Bachmannpreisgucken in der Oberstufe

Anfang Juli finden jedes Jahr die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt, in deren Rahmen vor allem der Bachmann-Preis verliehen wird. Sieben Juroren schlagen dazu jeweils zwei Autorinnen oder Autoren vor, die eine unveröffentlichte Geschichte oder einen Romananfang mitbringen und dort vor den Jurorinnen und dem Publikum vorlesen. Nach jeder Lesung reden die Juroren dann kurz über das Werk. Und das alles live, vor Publikum, und im Fernsehen übertragen.

Drumherum gibt es ein wenig Folklore für die Schlachtenbummler des Bachmannpreises (Bachmannpreisschwimmen und Bachmann Song Contest) und die Automatische Literaturkritik (Startpunkt für Recherche). Eine Doppelstunde für die Schule ist da immer drin. Diesmal habe ich den Gewinnerbeitrag gezeigt, Nora Gomringer mit „Recherche“: Auf der ORF-Seite dazu gibt es den Vorstellungsfilm der Autorin, ihre Lesung, und die Jurydiskussion danach.

Für ein großes Public Viewing in der Schulaula gibt es vielleicht nicht genug Interessenten, aber so zum Schuljahresende ist das für Schülerinnen und Schüler sicher eine schöne Abwechslung selbst von meinem Unterricht. Aber sie sehen da auch, wie man über Literatur reden kann.

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4 Thoughts to “Bachmannpreisgucken in der Oberstufe

  1. Da schau an. Die Welt ist ein Taschentuch. (Spanische Redewendung.)
    Ich habe mir die anderen Beiträge nicht angeschaut, kann also nicht vergleichen. Frau Rau erzählt mir nur davon, und dem Publikum (als „8. Juror“ bezeichnet) hat der Gewinnerbeitrag auch sehr gut gefallen.

  2. Die Dame hat auf jeden Fall literarisches Potenzial, wenn sie innerhalb weniger Tage, nachdem sie die Einladung bekommen hatte, diesen Text schreiben kann.
    Mal schauen. Bin echt gespannt.

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