Neuer Fernsehmüll

Alle Spieler legen eine Hand aufs Auto. Und dann wird gewartet. Wer als letzter aufgibt und nach Hause geht, dem gehört das Auto. “Touch the car – Hände aufs Auto”, heute auf irgendeinem Privatsender.

Die Regeln sind möglicherweise abgewandelt und verlustigt. Das amerikanische Vorbild ist authentischer; es handelt sich um einen lokalen Wettbewerb und keine TV-Inszenierung. Gehört habe ich davon zum ersten Mal über einen Radio-Beitrag in der Sendung This American Life (zu finden auf auf dieser Doppel-CD oder gleich online bei der TAL-Sendung). Der Radiobeitrag bringt einen Ausschnitt aus einem Dokumentarfilm: 24 Texaner, ein Nissan-Pickup-Truck, ein jährlicher Wettbewerb des Nissan-Händlers, nach 80 Stunden gibt der vorletzte Teilnehmer auf.
Und bei uns macht man daraus schon Fernsehshows. Es würde mich aber nicht wundern, wenn es auch dafür ein Vorbild gibt.

Ich brauch dringend eine zehnte Klasse oder drüber in Englisch, damit ich mit denen They Shoot Horses, Don’t They lesen kann. Lang dauert das nicht mehr, und wir schicken unsere verzweifelten Arbeitslosen auch wieder in Tanzmarathons. Bei Big Brother geht’s denen ja noch viel zu gut.

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