.

Datenschutz: Welche personenbezogenen Daten sind eigentlich auf meinem Privatrechner gespeichert? (Gesichert durch VeraCrypt, zumindest teilweise.) Dienstliche Kommunikation und Noten laufen weitgehend webbasiert. Aber ja, Aufsätze von Schülern und Schülerinnen und meine Kommentare dazu sind lokal gespeichert, dazu immer wieder einzelne Noten, die ich noch nicht zentral gespeichert habe, und meine Unterrichtsvorbereitung, wo dann auch mal steht: “Zettel noch abgeben: Max, Celine.” Von mir aus: Das kann ich zur Not per VPN auf unserem zentralen Schulserver speichern.

Nachtrag: Eigentlich sehe ich als langfristige Lösung nur die, dass Lehrkräfte keine personenbezogenen Daten auf Privatrechnern speichern dürfen. Alles nur webbasiert auf einem Server, der vom Datenschutzbeauftragten freigegeben ist. Neu ist dann vor allem, dass die Unterrichtsnotizen auch alle online gespeichert sein müssen – und die korrigierten Übungsaufsätze?

Eine Antwort auf „Dienstrechner für Lehrkräfte“

  1. Die Alternative wäre natürlich, dass die Lehrkräfte an den Rechnern der Schule arbeiten, das ist auch in Zeiten der Seuche möglich.
    Aber von 8.00 – 16.00 Uhr in der Schule? Der Aufschrei wäre groß. Teilzeitkräfte natürlich weniger Stunden, die müssten dann zum Arbeiten ab einer gewissen Uhrzeit unterrichtsfrei haben.

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