6 Fragen zu Büchern

Auf speziellen Wunsch hin:

1. You’re stuck inside Fahrenheit 451, which book do you want to be?
Wer’s nicht weiß: In Fahrenheit 451 von Ray Bradbury sind Bücher verboten und werden verbrannt. Manche Leute lernen heimlich Bücher auswendig, um sie so zu retten.
Mein Buch wäre Geoffrey Chaucer, The Canterbury Tales. Es ist leicht auswendig zu lernen, da in Versen geschrieben (im 14. Jahrhundert in England). Mein Mittelenglisch ist ordentlich, ich kann jetzt schon einige Chaucer-Fragmente auswendig – mehr als von jedem anderen Buch jedenfalls. Leichter als Mittelhochdeutsch ist es allemal, wenn man schon Englisch kann.
Vor allem macht es aber auch Spaß, die Tales laut zu erzählen. (Ich hab schon mal über Chaucer gebloggt.) Eine Rahmenhandlung, viele kleine Einzelgeschichten, lustige und spannende, alberne und ernsthafte, viele Rollen, in die man schlüpfen kann.

2. Have you ever had a crush on a fictional character?
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Wenn, dann vermutlich eher Film. Aber nein, nicht dass ich wüsste.

3. The last book you bought is:
Das waren drei gleichzeitig, Amphitruo von Plautus (Lateinisch/Deutsch), ein neuer Terry Pratchett (A Hat Full of Sky, nicht so toll) und Ein Seemann von Welt von P. Howard (bzw. Jenö Rejtö), auf das ich durch diesen Blog-Eintrag gekommen bin.

4. The last book you read:
Der Terry Pratchett von oben.

5. What are you currently reading?
Amphitruo von Plautus. Den Stoff kenne ich von einer Kleist-Verfilmung aus den 30ern. Weit interessanter als der Pratchett. Man fühlt sich natürlich auch viel cooler beim Lesen antiker Autoren. (So ordentlich bin ich selten, dass ich neu gekaufte Bücher auch gleich lese.)
Mittendrin stecke ich außerdem noch in Leeres Viertel Rub’ Al-Khali von Michael Roes. Über 800 Seiten, da darf man schon mal Pause machen. Sonst lese ich eher selten parallel.

6. Five books you would take to a deserted island.
Für vier Wochen: Ziemlich egal, ich würde versuchen, die Zeit ohne zu lesen zu genießen. Für länger:

  • Homer, Odyssee und Ilias in einem Band. (Das wird ja wohl erlaubt sein, da gibt’s sicher Ausgaben. Sonst nehme ich die 18-bändige Biographie von Manuel von Cabell.)
  • Chaucer, siehe oben. Nur die Tales, oder gleich den ganzen Riverside Chaucer.
  • Ein Bradbury, vielleicht The Martian Chronicles, aber das kann sich mit Lust und Laune ändern.
  • Friedrich Torberg, Die Tante Jolesch. Schon mal, weil ich’s von jemandem geschenkt bekommen habe.
  • Jetzt wird’s schon schwieriger. Was gibt es, das ich sicher wieder und wieder lesen wollen würde? Eine Anthologie deutscher Lyrik, richtig, möglichst groß. Den Conrady etwa, 1200 Seiten vom Mittelalter bis heute. Auch wenn mir dann immer noch so viele Texte fehlen würden.

(“Book of matches” und “Wie überlebe ich auf einer einsamen Insel” habe ich jetzt mal ausgelassen.)

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