Erste Semester- und vorletzte Schulwoche (vor den Herbstferien)

Heftchen mit Tafelbildern

Am Wahlsonntag letzte Woche erstmals Schäufele gemacht, sehr lecker geworden, dazu ebenfalls erstmal Kartoffelknödel. Davor die Schüler und Schülerinnen der 7. Klasse weitere Tafelbilder machen lassen, zu den Episoden von Michael Köhlmeiers Nibelungen-Nacherzählung (Youtube). Sie haben die Episoden untereinander aufgeteilt, so dass jeweils ein Paar eine Episode hörte und ein Tafelbild dazu machte. Obwohl viele daran gedacht hatten, ihre eigenen Kopfhörer mitzunehmen, war weder mit denen noch mit den verschlisseneneren Kopfhörersätzen im Computerraum gut zu arbeiten – dass Audioaufnahmen bei uns nicht gehen, bin ich ja gewöhnt, aber jetzt kann man nur noch sporadisch an manchen Rechnern etwas hören, manchmal … Continue reading „Erste Semester- und vorletzte Schulwoche (vor den Herbstferien)“

Herr Rau: Wie ich im Unterricht aussehe

Herr Rau im Unterricht

Frau Rau würde schon lange gerne mitkriegen, wie ich eigentlich im Unterricht bin. Sie kennt mich ja doch eher nur privat, Lehrermodus poppt da selten auf. Aber so einfach geht das halt nicht. Immerhin einen Einblick kriegt sie jetzt: Schülern und Schülerinnen meiner drei Montagsklassen drückte ich eine Kamera in die Hand mit der Bitte, mich zu fotografieren, für Frau Rau. Das hat denen übrigens sofort eingeleuchtet, gar keine lange Erklärung nötig. Hier sind die Bilder: 7. Jahrgangsstufe: Ich habe kein Faksimile einer hochmittelalterlichen Handschrift, also ließ ich den mir verehrten Abdruck des (wohl sehrspätmittelalterlichen) Voynich-Manuskripts herumgehen. Den Großteil der … Continue reading „Herr Rau: Wie ich im Unterricht aussehe“

Personalausflug 2018 und Lake Wobegon, wieder einmal

Herr Rau in Wirtschaft am Tisch mit Faust an Stirn

Freitag am Vormittag brav Unterricht gemacht. Das Englischbuch der 10. Klasse hat zwar schöne Hörverstehensaufgaben, aber ein ein äußerst ungünstiges Text-Vokabel-Verhältnis: Auf eine DreiviertelSeite Buch kommen um die dreißig Lernvokabeln, da will ich uns nicht sehr schnell durch das Buch peitschen. Also bleibt viel Zeit für andere Übungen, oder weitere Hörverstehensaufgaben. Das heißt für mich: Geschichten aus Lake Wobegon. (Was das ist, steht ansatzweise in diesem Blogeintrag von 2004.) Da gibt es eine, The Living Flag, hier gerade auf Youtube zu hören: Das ist eine schöne Geschichte für Einsteiger, nur drei, vier Minuten lang: Die Bürger in Lake Wobegon beschließen, … Continue reading „Personalausflug 2018 und Lake Wobegon, wieder einmal“

Die Wochen vor den Pfingstferien – jedes Jahr das gleiche? (Und Schafsherden, sprachlich.)

Vielleicht läuft es in manchen Jahren tatsächlich besser, in anderen Jahren schlechter; vielleicht vergesse ich auch im Lauf des Jahres immer wieder, wie anstrengend die Zeit vor den Pfingstferien ist. Aber diesmal ist es bestimmt wirklich schlimmer! Die Vorlesung läuft gut, der Unterricht auch, ich korrigiere meine Schulaufgaben rechtzeitig, halte Abitur, holte wöchentlich unsere Kartoffelkombinat-Kiste, koche fast jeden Abend, wofür ich einkaufe; dann kam noch ein schneller Podcasts dazwischen, Ukuleletreffen, Leserunde, Verwandtenbesuch. Ich organisiere einen Wettbewerb und – verflixte Sucht – programmiere an einer kleinen App herum, immer nur noch kurz ein Stückchen. All das nicht wirklich anstrengend, aber zeitlich … Continue reading „Die Wochen vor den Pfingstferien – jedes Jahr das gleiche? (Und Schafsherden, sprachlich.)“

Vertretungsstunde, Konferenzen, vorgemachte Dramenanalyse

Vertretungsstunde: Spontan und unvorbereitet und verspätet, weil sonst keiner da war. Die Klasse, ich kannte sie ein bisschen aus dem Vorjahr, war in der Aula verteilt und wartete. Wenige spielten Karten, viele lasen die Deutschlektüre, andere unterhielten sich, ein paar trieben Gymnastik. Also blieben wir da und ich unterhielt mich mit einigen. Das mit der Gymnastik musste ich etwas bremsen, leider, wegen fehlender Hilfestellung und keinen Matten und so. Dafür demonstrierte ich Foxtrott zu Musik vom Handy. Dienstagnachmittag Arzttermin, Mittwochnachmittag Vorlesung. Donnerstagnachmittag Konferenz in kleinerem Kreis, Adrenalin und Gegenantrag; danach Teamtreffen zur Vorbereitung des Freitags, danach Elternsprechabend. Freitagmittag Konferenz in … Continue reading „Vertretungsstunde, Konferenzen, vorgemachte Dramenanalyse“

