Die 5000 Finger des Dr. T

Gestern antworte ich bei Twitter auf die Frage nach kuriosen Filmen unter meinen DVDs mit zwei Vorschlägen, darunter The 5,000 Fingers of Dr. T von 1953. Und heute höre ich auf NPR einen Beitrag dazu: ‘5000 Fingers’ Sings Again: A Seuss Rarity Revisited. Der Aufhänger: endlich kommt der vollständige Soundtrack auf CD heraus, auch mit Material, das es nicht in den Film geschafft hat.

Der Film ist ein Werk von Dr. Seuss, Autor vieler in den USA berühmter Kinderbücher, die man hier weniger kennt. Allenfalls “How the Grinch Stole Christmas” ist durch die Neuverfilmung mit Jim Carrey etwas bekannt. Die Musik zum Musical stammt von Friedrich Hollaender/Frederick Hollander (“Das Nachtgespenst”, “Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin”, “Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt”, “Ich lass’ mir meinen Körper schwarz bepinseln” – Sie kennen? Und viele Filmmusiken).

Das lief mal zu Studientagen auf Arte. Handlung: Ein Junge muss Unterricht beim strengen Klavierlehrer Terwilliker nehmen, dabei würde er lieber seine allein lebende Mutter mit dem Klempner Zabladowski verkuppeln. In einer Traumsequenz, ähnlich wie beim Zauberer von Oz oder später bei Tschitti Tschitti Bäng Bäng, mutiert Terwilliker zum Besitzer eines Riesenklaviers mit Tausenden von Tasten; er hat hypnotisiert Mütter, so dass sie ihm ihre Kinder zur Verfügung stellen, und nur der Junge kann mit Hilfe des Klempners – der in Terwillikers Palast sanitäre Anlagen installiert – den bösen Bann brechen.

Soweit nichts Neues, aber einige der Lieder sind sehr schön, und die Optik ist expressionistisch-seusshaft-bizarr. Die Details sind es auch.

Zu meinen Lieblingsszenen gehören das Hypnoseduell:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Das Ankleidelied (mal im Hintergrund einer Modenschau gehört):

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Hans Conried, der Terwilliker spielt und singt, kenne ich schon aus Radiosendungen der 40er Jahre – Professor Kopokin in My Friend Irma, ein Psychiater bei George Burns & Gracie Allen. Und eben habe ich gelesen, er war auch die Stimme von Captain Hook bei Disneys Peter Pan.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.