Es war alles ein bisschen zu viel in letzter Zeit

Stretching yourself too thin, sagt man auf Englisch. Ich habe mir viel zugemutet in den letzten Monaten, und erst langsam lichtet sich das. Da ist natürlich die Schule, die anstrengend ist. Mündliche Schulaufgaben in Englisch in der elften Klasse im Januar. Und da das einstündige Fach Informatik in der 7. Jahrgangsstufe bei uns in Doppelstunden, dafür nur im ersten Halbjahr unterrichtet wird, habe ich im ersten Halbjahr auch diese zwei Stunden mehr Unterricht als im zweiten Halbjahr, so dass das sich das erst übernächste Woche entspannt, wenn dann endlich mal, irgendwann, ich weiß es nicht, das verschobene zweite Halbjahr beginnt. Außerdem gab es das Informatik-Praktikum mit diesmal gleich fünf Teilnehmern und Teilnehmerinnen, mehr als zuvor, das auch jetzt erst vorbei ist. Und die Vorlesung an der Uni im Wintersemester, ein letztes Mal; letzte oder vorletzte Woche Woche waren die mündlichen Prüfungen dazu. Ich habe das deutliche Gefühl, allem nicht gerecht worden zu sein – zu wenig für die Schüler, die Praktikumsleute, die Studierenden; aber es ging halt nicht mehr. Stretching yourself too thin. Ansprechpartner für Kollegen und Kolleginnen bin ich auch, aber das läuft wirklich gut nebenbei.

Außerdem ziehe ich mit Frau Rau um, wenn auch weitgehend im gleichen Haus. (Nur die Küche zieht in eine aushäusige Lagermöglichkeit.) Und mein Vater ist im Krankenhaus, auf Reha, im Krankenhaus, auf Reha, seit zwei Monaten oder mehr, und wenn die kritischen Momente, die es durchaus gab, jetzt überwunden scheinen, mache ich mir natürlich weiterhin Sorgen. Nächste Woche kommt er nach Hause, wenn alles gut geht.

Dann ist noch Umzug, und dann kann ich mich endlich wieder um die Pandemie kümmern.

14 Antworten auf „Es war alles ein bisschen zu viel in letzter Zeit“

  1. Ich dachte mir die ganze Zeit, dass das zu viel ist für einen Menschen. Und dann gibt es ja auch noch ein Privatleben. Hut ab, aber irgendwann reicht es.

  2. Och, die Pandemie kümmert sich inzwischen schon um sich selbst. Es hilft, ab und zu innezuhalten und zu überlegen: “Also – Prioritäten?”
    Alles Gute für die diversen außerschulischen Aufgaben!

  3. Magst du Ananas? Bei Wagners Obst- und Gmiaskistl in der Weißenburger Straße (mein aufregendstes wöchentliches Pandemieerlebnis) hat sagenhaft gute Flugananas, die ich unter den Umständen für gerechtfertigt hielte. Wenn ja, bring ich dir eine vorbei! So als Seelentrost.

  4. Vielen Dank, Sabine, das ist eine sehr schöne Idee. Aber selbst das, und ich mag Ananas, ist diese Woche noch zuviel.

  5. Dann muss es wirklich schlimm stehen! Ich wünsche ausreichend Kraft für den Umzug. Die Ananassaison geht ja noch eine Weile, glaube ich (gibt es Saison, da wo sie herkommt?).

  6. Ich verstehe nicht, wie Sie das mit dem verschobenen Halbjahr meinen. Das wurde doch nicht verschoben? Geschichte in der 10. ist ja auch einstündig, weshalb bei uns das Fach ein Halbjahr als Doppelstunde unterrichtet wird. Beginn des Unterrichts war pünktlich zum Beginn des zweiten Halbjahres am 15.2. Das 2. Halbjahr hat schon begonnen, nur der Zeugnistermin wurde nach hinten verschoben. Ich bin dieses Jahr abgeordnet, musste zum 2. Halbjahr meine Abordnungsschule wechseln und auch dieser Wechsel ist bereits vor zwei Wochen erfolgt. Meiner Meinung nach machen Sie Mehrarbeit, wenn Sie die Klasse weiterhin unterrichten.
    Ich musste zum Halbjahr mein Deputat um zwei Stunden aufstocken, auch die Aufstockung ist vor zwei Wochen passiert. Eines haben wir gemeinsam: Ich habe auch das Gefühl, keinem gerecht zu werden. Ich unterrichte Klassen, die ich noch nie gesehen habe und arbeite dazu an beiden Schulen auch noch mit völlig unterschiedlichen Systemen. Eine unangenehmere Zeit für eine Abordnung gibt es wohl nicht. Ich zähle die Tage bis Ostern und bin unglaublich froh, dass ich in der Q11 die Schulaufgabe schon geschrieben habe und auf diesem Gebiet zumindest entlastet werde. Nach Ostern wird es auch bei Ihnen besser werden. Der Umzug wird geschafft sein und Stundenreduzierungen machen sich immer bemerkbar.

  7. >Ich verstehe nicht, wie Sie das mit dem verschobenen Halbjahr meinen.

    Der Zeugnistermin wurde verschoben und damit das gefühlte Halbjahr. Aber Sie haben, wenn ich darüber nachdenke, völlig Recht. Nicht nur die Abordnungen und Referendare geschehen zu dem regulären, früheren Termin, auch die epochalen Fächer müssten wechseln. Bei uns hat einfach keiner daran gedacht, nehme ich an, ich ja auch nicht. Ich habe sogar dem Kollegen, der im zweiten Halbjahr Physik hat, angeboten, dass der schon mal anfangen kann; wollte er nicht. Nun ja.

  8. Wie Butter, auf zu viel Brot verstrichen?
    Das geht vielen von uns derzeit so.

    Durchhalten, wir schaffen das! :)

    Gruß
    Aginor

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