Wochenrückblick, Schulcontent

BigBlueButton getestet mit Freiwilligen aus meinem Oberstufenkurs, andere testeten gleichzeitig mit einem anderen Kurs. Nur mal so, sicherheitshalber.

Fortbildung zu BBB gegeben – was heißt Fortbildung: Eingeladen zu Sitzung, das war’s fast schon, alles weitere ist Bonus.

Fachsitzung gehabt, leider in Präsenzform, weil nicht jeder seine Post vom Kultusministerium liest, in der steht, dass vor allen Gremiensitzungen und ähnlichen zu prüfen ist, ob das wirklich in Präsenzform stattfinden muss.

Erklärvideo zu unserer Schulcloud erstellt. Würde gerne mehr Videos erstellen (erstellen mag ich, anschauen nicht), aber mir fehlt die Zeit.

Schülersprechstunde gehabt: Frau Rau hat, vermutlich bei einem Vorbild bei Twitter, mal erfahren, dass jemand seine oder ihre Schüler und Schülerinnen zu kurzen Sprechstunden-Gesprächen einlädt, ab Anfang des Schuljahrs, um sie ein bisschen kennenzulernen und Gelegenheit für Fragen zu bieten. Und das schlägt sie mir, behutsam, immer wieder mal vor, oder ich empfinde das so – jedenfalls habe ich das jetzt endlich gemacht und mache Termine mit allen aus meinem Elftklass-Deutschkurs aus. Stellt sich heraus: Bis jetzt machen alle anstandslos mit, und einige haben richtig Gesprächsbedarf. Und ich frage, wie sie zu meinem Fach stehen und zu anderen, wie’s in der Schule läuft, ob sie Zeit genug dafür haben, ob sie Pläne haben, alles hoffentlich freiwillig genug, so dass niemand antworten muss.

So sehe ich auf dem Weg zur Schule gerade aus:

Hat etwas düster Superheldenhaftes, finde ich, und jetzt verstehe ich, was die jungen Leute an Hoodies so finden.

Schönes Fundstück von Ludger Humbert, hier als Screenshot, da das Original inzwischen ausgebessert ist:

Es geht um die erste Zeile, wo “zehn Arten von Menschen” den Witz ja völlig kaputt macht. Denn es müssen “10 Arten von Menschen” sein, weil im Binärsystem die 10 die Zahl 2 (in unserem Dezimalsystem) repräsentiert. Aber ein wohlmeinender Redakteur hat die 10 in “zehn” umgewandelt, weil man im Deutschunterricht und vielleicht auch auf der Journalistenschule lernt, dass Zahlen unter 13 ausgeschrieben werden. Ich sehe das auch immer in Deutsch-Aufsätzen, wo den Schülern und Schülerinnen jede Zifferzahl unter 13 ausgebessert wird. Selber bin ich da flexibler, und selbst Wolf Schneider sieht das ebenso. Grundsätzlich stimmt die Regel natürlich schon. Aber bei einem Countdown finde ich Ziffern in Ordnung, und immer dann, wenn Exaktheit signalisiert wird, und “zehn bis 15 Minuten” zu schreiben finde ich affig.

Apropos Fundstücke, das folgende habe ich auch im Lehrerzimmer ausgeteilt. Ich weiß leider nicht mehr, bei wem auf Twitter ich das gefunden habe. Moniert wurde bald, dass Frostblumen ohnehin stets außen innen am Fenster sind.

Tatsächlich musste ich das Konzept “Pimmelnase” erklären, und wie Bingo geht. (Wer zuerst wahrheitsgemäß 5 in einer Reihe, orthogonal oder diagonal, angekreuzt hat, gewinnt.) Ich vergesse immer, dass nicht alle auf Twitter sind.

8 Antworten auf „Wochenrückblick, Schulcontent“

  1. Blitzartiger Gedanke bei „… leider in Präsenzform, weil nicht jeder seine Post vom Kultusministerium liest, …“: The revolution will not be televised.

    Obacht bei schwarzem Hoodie, Sie könnten als Linksfaschist durchgehen.

  2. Mein Hoodie ist glücklicherweise gar nicht so schwarz, sondern Tweed, und mit Ellenbogenschonern. Wenn ich die Kapuze nicht trage, sehe ich gleich wieder sehr seriös aus.

  3. Verzeihung, mein Fehler, und danke für den Hinweis. Ich habe es oben ausgebessert: Frostblumen können ohnehin nur innen sein, nie außen. So war’s gemeint – ob es stimmt, weiß ich allerdings nicht.

  4. Feuchte Innenraumluft kondensiert langsam an der Innenseite kalter Fensterscheiben. Da heutzutage jeder doppelt und dreifach verglaste Fenster hat, sieht man das nicht mehr häufig. Am ehesten an sehr kalten Tage auf der Innenseite der Autofrontscheibe. Manchmal kommt es bei Feuchtigkeit zwischen den Wohnungsfensterscheiben zu Eisblumenbildung an der Innenseite der äußeren Scheibe.
    Draußen: kalte Luft mit geringer relativer Luftfeuchtigkeit, Phasenübergang bei Rau(!)reifbildung in rascher Abkühlung, dieser aber dann nicht als Eisblume, sondern als Eisschicht siehe Auto-Kratzbürstigkeiten im Winter.

  5. Hach, da kommen Erinnerungen hoch.

    Damals in den 90ern im alten unsanierten Schulgebäude, das war manchmal ein Spaß wenn man als Schüler an der Reihe war, mit dem Lappen auf dem Fenstersims das ganze Wasser aufzunehmen, das dort als Kondenswasser herumstand, damit es nicht auf den Teppich fließt und diesen ruiniert.…

    Apropos 90er:
    Dieses Jahr ist das Jahr 2050 so weit entfernt wie das Jahr 1990. Komischer Gedanke. Bei 2050 denkt man es sei ewig hin, aber 1990 ist ja gefühlt noch nicht soooo ewig her.

    Lustiges Bingo jedenfalls!
    Den Begriff Pimmelnase finde ich gut (ich kenne die Zeichnung auf der er vermutlich basiert) und auch in seiner Derbheit ist er sehr passend, weil das Verhalten das er beschreibt mit dem das er als bildhaften Vergleich verwendet hinsichtlich seiner Unangebrachtheit IMO in diesen Zeiten gut vergleichbar ist.

    Gruß
    Aginor

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