Das Einführen ins imperative Programmieren…

…hat heute so etwas von überhaupt nicht geklappt. Keine böse Klasse, aber eine sehr verwirrte. Morgen versuchen wir es noch einmal, und wenn das nicht klappt, lass ich mir etwas Neues einfallen.

Vermutlich bin ich einfach zu komisch. Als ich zwölf Jahre alt war, hat mir mein Vater gezeigt, wie man

10 print “Hallo World!”

schreibt (auf dem PET), und der Rest folgte dann quasi automatisch.

9 Antworten auf „Das Einführen ins imperative Programmieren…“

  1. so ähnlich hats bei mir auch angefangen, nur eben ein paar Jährchen später:
    10 ? “Hallo!”
    Auf dem guten alten Schneider CPC

  2. das Problem kenne ich, das was man selbst sofort und ohne nachdenken verstanden hat, was einem eben zugeflogen ist, kann man einfach nicht erklaeren.

    Ich kenne das zu genuege aus meiner universitaeren lehrerfahrung – was einem beim lernen die meisten Kopfschmerzen bereitet hat lehrt sich am einfachsten und umgekehrt – Ich finde das ganz gerecht

    ;-)

  3. Ja, manchmal haben die Kids wenig “Schnall”, wie sie hier sagen würde. Ich mache dann meistens für ein paar Minuten Fenster auf und lasse sie die neusten Witze erzählen. Wenn richtige Monsterkinder dabei sind, mache ich mit ihnen Liegestützen um die Wette: So nach dem Motto: “Du warst frech, also jetzt 20 Liegestützen zum abreagieren für uns beide.” ;-)
    Pädagogisch natürlich nicht korrekt, aber ganz wirkungsvoll.

  4. > imperative Programmieren…

    Bei diesem unfreundlichen Namen wäre ich auch verwirrt. Benenne das Ganze pädagogisch wertvoll, dann wird alles viel leichter ;-)

  5. Stimmt eigentlich, Stefan. War mir so nie klar geworden.

    Heute habe ich die Folgestunde gehalten, nochmal ganz von vorn. Ging schon viel besser.
    Die Schüler sind dabei auch sehr wissbegierig und wollen bei allem gleich wissen, was das ist und warum das so heißt. Was ist ein Compiler und was ein Interpreter, in welcher Sprache ist Python geschrieben, in welcher Sprache ist C geschrieben, warum gibt es überhaupt verschiedene Sprachen… da muss man aufpassen, welche Wörter man fallen lässt.

    Deswegen habe ich heute eben erst mal Grundlagen erklärt, zu Hause hatte ich dazu eine schlichte Präsentation vorbereitet. Das hat dann auch funktioniert.

    Nächstes Mal wage ich mich dann an Variablen.

    – Dem Kollegen Z. bin ich noch eine Erklärung schuldig, was objektorientiertes Programmieren ist. Klar, dass ich im Unterricht diese Wörter nicht verwende. In der folgenden Jahrgangsstufe dann allerdings schon.

  6. Der Kollege Z. lässt ausrichten, dass er schon noch neugierig ist, was das denn jetzt bedeutet, objektorientiertes Programmieren, auch das “imperative Programmieren”, meint er, wird einem normal Sterblichen offenkundig nicht in die Wiege gelegt. Oder, lässt Kollege Z. fragen, verbergen sich dahinter Sachverhalte, für die man gar keine Fachsprache braucht? (Ihm wurde die Sprachnörgelei anerzogen, er kann nix dafür…).

  7. In diesem Fall ist die Fachsprache tatsächlich sinnvoll. Ich freue mich schon aufs Erklären; schade, dass wir nicht gemeinsam S‑Bahn fahren.
    Ob man das Wort Programmierparadigma braucht, um die Unterschiede zwischen den verschiedenen Programmierarten zu bezeichnen, weiß ich dagegen nicht so genau. Vielleicht ist es nur die geisteswissenschaftliche Floskel vom Paradigmenwechsel, die mich dieses Wort scheuen macht.

  8. Aus Sentimentalitätsgründen, weil ich’s gerade gelesen habe, ein paar Wikipedia-Einträge:

    Commodore 64
    Commodore SX-64

    Vom letzteren Gerät stammt meine gesunde Rückenmuskulatur: Auf dem Bauch liegend, Blick nach vorn, die Ellenbogen dennoch möglichst unbelastet, um den Joystick gut bedienen zu können, Oberkörper weitmöglichst aufgerichtet: So war das damals. 5‑Zoll-Monitor. Unglaublich.

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