Digitaler Textmarker

Bei TeachersNews.Net gefunden: Der digitale Textmarker Pointofix. Nützliches Programm für den Computerraum: Es läuft ohne Installation, also braucht man nicht auf den Systembetreuer zu warten. Es ist in dieser Version kostenlos, und nur wenn man auf die Optionen geht – was man normalerweise nicht muss – wird ein unauffälliger Werbelink gezeigt.

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Mit dem Programm kann man in vier Farben schnell Pfeile, Kästchen, Schrift oder Freihandlinien auf den Bildschirm kritzeln. Notfalls kann man die Kritzeleien auch speichern oder Ausdrucken, aber eigentlich sind sie nur für den Moment gedacht. Ein echtes digitales Whiteboard wäre natürlich noch schöner, aber das können wir uns halt nicht leisten.

Für mich ist das Programm praktisch. Ich bin nämlich oft im Computerraum und benutze die Tafel dort so selten wie möglich. Vorbereitete Aufgaben stelle ich am Tag zuvor in unsere Wikiseite, und während des Unterrichts entwickelte Texte schreibe und zeichne ich auf den Bildschirm, dessen Inhalt auf die Schülerrechner übertragen wird, und drucke das den Schülern aus oder lasse es, wenn es nur wenig ist, die Schüler abschreiben. Aber mal rasch was skizzieren, das geht zu langsam. Mit dem Programm kann ich jetzt jedenfalls spontan Sachen anstreichen. Wir haben zwar eine Software, mit der das eigentlich auch gehen sollte, aber die ist zu umständlich.

(Die Kritzeleien sind aber wirklich nur für den Augenblick gedacht, wenn man irgendwo klicken will oder auch nur scrollen, muss man mehr oder weniger alles löschen.)

8 Antworten auf „Digitaler Textmarker“

  1. Hallo Herr Rau,

    seit einigen Monaten lese ich begeistert ihr Blog. Immer interessant und unterhaltsam. Sehr schön und weiter so!
    Eben habe ich mich zu Ihrem im Artikel erwähnten Schulwiki durchgeklickt. Wie haben Sie denn den gruppengebundenen Passwortschutz eingebaut? Und funktioniert er einigermaßen?
    (Passend dazu: Wenn Sie Ihren Namen im Impressum angeben, sollten Sie vielleicht einige Passworte ändern. Andererseits kann ja jeder, der wirklich will, jedes andere Passwort auch knacken. )

  2. Danke für das Lob. Über das Wiki wollte ich schon länger mal irgendetwas schreiben, mache ich auch noch mal; die Software dazu ist PmWiki – Open Source, rege Community, viele zusätzliche Features installierbar. Kommt ohne SQL aus. Der Passwortschutz für die einzelnen Bereiche ist von Anfang an dabei: Jede Gruppe (und auch jede einzelne Seite) kann ein eigenes Passwort kriegen bzw. mehrere: Für Lesen, Schreiben, Upload, Administrieren. Benutzer kann man in Gruppen zusammenfassen und so weiter. Funktioniert gut. Diese Flexibilität und das einfachere Warten hat mich bewogen, von Mediawiki zu wechseln.

    Richtig geheime Sachen stehen nicht mal auf der Lehrerseite, ansonsten sind die Passwörter für die verschiedenen Schülergruppen da, und manchmal sperre ich eine Seite mit meinem Vornamen, um Suchmaschinen draußen zu halten, wenn es zum Beispiel Texte sind, die urheberrechtlich nicht ganz gesichert sind.

    Schön funktionieren übrigens auch die eingebauten delicious-Linklisten. So muss ich meine Links nur noch an einer Stelle verwalten.

  3. hallo Herr Rau,
    durch den Notebookkongress in München auf Sie aufmerksam geworden, muss ich Ihnen gleich ein dickes Kompliment machen.
    Sowohl die Inhalte (die ich bisher gelesen habe) als auch die Fundstücke (Digitaler Textmarker, den ich über eine andere Seite selbst gestern installiert habe – das Ding ist echt super) finde ich toll. Haben Sie eine Erklärung, warum wir Lehrer uns so schwer tun, uns gegenseitig zu helfen? Ich stelle immer wieder fest, dass die hoch berühmten 10% zu begeistern sind, weitere 10% hin und wieder, der große Rest bleibt aber leider passiv – warum nur?
    Gruß WJ

  4. Ich habe die URL korrigiert. Danke für das Kompliment.
    Warum wir Lehrer uns so schwer tun, uns gegenseitig zu helfen? Zumindest behindern wir uns nicht, das ist doch wenigstens etwas. :-)
    Ein Grund ist wohl das fehlende gemeinsame Büro. Dadurch kriegt man nicht mit, was die anderen so treiben und hat keine Gelegenheit, mit den anderen etwas auszuhecken. Dazu kommt die Schwierigkeit, mit dem Material anderer zu arbeiten, weil jeder seine eigenen Vorlieben und Marotten und formale Ansprüche hat.
    Vielleicht liegt’s auch daran, dass wir – mit Stolz und Freude – jedes Jahr neue Klassen übernehmen und Neues machen, statt wie in anderen Ländern regelmäßig die gleichen Jahrgangsstufen zu übernehmen und deshalb mehr bereits vorhandenes Material nutzen, das dann eben auch von anderen kommen kann.

    Und die Trägheit. Sonst würden wir alle beim ZUM Wiki mitarbeiten.

  5. Pingback: School Matters

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