Coraline: Das Spiel

Kurzfassung zur Erinnerung: Statt über die Englischlektüre Coraline von Neil Gaiman mit meiner 9. Klasse zu sprechen, programmiere ich mit der Klasse ein Textadventure dazu. Der Code ist von mir, die Beschreibungen der Räume und Objekte stammen weitgehend von den Schülern und Schülerinnen, die sich dazu aus aus dem Buch bedient haben. (Mehr Einzelheiten hier.) Das Spiel ist jetzt zwar noch nicht ganz fertig, aber ziemlich weit gediehen (mehr als 22000 Wörter) und bis zu einem oder mehreren Enden spielbar. Das hat Lust auf mehr gemacht, ich sehe auch eine das Schulbuch begleitende Möglichkeit für meine 7. Klasse, und irgendwann …

Synology-NAS in der Schule

Ich habe ja selber ein kleines NAS zu Hause (Blogeintrag). Aber so etwas gibt es auch in groß, etwa für eine ganze Schule. Das ist dann ein relativ leistungsfähiger Rechner mit großer Festplatte und geeigneter Software darauf, auf den gleichzeitig viele Benutzer über verschiedene Internetprotokolle – insbesondere https, also mit einem Browser – zugreifen können. Man könnte auch Cloud dazu sagen, es ist zumindest ein Wölkchen. Zuerst könnte das weite Teile sonstiger schulischer Infrastruktur ergänzen, später vielleicht sogar ersetzen. DiskStation Manager DSM: Das zentrale Browser-Desktop Im Browser sieht das für den angemeldeten Benutzer aus wie ein Desktop, den man aus …

Neil Gaiman, Coraline, als begehbarer Text

Coraline als Buch Ich habe vor, uh, sechzehn Jahren schon mal einen Blogeintrag dazu verfasst, und aktuell ist das die Englischlektüre in meiner 9. Klasse. (Damals eher 8.) Inzwischen gibt es auch eine Verfilmung, und ich glaube, ich lese das Buch tatsächlich zum ersten Mal mit einer Klasse. Es kommt gut an, auch mir gefällt es weiterhin gut. Die Handlung: Coraline lebt mit ihren Eltern in einer Hälfte eines älteren Hauses; es gibt eine verschlossene Tür im Wohnzimmer, hinter der aber nur Mauer ist – das Haus ist vor Zeiten mal in zwei Teile getrennt worden. Coraline verschlägt es durch …

Ausprobieren von Erklärvideos (Git und BlueJ)

Weil die Q11 bald nach den Osterferien ohnehin mit einem Programmierprojekt begonnen hätte und weil ich ihnen dazu Git vorstellen wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt, mit Software zum Erstellen von Erklärvideos zu arbeiten. Ich mache das schon länger, wollte mich jetzt aber etwas gründlicher damit beschäftigen. Hardware Meine Hardware dazu: Eine uralte Webcam, die ich in meinem Regal gefunden habe und die gleichzeitig auch das Mikrofon darstellt. Mein Hauptrechner ist zwar ein Laptop mit Kamera (von Mitte 2013, im Herbst 2016 einmal zur Reparatur gebracht ), aber der steht unter dem Tisch, so dass ich davon nichts habe. Software …

Superrationalität, Funkersprache, CSMA/CD

Ich weiß zwar nicht, was das bedeutet, aber ich kann ja mal einen Blogeintrag darüber schreiben. Vielleicht weiß ich danach mehr. Es wird a bissele was für Nerds werden, Verzeihung. Superrationalität bei Hoftstadter Neulich, vor vier Wochen vielleicht, las ich bei Twitter einen Beitrag, ich glaube, es war eine Abstimmung. Da musste man für eine von 4 Optionen stimmen, ohne die bisherigen Stimmabgaben zu kennen, und Ziel war, eine ganz bestimmte gegebene Reihenfolge am Ende zu haben, also A B C D von mir aus. Wie soll man stimmen, wenn das das Ergebnis sein sollte, und man den aktuellen Stand …

