Evaluation: Was machen die denn da?

Wenn das Evaluationsteam kommt und die Schule evaluiert – nicht dass ich mir nennenswerte Änderungen davon erwarte -, dann sind dessen Instrumente unter anderem Fragebögen für Lehrer, Schüler und Eltern.

Beim ISB kann man sich die Fragebögen herunterladen und anschauen, wenn man wissen will, was die Gruppen gefragt werden. Ich drucke die Seiten aus und hänge sie im Lehrerzimmer aus, ist ja vielleicht doch ganz interessant.

Noch reizvoller ist aber das unter „Analyse des Schulportfolios“ zu findende Datenblatt. Das ist quasi der Fragebogen für die Schulleitung, mit dem sie Angaben über die Schule macht. Die wollen die Anzahl der Computer in Klassenzimmern wissen und ob es ein „Intranet“ gibt. Zum Ankreuzen: ja oder nein. Was auch immer sie sich unter „Intranet“ vorstellen mögen. Vernetzte Rechner? Eine passwortgeschützte Internetseite?

Das liebste Kapitel heißt „Prozessqualitäten Schule“ und enthält unter anderem Folgendes:

3.2.0 Schulleitung und Schulmanagement
– Geschäftsverteilung der Schulleitung
– Aufgabenverteilung/Zuständigkeiten der Lehrkräfte
Bitte Kopie beilegen

3.2.3 Schulentwicklung und Schulprofil
– Leitbild bzw. Schulprogramm
Falls vorhanden, bitte Kopie beilegen!

Finde ich gut, ich halte viel von Transparenz bei Prozessen.

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7 Thoughts to “Evaluation: Was machen die denn da?

  1. Wobei ich die Fragebögen schon gut finde. Für die Evaluation als solche erwarte ich mir allerdings nicht viel, was soll sich denn ändern? Allerdings wäre es schön, wenn wenigstens tatsächlich eventuell vorhandene wunde Punkte benannt würden. Mal sehen.

  2. Also das von Ihnen, Herr Rau, ein: Was soll sich schon ändern kommt, hätte ich nicht erwartet. Bisher hatte ich gedacht, dass sie nicht aufgegeben haben…

    s

  3. Nein, nein, habe ich auch nicht. Ich bin noch immer optimistisch. Nur ob die Änderung als Folge der Evaluation entstehen, das weiß ich noch nicht. Aber Sie haben Recht, vielleicht sollte ich sagen: Mal sehen.

  4. Wir hatten vor einigen Jahren etwas ähnliches wie eine Evaluation von einer externen Firma. Das Ende vom Lied war, dass in den Workshops alle unsere Vorschläge fleißig mit geschrieben wurden und dann am Ende als eigene Ideen verkauft wurden. Wenigstens fließen an das ISB keine Unsummen.

  5. Ich hatte mir von unserer Evaluation, die gerade abgeschlossen wird, auch nichts erwartet. Aber keine zwei Tage, nachdem der Abschlussbericht (in dem die fehlende IT-Infrastruktur bemängelt wird) beim Sachaufwandsträger gelandet ist, erscheinen zwei Damen der IUK-Abteilung um unser Inventar zu sichten. Im Schlepptau haben sie einen Kofferraum voll gebrauchter TFTs für einen unserer Computerräume angeliefert. Die ohnehin geplante gesamte Vernetzung unserer Hauses haben sie auch noch in Aussicht gestellt. Zumindest in dieser Hinsicht hat sich der ganze Aufwand gelohnt…

  6. Die Fragebögen sind gut. Ob allerdings die ganze Kontrolliererei zu etwas Sinvollem führt, bezweifle ich. Hier jedenfalls wurde erst ein neues Dienstgebäude angeschafft , richtig renoviert und neue Dienstwagen gekauft, für die Herren der Qualitätskontrolltruppe.
    „Durch mehrfaches Wiegen wird ein Schnitzel auch nicht schwerer“, sagt mein Schulleiter. Und recht hat er!

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