Licht im Tunnel, Calliope-Vorlesung, Glühwein

Im Moment bin ich ein kleines bisschen im Stress. Das heißt, ich sehe jetzt schon wieder Licht. Die letzten vier Wochen war ich ständig am Korrigieren, Unterricht habe ich nur so notdürftig wie möglich vorbereitet – immer noch bemüht, aber leider nicht so gründlich, wie ich gerne hätte.

Außerdem war ich krank, erkältet, so sehr, dass ich einmal die Didaktik-Vorlesung ausfallen lassen musste. Weil das eine System zur Kursverwaltung neu ist und nicht richtig funktioniert… also gut, Bedienerfehler, wohl… und das andere System, Moodle, gerade aus anderen Gründen nicht richtig funktioniert, ging meine Nachricht über die ausfallende Veranstaltung leider nicht an alle heraus, sondern nur an mich selber als Veranstaltungsleiter.

So warteten die Studenten und Studentinnen vergeblich auf mich, und ich wurde durch einen Telefonanruf zu Hause überrascht, auf den ich mich wie immer befremdlich mit einem skeptischen “Hallo?” meldete. Bei mir ruft sonst nie jemand Unbekanntes an; die Namen hinter den anderen Nummern werden im Display angezeigt. Es waren die Studierenden, die sich ein Herz gefasst und mich gegoogelt hatten und im Impressum meines Blogs auf meine Telefonnummer gestoßen waren. (Nicht meine Haupt-Telefonnummer übrigens, sondern eine zweite Nummer für den gleichen Apparat, die sich jederzeit ändern lässt. Ich glaube, die hat bisher noch nie jemand gewählt.)

Es sei nicht so schlimm, sagten sie, und sie gingen dann eben zum zweihundert Meter entfernt gelegenen Christkindlesmarkt am Chinesischen Turm. Von dort aus posteten sie ein Gruppenfoto bei Moodle – wie schön! Und sie hätten nur über didaktische Themen geredet, sagten sie.

Gestern habe ich dafür alle, die mitkommen wollten, auf dem dem Christkindlesmarkt zu Glühwein oder alkoholfreiem Punsch eingeladen. Gruppenfotos gemacht, hier ist eines zum Veröffentlichen:

Links oben: der Calliope-Koffer

Auf Wunsch der Studenten und Studentinnen gab es dann auch eine entsprechende Moodle-Badge für alle, die dieses oder letztes Mal dabei waren:

Badge “Heimeliges Heißgetränk”

(Andere Badges gibt es sonst für zu erledigende Pflichtaufgaben während der Vorlesung.)

- Davor haben wir 90 Minuten mit der Calliope mini gespielt. Anscheinend habe ich noch nie wirklich über die Calliope geschrieben? Das überrascht mich aber doch, ich habe immer wieder damit gearbeitet; muss ich unbedingt nachholen. Kurz: Die Calliope ist ein kleiner, leicht programmierbarer Minicomputer mit allen möglichen Sensoren (Beschleunigung, Lage, Temperatur, Lautstärke, Helligkeit, zwei Knöpfe) und Ausgabemöglichkeit (eine 5x5-Matrix aus roten LED, eine LED für beliebige Farbe, Lautsprecher für kleine Musikstücke). Außerdem können die Calliopes untereinander über Funk kommunizieren.

Meine Schule hat zwei kleine Köfferchen voller Calliopes für den Einsatz im Computerraum:

Einen hatte ich mir ausgeliehen und die Studenten und Studentinnen darum gebeten, Rechner mitzubringen. Die didaktische Auswertung und Diskussion der Einsatzmöglichkeiten steht noch aus, das kommt nächstes Mal, aber die Bastelzeit war eine gute Idee. Die Calliope macht auch in diesem Alter Spaß – und es gab endlich mal Gelegenheit, die Kommunikation der Rechner untereinander zu testen. Das ging etwas durcheinander, weil bald alle auf den gleichen Kanälen sendeten und empfingen. Aber auch das war lustig.

2 Antworten auf „Licht im Tunnel, Calliope-Vorlesung, Glühwein“

  1. H. hat auch einen Calliope zu Hause und hatte ihn seiner ehemaligen Schule dringend anempfohlen, zu finanzieren über den Förderverein.
    Aber wenn man selbst nicht mehr vor Ort ist …

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