Zu abstrakt?

Schultafel mit abstrakten Gliederungen

<small>(Zu unsauber, höre ich gleich den ersten Kommentar. Zugegeben. Ich habe die Tafel so von der geschätzten Kollegin übernommen.)</small>

Meine Neuntklässler müssen gerade Essays schreiben, und die sind ja freier im Aufbau als die Erörterungen, die sie bisher gewöhnt sind. Das stellt sie vor heilsame Schwierigkeiten. Sie müssen selber entscheiden, welche Struktur sie ihrem Aufsatz geben, und dass er Struktur haben muss, das habe ich ihnen ausreichend klar gemacht. (Was mit Struktur eigentlich gemeint ist… das dauert sicher noch etwas, bis das klar ist.)

Die Modelle A bis F habe ich auf der Tafel skizziert. Modell A ist das, was passiert, wenn Schülerinnen und Schüler sich gar nicht um die Gliederung kümmern: Einleitung und Schluss, dazwischen eine Aneinandererreihung kaum verbundener Gedanken. Modell F ist zu fisselig. Modell B: Eine Zweiteilung – Vorteile/Nachteile, Privat/Öffentlich, Schüler/Lehrer. Modell C: Eine Dreiteilung – Frühstück/Mittagessen/Abendessen, Eltern/Lehrer/Schüler. Modell D: Vierteilung  – Frühling/Sommer/Herbst/Winter, Modell E: nähert sich schon wieder der bloßen Reihung.

Im Moment habe ich viel zu tun, deswegen lasse ich die Schüler mehr schreiben und einander die Aufsätze korrigieren. Das sollen sie eh lernen, ist aber gar nicht so leicht. Und das mit der Struktur… schauen wir mal, was sich ergibt, wenn sich Schülerinnen und Schüler bewusst für eien Zwei-, Drei-, Vierteilung ihres Hauptteils entscheiden, statt das gelernte und nicht wirklich verstandene Schema der anderen Aufsätze anzuwenden.

Tagged: Tags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.