Vertretungsstunde, Konferenzen, vorgemachte Dramenanalyse

Vertretungsstunde: Spontan und unvorbereitet und verspätet, weil sonst keiner da war. Die Klasse, ich kannte sie ein bisschen aus dem Vorjahr, war in der Aula verteilt und wartete. Wenige spielten Karten, viele lasen die Deutschlektüre, andere unterhielten sich, ein paar trieben Gymnastik. Also blieben wir da und ich unterhielt mich mit einigen. Das mit der Gymnastik musste ich etwas bremsen, leider, wegen fehlender Hilfestellung und keinen Matten und so. Dafür demonstrierte ich Foxtrott zu Musik vom Handy. Dienstagnachmittag Arzttermin, Mittwochnachmittag Vorlesung. Donnerstagnachmittag Konferenz in kleinerem Kreis, Adrenalin und Gegenantrag; danach Teamtreffen zur Vorbereitung des Freitags, danach Elternsprechabend. Freitagmittag Konferenz in …

Typische Schulwoche: Nathan, Fahrenheit, Lyrik, Konferenzen

Am Montag Datenbankentwürfe in der 9. Klasse – die Schüler haben Klassendiagramme für ein Fantasy- oder Science-Fiction-Spiel gezeichnet und präsentiert, dann in einem Diagramm-Editor verfeinert; nächster Schritt: Umsetzen in Tabellen für eine Datenbank. In der 11. Jahrgangsstufe: Vorbereitung für Fahrenheit 451 im Englischunterricht, einen Radio-Beitrag zu Ray Bradbury angehört und Fragen dazu gestellt oder beantwortet. Davor noch abgestimmt, mit welchem englischsprachigen Land außerhalb UK/USA wir uns beschäftigen – ich bot Irland und Indien an, dazu kamen die Vorschläge Neuseeland, Südafrika, Australien. Wär mir auch recht gewesen, aber die Entscheidung fiel für Indien. In Deutsch 10 die Ergebnisse des Mebis-Workshops besprochen. …

Kleiner Unterrichtsbesuch

Getsern war die Praktikantin da, unerwartet. Nicht meine Praktikantin, aber sie wollte sich dann auch eine Stunde von mir anschauen – die war dann etwas turbulenter als früher. Eine 6. Klasse, Deutsch. Der Teil der Klasse, der ein Smartphone mitgenommen hatte, machte Bilder vom Kamishibai (für den späteren Homepage-Eintrag), und ich zeigte den Schülern und Schülerinnen dann draußen, wie man am Smartphone Bilder beschneidet und mit Bluetooth austauscht. Der andere, größere Teil kriegte eine Bastelanleitung für die Knalltüte (Blogeintrag) und musste den versprachlichen – Zielpublikum weider Homepage, und dort auch mit Bildern, aber die Anleitung sollte erst einmal auch ohne …

Fleisch, Calliope, Eulenspiegel, Tempelritter

Calliope und Eightball
Calliope und Eightball

Über Calliope habe ich ja noch gar nicht geschrieben, glaube ich. Das ist schon seit einiger Zeit die letzte heißeste Sache in Schul-Microcomputern, und der Hype ist absolut gerechtfertigt. Ich habe ja in meinem Klassenzimmer eine magische Billiardkugel, die man umdrehen kann und die einem dann eine Orakelantwort auf eine Entscheidungsfrage gibt – Yes, No, Maybe, Not Sure und so weiter. Kleine und große Schüler greifen immer wieder mal zu dieser Kugel. Ich habe einfach eine Calliope danebengelegt, mit Batteriekästchen daran. Wenn man die Calliope schüttelt, piepst sie und gibt auf ihren 5x5 Leuchtdioden eine lesbare Laufschrift aus: Ja, Nein, …

Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)

Sideboard
Sideboard

Für den Englischunterricht, Q11: Alle Schüler und Schülerinnen kriegen einen Buchstaben A‑Z zugewiesen und suchen sich aus dieser Liste von Europa-Mythen aus der britischen Presse eines aus und präsentieren das den Mitschülern: http://blogs.ec.europa.eu/ECintheUK/euromyths-a-z-index/ Meine Favoriten: Erstens P wie “Pets, dead”: Haustiere müssen laut einer Europa-Regelung vor der Beerdigung in einem pressure cooker gekocht werden. (Stimmt nicht: Es gab vergleichbare Regelungen für BSE-Fälle.) Zweitens R wie “Recycling”: Laut einem EU-Gesetz müssen Frauen ihr gebrauchtes Sexspielzeug zum Recyclen abgeben bevor sie neues kaufen können. (Stimmt nicht. Aber man kann laut EU Elektrogeräte natürlich beim Verkäufer zur Entsorgung abgeben.) Stand alles so in …

