Na gut, dann halt Tagebuchbloggen

Die S-Bahn hatte heute knapp eine halbe Stunde Verspätung. Ich ärgere mich genauso oft wie jeder andere über die Deutsche Bahn, aber heute störte es mich recht wenig. Ich musste in der Schule nichts mehr vorbereiten, die erste Stunde war für keine Schulaufgabenvorbereitung wichtig – wenn schon verspätet, dann wenigstens so.
In der S-Bahn habe ich dem mitfahrenden Kollegen dann von Feedreadern erzählt und warum ich die für wichtig halte. Neben mir ein Herr mit Unterlagen. Der sah schon sehr nach Lehrer aus, auch wenn ich nicht direkt sehen konnte, worin er blätterte.

In der Schule dann Computerraum, danach Lehrprobe der von mir betreuten Referendarin. Und ja, der Herr in der S-Bahn war tatsächlich einer der angereisten Prüfer. Lief dann auch ganz gut, ich saß hinten drin und war bei der Besprechung dabei, wenn auch nicht stimmberechtigt. Aber so eine Lehrprobe ist schon eine komische Sache – wie unnatürlich diese Situation ist, hatte ich vergessen. Wie man gleichzeitig versucht, guten Unterricht zu machen, die Prüfer mit Schnickschnack zu beeindrucken, und sich nicht flexibel zu reagieren traut. Ich selber war in Prüfungssituationen nie besonders gut. Ob sich das geändert hat, weiß ich nicht, so richtige Prüfungen hatte ich lange keine mehr. Unterrichtsbesuche zählen jedenfalls nicht dazu.

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