Unterstufe und Oberstufe

Immer das gleiche. Schüler der Unterstufe beschweren sich über rabiate Schüler der 10. oder 11. Klassen. Und die wiederum wehren sich dann mit der Behauptung, dass die Kleinen keinen RESPEKT mehr vor ihnen haben. Nicht mehr so wie FRÜHER, als die jetzigen Älteren noch in der Unterstufe waren.

Tatsächlich nimmt der beleidigende Umgangston in der Unterstufe zu, allerdings keinesfalls allgemein, sondern nur bei wenigen Einzelfällen, denke ich.

Ein Schüler der 10. Klasse meinte tatsächlich als entschuldigende Erklärung für meinen weinenden Sechstklässler, ihnen hätte es damals auch nicht geschadet.

4 Antworten auf „Unterstufe und Oberstufe“

  1. Gibt es bei euch denn keine Tutoren? An meiner (ehemaligen) Schule gibt es immer eine Gruppe Zehntklässler, die mit “Kleinen” Sachen unternehmen und für sie Ansprechpartner sind. Das hat bei uns sehr gut funktioniert, ich habe z. T. immer noch Kontakt zu meinen “Kleinen” (die inzwischen auch schon in der neunten Klasse sind und von denen einige wohl selbst nächstes Jahr Tutoren werden). Das baut auch die Barriere zwischen den “großen” Oberstuflern und den “kleinen” Unterstuflern ab.

  2. Doch, Tutoren gibt es auch, und das ist sogar sehr erfolgreich. Das sind nette Schüler, die mit den netten Schülern der Unterstufe viele schöne Sachen veranstalten. Der Eindruck der Oberstufenschüler stimmt ja auch nicht; die Kleinen sind ja auch nicht anders als früher. Die Älteren klagen dabei eben eher über zu wenig Barriere.

  3. Im Schweizerdeutschen ist “äs het no kem gschadt” eine stehender Ausdruck: Die Rekrutenschule, die Kopfnüsse, die Hausaufgaben, die Gletscherbesteigung, die Velotour, der Dreitagemarsch, das Tafelwischen, der Frühlingsputz, der Bibelunterricht, das Kinderhüten, der Stundenjob. Und vermutlich stimmt das meistens sogar.

  4. Das ist wohl ein Mantra. Ich kann mich gut erinnern, daß wir damals “die Großen”, also die in der 10. Klasse, auch “furchtbar” groß fanden..und so erwachsen. Wenn man dann selber in der 10. war dann gingen einem “die Kleinen” manchmal eben auf den Geist. Man war ja auch vielzusehr mit pubertieren und verzweifelten Lieben beschäftigt.

    Ab der Oberstufe schwebten wir allerdings ganz definitiv über den Wolken, zeitlich und inhaltlich – da ging eigentlich jeder Kontakt “nach unten” verloren ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.