Einfach nur Lehrer, und andere Umstellungen – erste Woche 2017/18

Die ersten dreieinhalb Schultage sind herum. Bei der Unterrichtsverteilung hat die Schulleitung ein paar mutige* Entscheidungen getroffen, aber ich bin mit meinen Klassen recht zufrieden – nur die 10. Informatik, die vermisse ich. An Informatik-Oberstufe habe ich nur eine 12 dieses Jahr. Mein Stundenplan ist voll in Ordnung – die letzten Jahre war er immer ganz wunderbar: das ist er diesmal nicht, aber ich unterrichte auch so viele Stunden wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Das ist schon eine gewisse Umstellung. Ich bin kein Personalrat mehr, nicht mehr an die Uni teilabgeordnet; die ISB-Arbeitsgruppen von vor meiner Uni-Zeit sind …

Bunter Tag Hilfsausdruck

Ein großer Stapel Rechnerkram
Ein großer Stapel Rechnerkram

Erst eine zusätzliche Stunde in der siebten Klasse, Informatik, letzte Stunde. Zum Abschluss der Algorithmik setzte ich einen Großteil der Schülerinnen und Schüler vor Lightbot.. Das sanfte Gedudel der Hintergrundmusik vom Lehrerrechner erzeugte eine angenehme Atmosphäre. Ein paar Schüler setzte ich vor meinen Surface-Minilaptop, damit die dort Human Resource Machine spielten: Das ist ein Spiel um ein kleines Männchen in einer großen Firma, das dort von einem Laufband Zeichen entgegennimmt, verarbeitet und das Ergebnis auf ein Ausgabeband legt. Die Befehle zum Steuern des Männchens erinnern sehr an Assembler-Befehle, mit denen ein Prozessor programmiert wird, und das Männchen selber ist eigentlich …

Wilde Woche, weiterhin (und Thomas Pynchon, Lot 49)

Bogenschützen beim Schießen
Bogenschützen beim Schießen

Montag Nachmittags Fachsitzung Englisch, Informationen zum LehrplanPLUS. Fazit: Für Englisch keine Änderungen, das Fach war eh schon kompetenzorientiert. Es gilt weiterhin der SBR (spezielle bayerische Referenzrahmen für Sprachen), der an den GER (gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen) angelehnt ist, aber zusätzliche Stufen kennt – hier der Blogeintrag zur Faustregel, anhand derer man sich merken kann, in welchen Jahrgangsstufen A1, A1+, A2, A2+ und so weiter erreicht sein sollen. Englischunterricht scheint mir inzwischen weitgehend reduziert zu sein auf ein: Englisch verstehen und sprechen und lesen können. Vielleicht ist das auch okay. In meiner Studienzeit wurde in der Fachdidaktik thematisiert, warum am …

Konzentriertes Arbeiten im Klassenzimmer

In einer Klasse musste ich neulich Aufsicht führen für eine Lehrkraft, die absehbar verhindert war und deshalb einen Arbeitsauftrag in Form eines umfangreichen Arbeitsblattes hinterlassen hatte. Theoretisch ist es so, dass man in solchen Fällen Aufträge hinterlassen soll; tatsächlich funktioniert das nur so mittel – die Kollegen, mich eingeschlossen, sind da nicht diszipliniert genug, und nicht alle Schülerinnen und Schüler sind es gewohnt, allein zu arbeiten. Diese Klasse war es jedenfalls nicht gewohnt. Also habe ich – erst einmal mit einer anderen Klasse, aus organisatorischen Gründen – etwas ausprobiert: Jede Schülerin, jeder Schüler musste sich etwas mitnehmen, um sich vierzig …

Wege zur Hochschulreife, Prüfungsanforderungen I‑II-III

Stichwörter: Abitur, externe Bewerber, Begabtenabitur, Einheitliche Prüfungsanforderungen Abitur, mündliche Prüfungen In Bayern gibt es viele Wege zur Hochschule. Die allgemeine Hochschulreife kriegt man mit dem Abschluss des Gymnasiums oder der Beruflichen Oberschule; die fachgebundene mit der Fachoberschule. Einen allgemeinen Hochschulzugang erhält man – nach einem Beratungsgespräch – auch als Handwerksmeister oder Absolvent einer Fachakademie oder Fachschule. Einen fachgebundenen Hochschulzugang gewährt eine Hochschule auch jemandem mit Berufsausbildung und Berufspraxis, nach einem Beratungsgespräch und einem bestandenen Prüfungsverfahren, das in der Hand der Hochschule liegt (Link zu KuMi). Man kann die allgemeine Hochschulreife auch über das Begabtenabitur erreichen: Dazu braucht man eine abgeschlossene …