Nach dem Zeugnis…

…ist Zeit für einen Neuanfang und neuen Schwung. Also! Heute war meine erste Doppelstunde Englisch 9. Klasse; es lief etwa zäh. Die Schüler sind am Montagmorgen deutlich verratschter als am Freitag, außerdem war mein Text wohl nicht so geeignet. Ein Radiomonolog als Hörverstehenstext.
Wichtiger ist, dass ich meine Schüler zum Bloggen zu überreden versucht habe. Ich habe brav alles erklärt, sogar mit Tafelbild. Was ich möchte, dass sie tun; warum ich möchte, dass sie das tun; was sie davon haben, dass sie das tun. Hauptsächlich geht es mir darum, dass Schüler lernen, sich mit ihren Ergebnissen einer Öffentlichkeit zu stellen. Schulaufgaben, Übungstexte, Schülerleistungen welcher Art auch immer – in der Regel sieht die nur der Lehrer, nicht einmal die Mitschüler, geschweige denn Eltern oder gar Fremde. „Produktionsorientierter Unterricht“ heißt, dass am Schluss etwas Präsentables dasteht. Stellwände sind dabei nur mäßig interessant, das WWW halte ich für sinnvoller.
Dabei können die Schüler bloggen, wann und worüber sie wollen, aber für den Rest des Schuljahrs ist jeweils eine Schülerin oder ein Schüler für eine Woche eingeteilt, in der mindestens einmal gepostet wird. Sonst würde es nach den ersten zwei Wochen wohl keine regelmäßigen Beiträge geben.

In zwei Wochen beginnen die Schüler mit einem Praktikum (in einem Betrieb), da können sie was über ihre Erfahrungen schreiben. Hoffentlich albern sie nicht nur herum, zu sagen haben sie genug.

Getröstet hat mich, dass eine Schülerin mich am Schluss fragte, ob es nicht einfacher sei, wenn einfach jeder Schüler sich bei LiveJournal anmelden würde, so wie sie.

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