Was ich in den Ferien so mache

(2 Kommentare.)

1. Festplatte aufräumen

(Zum Aufräumen speziell der Links gibt es bald einen eigenen Blogeintrag.)

Meine Daten auf der Festplatte sind fein säuberlich sortiert, die meisten jedenfalls. Für die temporären, noch nicht einsortierten Projekte und Dateien habe ich ein eigenes Aufräum-Verzeichnis. Das ist nur rudimentär strukturiert.

Als das dennoch einmal zu unübersichtlich wurde, legte ich an anderer Stelle ein weiteres Verzeichnis an, für die *wirklich* temporären Dateien.

Es ging weiter, wie es weiter gehen musste. (Fühle mich erinnert an George Carlin, A Place for my Stuff, hier bei Youtube.)

Nach einem größeren Aufräumen gibt es jetzt nur noch die endgültig einsortierten Dateien, das strukturierte Arbeitsverzeichnis, und ein einziges Verzeichnis namens AUFRÄUMEN, mit, uh, Unterverzeichnissen. (Und den Downloads-Ordner, aber über den reden wir nicht, okay? Wenigstens mein Desktop ist sauber, übrigens.)

Aufräumen heißt: Umsortieren, umbenennen, löschen. Das Ziel war, dass alle Verzeichnisse nur noch dreispaltig sind, also etwa so:

(Mir wollte mal jemand andrehen, dass eine ordentliche Struktur nur immer maximal 7 Unterstrukturen hat. Ja, ne. Wobei das da oben ja Teil des AUFRÄUMEN-Verzeichnisses ist, die sortierten Sachen sind tatsächlich sortierter.)

2. CDs und DVDs digitalisieren

Also, noch mehr digitalisieren, genauer gesagt: in mp3 und mp4 umwandeln. Mit einem Großteil der Datenträger habe ich das schon vor Jahren gemacht (und sie dann weggegeben), jetzt kam fast der ganze Rest dran.

Warum mp3 statt etwas Modernerem: Damit alles einheitlich in einem Format ist, für wenn ich das in der Zukunft alles mal ändern sollen müsste, wenn auch mp3 ausstirbt.

3. Sammlungen Aufräumen: Regalsituation

Damit wurden schon ein paar Regalbereiche frei, mit dem Aussortieren zumindest einiger Bücher und dem Auslagern anderen Materials in mein Schulbüro bin ich jetzt in der ungewohnten Situation, dass ich etwas mehr Regalfläche habe als in Regale zu stellende Objekte. Ich habe sogar ein paar Ordner aus dem Keller geholt und den Inhalt einer der Kisten unter dem Bett in die Regale gestellte. Dennoch, ein bisschen Platz bleibt weiterhin.

(Ich habe allerdings auch mit sehr, sehr viel Regalfläche angefangen.)

4. Recherchieren

Im Fernsehen von einer kleinen Gemeinde Bayerischen Wald gesehen, in der sozusagen zum örtlichen Stammtisch gehört, dass alle Mitmachenden ständig ein kleines Holzdings mit sich führen müssen; wer auf die Herausforderung, es zu zeigen, nicht reagieren kann, muss einen Kasten Bier oder eine Runde oder so etwas zahlen.

Das kam mir sehr militärischen Ursprungs vor, vielleicht alter Brauch unter Offizieren im 19. Jahrhundert, später dann ins nachahmende Kleinbürgertum heruntergesickert… und bei der Bundeswehr gab es zu Zeiten der Wehrpflicht ja auch das Maßband. Das war ein aufrollbares Zentimetermaß, das man, sofern partizipierend, in den letzten 100 Diensttagen mit sich führen musste, jeden Tag um 1 Zentimeter gekappt. Wer es nicht dabei oder nicht aktuell hatte, musste auch irgendetwas mit Bier machen.

Heute gibt es das wohl nicht mehr, man ist ja auch freiwillig dabei. Allerdings gibt es „Coins“, entnahm ich einem einschlägigen Forum. Wenn man auf eine Herausforderung nicht die Coin zeigen kann (verboten wohl: beim Duschen und beim Strammstehen, erlaubt aber: kurz vor dem Fallschirmabsprung), muss man auch etwas mit Bier machen. Die genauen Regeln unterscheiden sich von Abteilung zu Abteilung.