Bombenkoffer, Erprobung

Vorgestern brachte die Entwicklerin drei Prototypen ihrer Bombenkoffer mit (Hintergründe hier) und probierte aus, wie Schülerinnen und Schüler meiner 9. und meiner 11. Klasse damit zurechtkommen. Jeder Koffer besteht aus einem Timer und einer Anzahl von ansteckbaren Modulen, die innerhalb der einstellbaren Zeit einzeln entschärft werden müssen, wobei nur eine kleine Zahl an Fehlern gemacht werden darf. Dabei haben die Spielerin oder die Spielerinnen am Koffer keinen Zugriff auf das Entschärfungshandbuch – das haben nur die anderen Spieler, die dafür die Bombe nicht sehen. Informatische (und andere) Inhalte: Flussidagramme und logische Schaltungen mit einfachen Logikgatter-Kombinationen lesen können; Morsesystem; Binärzahlen; Schiebregister; …

Informatik-Escape-Room, und andere Schnitzeljagden

Escape Rooms gibt es auch für den Einsatz in der Schule; im Web findet man sie häufig auch unter dem Stichwort “Edu-Breakout”. An der Uni Potsdam entstand in zwei Semestern am Lehrstuhl für Didaktik der Informatik ein Escape Room für Informatik-Inhalte – gedacht für 1–6 Teilnehmer, ab 10. Jahrgangsstufe, Dauer 90 Minuten: https://www.cs.uni-potsdam.de//room‑x/files/Fall181120/ Man kann auf der Seite eine ganze Menge Material dazu herunterladen, wenn auch ein wenig unübersichtlich. Das liegt auch daran, dass es neben der ursprünglichen Version 1 eine etwas gekürzte und gestraffte Version 2 gibt. Wenn man alles zusammengesucht und zusammengebaut hat, kriegt man diesen übergroßen Schuhkarton: …

Hack the Web: Unterrichts- und Fortbildungsformat?

Vor ein paar Wochen war in meiner 9. Klasse in Informatik nach einem Test noch eine Stunde Zeit; Wiederholung und Vertiefung passte danach nicht. Glücklicherweise hatte einer der Praktikanten eine schöne Idee: Er hatte als Projekt eine Webseite erstellt mit gemischten kleinen Aufgaben aus der, hm, Web-Bearbeitung? Informatik? Angewandten Informatik? – Benutzer legen sich dabei ein Konto an und haben dann 30 Minuten Zeit, auf Hack the Web möglichst viel Aufgaben zu lösen und viele Punkte zu erreichen. Die Punkte kann man dann auf einer High-Score-Liste vergleichen. So ähnlich habe ich das als “Capture the Flag” mal auf einer Fortbildung …

Programmierhormone und der weihnachtlich-neujährlichen Komplex

Schön die Familienfeiern, nicht so schön, dass ich zu korrigieren hatte. Ich werde auch nicht schneller dabei, der Widerwille wächst, und ich zweifle am Sinn vieler meiner Prüfungen. Aber dafür gib es immer wieder neue Möglichkeiten, mich abzulenken. In der ersten Hälfte der Weihnachtsferien war es das Programmieren: Erdnussflips kommen mir nicht ins Haus, weil ich da immer gleich die ganze Tüte auf einmal esse. Und auch beim Programmieren muss ich vorsichtig sein: Wenn ich nicht aufpasse, habe ich mich plötzlich tagelang nicht rasiert oder angezogen und keinen Kontakt zur Außenwelt, von Frau Rau abgesehen. Aber es geht mir gut …

Licht im Tunnel, Calliope-Vorlesung, Glühwein

Im Moment bin ich ein kleines bisschen im Stress. Das heißt, ich sehe jetzt schon wieder Licht. Die letzten vier Wochen war ich ständig am Korrigieren, Unterricht habe ich nur so notdürftig wie möglich vorbereitet – immer noch bemüht, aber leider nicht so gründlich, wie ich gerne hätte. Außerdem war ich krank, erkältet, so sehr, dass ich einmal die Didaktik-Vorlesung ausfallen lassen musste. Weil das eine System zur Kursverwaltung neu ist und nicht richtig funktioniert… also gut, Bedienerfehler, wohl… und das andere System, Moodle, gerade aus anderen Gründen nicht richtig funktioniert, ging meine Nachricht über die ausfallende Veranstaltung leider nicht …