Typische Schulwoche: Nathan, Fahrenheit, Lyrik, Konferenzen

Am Montag Datenbankentwürfe in der 9. Klasse – die Schüler haben Klassendiagramme für ein Fantasy- oder Science-Fiction-Spiel gezeichnet und präsentiert, dann in einem Diagramm-Editor verfeinert; nächster Schritt: Umsetzen in Tabellen für eine Datenbank. In der 11. Jahrgangsstufe: Vorbereitung für Fahrenheit 451 im Englischunterricht, einen Radio-Beitrag zu Ray Bradbury angehört und Fragen dazu gestellt oder beantwortet. Davor noch abgestimmt, mit welchem englischsprachigen Land außerhalb UK/USA wir uns beschäftigen – ich bot Irland und Indien an, dazu kamen die Vorschläge Neuseeland, Südafrika, Australien. Wär mir auch recht gewesen, aber die Entscheidung fiel für Indien. In Deutsch 10 die Ergebnisse des Mebis-Workshops besprochen. … Continue reading „Typische Schulwoche: Nathan, Fahrenheit, Lyrik, Konferenzen“

Kleiner Unterrichtsbesuch

Getsern war die Praktikantin da, unerwartet. Nicht meine Praktikantin, aber sie wollte sich dann auch eine Stunde von mir anschauen – die war dann etwas turbulenter als früher. Eine 6. Klasse, Deutsch. Der Teil der Klasse, der ein Smartphone mitgenommen hatte, machte Bilder vom Kamishibai (für den späteren Homepage-Eintrag), und ich zeigte den Schülern und Schülerinnen dann draußen, wie man am Smartphone Bilder beschneidet und mit Bluetooth austauscht. Der andere, größere Teil kriegte eine Bastelanleitung für die Knalltüte (Blogeintrag) und musste den versprachlichen – Zielpublikum weider Homepage, und dort auch mit Bildern, aber die Anleitung sollte erst einmal auch ohne … Continue reading „Kleiner Unterrichtsbesuch“

Fleisch, Calliope, Eulenspiegel, Tempelritter

Calliope und Eightball

Über Calliope habe ich ja noch gar nicht geschrieben, glaube ich. Das ist schon seit einiger Zeit die letzte heißeste Sache in Schul-Microcomputern, und der Hype ist absolut gerechtfertigt. Ich habe ja in meinem Klassenzimmer eine magische Billiardkugel, die man umdrehen kann und die einem dann eine Orakelantwort auf eine Entscheidungsfrage gibt – Yes, No, Maybe, Not Sure und so weiter. Kleine und große Schüler greifen immer wieder mal zu dieser Kugel. Ich habe einfach eine Calliope danebengelegt, mit Batteriekästchen daran. Wenn man die Calliope schüttelt, piepst sie und gibt auf ihren 5×5 Leuchtdioden eine lesbare Laufschrift aus: Ja, Nein, … Continue reading „Fleisch, Calliope, Eulenspiegel, Tempelritter“

Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)

Sideboard

Für den Englischunterricht, Q11: Alle Schüler und Schülerinnen kriegen einen Buchstaben A-Z zugewiesen und suchen sich aus dieser Liste von Europa-Mythen aus der britischen Presse eines aus und präsentieren das den Mitschülern: http://blogs.ec.europa.eu/ECintheUK/euromyths-a-z-index/ Meine Favoriten: Erstens P wie „Pets, dead“: Haustiere müssen laut einer Europa-Regelung vor der Beerdigung in einem pressure cooker gekocht werden. (Stimmt nicht: Es gab vergleichbare Regelungen für BSE-Fälle.) Zweitens R wie „Recycling“: Laut einem EU-Gesetz müssen Frauen ihr gebrauchtes Sexspielzeug zum Recyclen abgeben bevor sie neues kaufen können. (Stimmt nicht. Aber man kann laut EU Elektrogeräte natürlich beim Verkäufer zur Entsorgung abgeben.) Stand alles so in … Continue reading „Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)“

Einfach nur Lehrer, und andere Umstellungen – erste Woche 2017/18

Die ersten dreieinhalb Schultage sind herum. Bei der Unterrichtsverteilung hat die Schulleitung ein paar mutige* Entscheidungen getroffen, aber ich bin mit meinen Klassen recht zufrieden – nur die 10. Informatik, die vermisse ich. An Informatik-Oberstufe habe ich nur eine 12 dieses Jahr. Mein Stundenplan ist voll in Ordnung – die letzten Jahre war er immer ganz wunderbar: das ist er diesmal nicht, aber ich unterrichte auch so viele Stunden wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Das ist schon eine gewisse Umstellung. Ich bin kein Personalrat mehr, nicht mehr an die Uni teilabgeordnet; die ISB-Arbeitsgruppen von vor meiner Uni-Zeit sind … Continue reading „Einfach nur Lehrer, und andere Umstellungen – erste Woche 2017/18“