Von diesen Coins hatte ich noch nie im Leben gehört. Stellt sich heraus: Die kommen als „challenge coins“ aus den USA: https://en.wikipedia.org/wiki/Challenge_coin Ursprung unklar, vielleicht deutlich älter; älteste Exemplare aber ab 1950. Man kriegt eine solche Coin als eine Erinnerung, wenn man bei einer größeren Veranstaltung dabei war. So wie man auf Science-Fiction-Cons zumindest früher eine Henkeltasse mit Aufdruck und Erinnerung kriegte, aber die sind schwerer mit sich zu führen.

5. Filme aufsehen

Auf der Festplatte, siehe oben, sind auch sehr viele Filme, die es noch anzuschauen gilt. Diesmal war es Lockruf des Goldes, der Weihnachts-Fernsehvierteiler 1975; die Älteren erinnern sich an das Prinzip. Diesmal ging es um Motive und Handlungsteile aus Jack Londons gleichnamigem Roman und anderen Werken, etwa Alaska-Kid (Smoke Bellew).

Das hat mir sehr gut gefallen, vor allem, weil es ein ganz aus der Mode gekommenes Format ist. Oder war das überhaupt je Mode; gab es je solche Formate außerhalb des Weihnachtsvierteilers? Das Erzähltempo ist ganz ungewohnt, mal viele Details, mal eine zusammenfassende Erzählerstimme, lange Stellen ohne Dialog; manche Geschichten bleiben Fragment. Hier Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=atlRV9L0jME

6. Postauto verfolgen

Frau Rau erwartete ein DHL-Päckchen, eine wiederholte Sendung, nachdem die erste mit „Adressat unbekannt“ zurückgeschickt wurde. Es kommt nicht oft, aber doch nicht zum ersten Mal, vor, dass die DHL-Zustellenden die an sich völlig korrekte Adresse nicht finden.

Wenn auch die Sendung schon für Samstag angekündigt war, wurde sie doch auf den folgenden Werktag verschoben. Das geschieht nicht selten. Für den Montag bat ich um den Link mit den Zustelldaten. Morgens um 9 Uhr waren „etwas mehr als 30 Stopps“ vor unserem angekündigt.

Beim Einkaufenspazieren machte ich einen kleinen Umweg und fand tatsächlich das DHL-Auto, um 12:34 Uhr an der Goethestraße umschaltend von 20 auf „etwas mehr als 10 Stopps“. Den nächsten Stopp spazierte ich mit, unweit des McDonalds am Goetheplatz, aber es ging keineswegs um eine Pause, sondern um einen ganz regulären Stopp. Weiterfahrt 12:41 Uhr Richtung Schlachthofviertel. Damit trennten sich unsere Wege, ich ging heim und verfolgte den Rest am Rechner. 13:51 Uhr: Sprung von „etwas mehr als 10“ auf „9 Stopps“, so steht es jedenfalls in meinen Notizen.

Ab 14:37 Uhr stand ich dann unten am EIngangsbereich und lauerte dem Fahrer auf hielt dem Fahrer die Tür auf. Und ja, als er den Namen von Frau Rau nicht bei den Klingeln fand, wies ich darauf hin, dass auf der gegenüberliegenden Seite noch einmal weitere Klingeln sind, und dass ich auch gerne gleich das Päckchen übernehmen könnte. Zwei weitere für eine Nachbarin kriegte ich gleich dazu.


Beitrag veröffentlicht am

in

Kommentare: 2

Schlagwörter:

Kommentare

2 Kommentare zu „Was ich in den Ferien so mache“

  1. Zu „Dinge auf Verlangen vorzeigen“ fällt mir ein, dass es so etwas wohl in Kegelclubs gibt. Der Gewinner des letzten Abends bekommt so ein kleines, metallenes Kegelpüppchen („König“ oder so) und der Verlierer ein anderes (der „Hund“). Wenn sich Kegelschwestern oder -brüder irgendwo begegnen, müssen sie das Püppchen vorzeigen. Wer das nicht dabei hat, muss irgendwas mit Bier machen.

  2. Interessant, ich hatte ja keine Ahnung. Irgendwer ist sicher schon mal den Wurzeln davon nachgegangen, so wie Pfänder- und andere Kinderspiele noch Reste von mittelalterlichem Rechtswesen zeigen, las ich mal. (Tatsächlich war das Prüfungsthema in Pädagogik, glaube ich, ist aber schon sehr lange her und ich war da nie sehr gut.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert