Rollenspielen 2026
Am Freitag ein paar Stunden nach der Schule durfte ich wie schon seit vielen Jahren jedes Wochenende Anfang November beim Rollenspiel mitmachen, Pen and Paper, Call-of-Cthulhu-Kampagne seit 1932 oder so, in einer parallelen Zeitlinie. Inzwischen ist November 1943, wir kämpfen weiter gegen Nazis und okkultes Treiben. Diesmal waren wir gerade vom Rückweg von Malta (Rollenspielen 2025), über Tunis und Casablanca, als wir zu einem überraschenden Einsatz in Südafrika gerufen wurden. Also machten wir uns dorthin auf und lösten in Clanwilliam (damals 2500 Einwohner, heute dreimal so viel) das Rätsel um geheimnisvolle Alpträume und Wesen aus den Traumlanden.

Im Bild sieht man uns über eine originale Wehrmacht-Karte gebeugt. Schon etwas gruslig.
Quitten 70 Kilo
Vom Rollenspiel fuhr ich Montag vormittag direkt zu meinen Eltern, die dieses Jahr wirklich zum letzten Mal ihre tolle Quittenmarmelade machen würden und denen ich dabei half. (Bilder 2024.) Die Quitten waren deutlich weniger saftig und mit geradezu angebackenem Flaum, ich hatte die Aufgabe, sie zu schneiden, meine Mutter garte sie in zwei Schnellkochtöpfen, mein Vater presste sie dann in einem Gerät (das schon einer Weile nicht mehr richtig funktioniert) aus, der Saft kam in Behälter, ich trug den Rest zum Müll. Ab nächstem Jahr übernehme ich das Herstellen der Quittenmarmelade ganz.
Zuhause dann Frau Rau geherzt.
Pastakurs
Am Dienstag mit Frau Rau zum Schwimmen gefahren, und am Abend mit Frau Rau zu einem Pastakurs im Eataly gefahren, das war ein Geschenk von ihr für mich. Schwerpunkt Cacio e pepe, Carbonara und Amatriciana, außerdem machten wir die Pasta selber.
Vermutlich ist das mit Cacio e pepe wie damals beim C64 bei einem Sidescroller namens Skramble oder einem Vorläufer davon: da kam ich auch nie an einem bestimmten Hindernis vorbei, bis ich jemanden das ganz einfach passieren sah, woraufhin es mir auch nie wieder Schwierigkeiten bereitete.
Stuttgart, Wielandshöhe
Am Mittwoch mit Frau Rau nach Stuttgart gefahren, in der Wielandshöhe essen gewesen. Die Wielandshöhe ist gleichzeit eine Haltestelle der Zahnradbahn dort, wie cool ist das denn. Die Zahnradbahn sieht für mich als Laien aus wie eine normale Stadtbahn, aber man merkt beim Fahren schon, dass etwas anders ist. Wir haben sehr gut gegessen, es hat mich gefreut, dass das beste Gericht die Linsen waren, und mein Schmorfleisch möchte ich auch einmal so zart und saftigweich hinkriegen. Hier ein Foto von mir auf der Toilette:

Stuttgart, Staatsgalerie
Am Donnerstag waren wir dann noch in der Staatsgalerie Stuttgart. Spannende Sachen gesehen, Piraten- und Ruinenstücke, aber auch etwas Modernes wie das Werk „And then I found, that the world is round (Und dann fand ich, dass die Welt rund ist)“ von Martin Kippenberger aus dem Jahr 1983. Es besteht in Mischtechnik auf Leinwand vor allem aus nicht eben gut, aber doch eindeutig zu lesenden Buchstaben.
Erstens finde ich die Übersetzung holprig, finden ist nicht nicht das gleiche wie herausfinden. Vermutlich gehört die Übersetzung nicht zum eigentlichen Titel, sondern ist vom Museum hinzugefügt? Zweitens ist das Komma vor dem Nebensatz falsch, oder sagen wir: nach heutigen Gepflogenheiten eher unüblich. Aber im Englischen ist man da flexibler. Aber drittens und vor allem bilden die Buchstaben des Kunstwerks den lesbaren Text: „AND THEN I FOUND THAT THE WORD IS r.“ Word, nicht World. Also was jetzt, ist das alles Absicht? Ein unaufmerksamer Künstler, der einen Buchstaben vergessen hat und das dann selber im Titel korrigiert? Museale Kulanz? Ein Spiel mit der Diskrepanz von Titel und Dargestelltem? Primat des Bildes über das Wort? Das kann man mir doch nicht einfach so vorsetzen!
Mit word statt world ist das übrigens viel schöner.
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