Praktikanten im Haus

Letzte Woche war Wandertag, mit Wandern, und Bowling. FFr die Neuntklässler reichten meine bescheidenen Künste noch. Übung im Kegeln habe ich mindestens seit Fasching 1979:

Junger Bub im Spider-Man-Kostüm beim Kegeln

Deswegen ging es erst heute richtig los mit dem studienbegleitenden Praktikum. Das ist das ernstestzunehmende Praktikum, derer Studierende für das lehramt Gymnasium in Bayern drei abzulegen haben: Man ist ein Semester lang an einem Wochentag an einer Schule bei einer Praktikumslehrkraft, schaut der zu und hält selber so viel Stunden oder Teile von Stunden wie möglich. Seit diesem Schuljahr bin ich so eine Praktikumslehrkraft, und einige Praktikanten – die ich übrigens alle von der Uni her kenne – waren bei mir.

Das macht schon nervös, so ein bisschen. Zugegeben, heute waren eh Stunden, bei denen die Schüler entweder sehr aktiv waren, oder bei denen es um Festigung ging – jedenfalls habe ich mich nicht wirklich am Phasenmodell orientiert, also etwa:

  • Motiviation
  • Problemstellung
  • Lösung
  • Übung der Lösung
  • Transfer

Ich halte alle diese Phasen für sehr wichtig, aber oft nicht innerhalb einer Stunde, sondern einer ganzen Sequenz. Am Anfang der Sequenz ist Motivation wichtig, und wenn die da ist, kann man sich mit dem Problem auseinandersetzen, und wenn das bekannt ist, schaut man sich eine Lössungsstrategie an und übt die, und so weiter. In einer Stunde kriege ich das oft nicht alles hin, selbst bei den Doppelstunden, die wir in so gut wie allen Klassen und Jahrgangsstufen haben.

Die Praktikanten mussten unterschreiben, dass sie belehrt wurden darüber, das vertraulich zu behandeln, was vertraulich behandelt gehört. Also auch auf Facebook oder Twitter nichts sagen. Oder Blog…, sagte eine der Praktikanten, und hat natürlich recht damit.

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