Gefundenes Gedicht

In den Münchner S‑Bahnen gibt es Reklametafeln, und die sind oft nicht vermietet und werden deshalb von der Deutschen Bahn mit einem erbauendem Spruch versehen – gerne nennen sich diese Sprüche “Chinesische Weisheit” oder “Arabisches Sprichwort”, und immer sind sie grottenschlecht. Tausendmal besser die Sprüche in den Muskote-Filterpapierchen. In Wagen 189 der S4 um 07.10 Uhr am 12.12.2001 sah ich dann folgenden Spruch, durch üble Schmierei verwandelt: Nun soll man ja bekanntlich nichts in S‑Bahn-Wagen schmieren. Im Deutschunterricht geht das aber, also zeigte ich Schülern der elften Klasse den geänderten S‑Bahn-Spruch, und gab ihnen Gedichte von Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, …

Owed to the Spelling Checker

Man kann ja mal die Schüler drüber gehen lassen, vielleicht bringt’s was für die Grammatik: Candidate for a Pullet Surprise I have a spelling checker, It came with my PC. It plane lee marks four my revue Miss steaks aye can knot sea. Eye ran this poem threw it, Your sure reel glad two no. Its vary polished in it’s weigh. My checker tolled me sew. A checker is a bless sing, It freeze yew lodes of thyme. It helps me right awl stiles two reed, And aides me when eye rime. Each frays come posed up on my screen …

Burma Shave

Das erste Mal bin ich wohl in einem Johnny-Hart-Cartoon darauf gestoßen (“Neander aus dem Tal” / “B.C.”). Dort rollt einer den Berg hinunter und liest nacheinander die Schilder: “Kurve scharf / Abfahrt wild / Schau auf die Straße / Nicht aufs Schild”. So etwas merke ich mir, ich weiß auch nicht warum. Dann kamen mir immer wieder mal Hinweise auf “Burma Shave” unter, nicht zuletzt etwa bei dem gleichnamigen Lied von Tom Waits. Oder bei Thomas Pynchon, Gravity’s Rainbow, S. 65 meiner Ausgabe (ich hab’s nie zu Ende gelesen, aber wohl immerhin mal bis dorthin geschafft). Das war Jahre, bevor …