Gesammelte Chatbot-Kurzgrantlerei

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Meine Einstellung zu Chatbot-Nutzung wird immer ablehnender.

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„Use it or you lose it.“ Wer Chatbots nutzt, wo es Alternativen gibt, hat bald keine Alternative mehr. Und sorgt dafür, dass ich dann früher oder später auch keine mehr habe; schönen Dank auch, Lauf der Welt. (Dinge ändern sich, ich weiß.)

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Neulich sollten SuS in einem Kurs geeignete Sachtexte als Quellenmaterial recherchieren. Ich ewähnte es bereits mal: Sie stießen auf eine Farm von Chatbot-Seiten, ohne sie als solche zu erkennen. (Hier und hier und hier.) Hätte es ihnen etwas ausgemacht, wenn sie das erkannt hätten? Vielleicht nicht. Wo ich mich bereits nach einem kurzen Überfliegen angewidert abwende (Heile-Welt-Bilder mit rosigem KI-Schimmer, völlige Abwesenheit einer erkennbaren, geschweige denn authentischen Person, Floskeln), sehen sie vielleicht nur Text, wovon der eine so gut wie der andere ist. Sie müssten also erst einmal lernen, was diese Texte schlecht macht und warum sie ihnen nicht gut tun.

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Tut mir ein Text, der vom Chatbot erstellt wurde, und den ich nicht als solchen erkenne (weil der Chatbot so gut ist oder ich so schlecht bin oder der Text sorgfältig überarbeitet wurde), denn überhaupt weh? Analogiefrage: Tut mir ein billiger Wodka, den ich statt des bestellten teuren erhalten habe, und den ich nicht als solchen erkenne, überhaupt weh? (Ich trinke kaum Wodka und erkenne sicher keine Unterschiede, höre nur gelegentlich, dass Fachleute durchaus dazu in der Lage sind.) Einer vielleicht nicht. Zwei oder drei, vielleicht eher? Ab wann wird der Fuselalkohol ein Problem?

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Bestmögliches Szenario für die Zukunft: Es gibt ein Web für die Seiten von Telefondesinfizierern (und Desinfiziererinnen) und anderen Unsinnsjobs, die können gerne vom Chatboy geschrieben werden. Die wären auch so vielleicht voller Heile-Welt-Bilder mit rosigem KI-Schimmer, unter der Abwesenheit einer erkennbaren, geschweige denn authentischen Person, und voller Floskeln. Diese Seiten werden so oder so von Menschen gelesen werden, die genau das wollen. Und es gibt ein Web für Seiten von Menschen für Menschen. Man müsste das nur trennen können und eine Suchmaschine für letzteres haben. Müssen wir alle ins Dark Web gehen?

(Ja, ich weiß, was Gesellschaften passieren kann, die auf Telefondesinfizierung verzichten.)

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An meiner Tür hängt vorläufig das, bis ich etwas Besseres finde:

(Das ganze im Anti-Kernkraft-Design: ist nicht so einfach, da als Marke eingetragen, wenn auch wohl mit sinnvollen Konditionen.)

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Georg Passig erzählt im Techniktagebuch von der Erprobung eines Spectrum Analyzer während Prüfungen an der Universität. Das sind Geräte, die messen können, ob sich in der Nähe ein eingeschaltetes Smartphone oder Bluetooth-Gerät befindet. In der Nähe heißt: maximal eineinhalb Meter. Viele Schule liebäugeln ebenfalls mit solchen Geräten, sie sind teilweise wohl auch schon im Einsatz.

Ich möchte eigentlich nicht regelmäßig in Prüfungen mit einem Detektor durch die Gänge gehen. Besser wäre Einsicht bei den SuS, dass das kein minderschweres Delikt, sondern Betrug ist, der auch unter SuS geächtet sein müsste. Solange SuS aber dazu angehalten werden, Chatbots differenziert zum Lernen zu nutzen, halte ich das für schwer, weil differenziert allein schon mal schwer ist. Hier ein interessanter Beitrag dazu: Opinion: I Was Not Allowed To Type Prompts Into ChatGPT During My Chalk Talk And This Is Discrimination.

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Vorgeschlagene Alternativen zur Bezeichnung Rant oder Kleint-Rant als Nachtrag: Tirade, Schimpfung, Meckermoment, Quengel-Quietscher. Außerdem: Krückstockgefuchtel, Kurznörgelei, Onlinemoserei, Knurrpost, Netztirade, Keifrede, Quengelausbruch, Wortkoller, Elektrogemecker, Suada, Gemaule, Ausbruch, Gemeckere, Microburst, Motzmanifest, Grantelgewitter.


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