Weihnachtsmarkt in der Schule

Heute am Nachmittag und frühen Abend war Weihnachtsmarkt in der Schule. An anderen Schulen gibt es so etwas schon länger, unsere Schüler wollten das auch haben, die Schülervertreter haben es vorgeschlagen, die Schülern selbst organisiert. Die Kommunikation hat nur mäßig geklappt, weder Schülern noch Lehrern war klar genug, wer wofür verantwortlich war. (Ich bin für Lehrerpaten für SMV-Projekte, die die Schüler beraten und Kontakt zur Schulleitung und zum Kollegium halten.)

Und so gab es bei allen Parteien vorher Gemurre, aber das Ergebnis war dann doch sehr schön. Es gab Schokofondue, Armschmuck, umherziehende Losverkäufer, Zuckerwatte, Plätzchendekorieren, Früchte in Schokolade, kostenlose Umarmungen, Weißwürste. Jede Klasse hatte sich etwas einfallen lassen sollen. Ganz beliebt auch die Fotos mit dem Weihnachtsmann und den Engerln. Das auf dem Knie des Weihnachtsmannes bin ich:

Keines meiner schicksten Fotos, aber tolle Idee.

Vermisst habe ich allerdings Live-Musik, also: Gesang. Ein Haufen marodierende Sänger hätte für Stimmung gesorgt und viel Geld einsammeln können, und sei es fürs Weiterziehen. Das Hauptthema war Essen, und ich war ja auch hungrig nach einem langen Schultag mit Nachmittagsunterricht. Aber es war schön, dass viele Klassen auch an anderes gedacht hatten. Neben dem Foto oben und verschiedenen Plätzchen habe ich noch selbst gebastelte Weihnachtskarten und Kerzen gekauft.

Das Problem bei solchen Veranstaltungen: Wer bleibt als Lehrer da und macht Aufsicht? Für die Schüler ist der Weihnachtsmarkt freiwillig, aber ein paar Lehrer müssen verbindlich da sein und aufpassen. Bin gespannt, wie das mit dem Aufräumen klappt; ich bin nicht bis zum Ende geblieben. War aber sehr schön.

10 Thoughts to “Weihnachtsmarkt in der Schule

  1. Die sind gewollt, da ich sonst die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten haben müsste, bevor ich die Bilder online stelle. (Die Mädchen habe ich zwischen Tür und Angel gefragt.)

    Das große Aufräumen zum Schluss hat wohl tatsächlich grandios nicht geklappt.

  2. Das Aufräumen klappt meistens nicht – nicht nur bei solchen Veranstaltungen. Das macht nämlich Arbeit und nicht nur Spaß, und zu allem Überfluß *nach* der Veranstaltung, also ohne die darüber hinwegtröstende Vorfreude …

  3. Also die Idee, einen Weihnachtsmarkt zu machen, finde ich toll. Muss ich direkt mal meiner Tochter vorschlagen (für die nächsten Jahre). Auch eine Methode, die Klassenkasse aufzubessern. War das nur für Schüler und Lehrer oder auch für Eltern und andere Besucher?

  4. Die Idee hatten die Schüler von einer Nachbarschule übernommen. Das ganze war auch für Eltern, deshalb der Termin am späten Nachmittag. Wie gesagt, tolle Idee, aber dran denken: Rechtzeitig Müllsäcke aufstellen!

  5. Auch eine Idee: An unserer Schule gibt’s zwei Wochen nach den Weihnachtsferien einen Basar, auf dem die SchülerInnen unerwünschte Weihnachtsgeschenke loswerden können ;) In diesem Sinne: Frohes Fest!

  6. Ja das wär eig. echt eine nette Idee
    so eine Art Weihnachtsgeschenketauschnachmittag
    sollte man auch mit Pausenbroten einführen
    1. Pause da und/oder da
    eine Pausenbrottauschbörse

  7. Ich hatte immer Mandarinen abzugeben. Musste gar nicht getauscht sein, das wichtigste war, ich wurde sie los. Heute mag ich Mandarinen.

  8. Also ich bin der Meinung, dass die Kommunikation nicht wirklich an der SMV gescheitert ist sondern viel mehr daran, dass die Rundschreiben nicht beachtet worden sind( er gab drei Stück …das erste ca. 2 monate im voraus…)
    Die Lehrer sollten für nichts verantwortlich sein aber ich halte es für selbstverständlic,h dass die Klassenleiter der Unterstufe ihren Klassen unter die Arme greifen bei der Organisation

    Einige Lehrer hätten zu der Zeit sowieso Unterricht gehabt und waren von vorn herein als aufsicht verpflichtend da…
    Und ich denke, dass auch Lehrer am Schulleben teilnehmen sollten und es sollte keine nervende Verpflichtung sein sondern eine Freude….
    und Lehrer verhalten sich nicht wirklich anders nur weil sie keine Aufsicht haben

    Das mit dem Aufräumen war in der Tat ein Problem… sicher Mülltüten häten aufgestellt werden müssen…aber auch dann hätten manche Klassen ihren Stand als Schlachtfeld hinterlassen….was ich ziemlich schade fand…so blieb dann das ganze aufräumen an 15 Schülern und 2 Lehrern hängen…

  9. Hallo SMV! Im Großen und Ganzen stimme ich mit dir überein, aber ein paar Kommentare will ich noch loswerden:

    Die Lehrer, die Unterricht gehabt hätten, hätten bis vielleicht 16.30 Uhr Unterricht gehabt. Da ging der Abend aber erst richtig los. Hätten diese Lehrer eher dableiben müssen als ihre Kollegen? Kaum.
    Ja, Lehrer sollten am Schulleben teilnehmen und solche Veranstaltungen sollten keine Verpflichtung sein, sondern eine Freude. Das galt in der Woche aber schon für Konzert und Gottesdienst. Wieviel Freude kann man Lehrern zumuten? :-)
    Nach größeren Aufräumaktionen kriegen Schüler die erste Stunde frei, Lehrer nicht; Lehrer müssen Stunden vorbereiten, Schüler nichts. („Gestern war …., da konnte ich nicht“.)
    Zumindest vorbeischauen sollten Lehrer aber, und ich glaube, es waren auch viele da. Bis zum Ende dazubleiben, kann man von den Lehrern aber nicht verlangen; hast du ja auch nicht. Das mit dem Aufräumen – da müssen Schüler sich selbst verantwortlich führen. Vielleicht durch ein Geldpfand, das die Klasse nur zurückkriegt, wenn am Schluss aufgeräumt ist?

    Der andere Punkt ist die Kommunikation. Das ist an der Schule ein Problem, nicht mal so sehr in diesem Fall. Lehrer glauben, sie haben etwas erklärt, wenn sie es einmal gesagt haben. Die Schulleitung und die Lehrer glauben, sie haben etwas mitgeteilt, wenn sie etwas ans Schwarze Brett im Lehrerzimmer gehängt haben. Schüler und Lehrer und Schulleitung glauben, sie haben erfolgreich kommuniziert, wenn sie ein Rundschreiben herausgegeben oder eine Durchsage gemacht haben.
    Leider funktioniert das in der Wirklichkeit oft nicht. Das ist vielleicht traurig, aber eine Tatsache. Man verlangt mehr Aufmerksamkeit von den Leuten, als sie zu geben bereit sind. Beim Kommunizieren darf man aber nicht mehr verlangen, als die Leute können. Also muss man entweder seine Leute besser erziehen, die Kommunikationswege ändern, oder mehrfach und nachdrücklich kommunizieren, damit etwas hängenbleibt.
    Wie gesagt, das gilt jetzt nicht speziell für diesen Anlass.

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