Jahressuppe

Am Montag war die Jahressuppe bei mir. Die Jahressuppe ist ein Projekt, über das man sich im Philosophischen Reisebüro näher informieren kann.

366 tage lang wird in 10 verschiedenen europäischen ländern eine einzige suppe von 366 personen gekocht, obwohl täglich eine andere suppe serviert wird. am 12. februar 2008 beginnt die suppe im MAK, museum für angewandte kunst, wien zu kochen. ab diesem tag wandert ein rest der flüssigen suppe ein jahr lang täglich von küche zu küche, um als basis für die jeweils nächste suppe zu dienen.

Das heißt konkret, dass ich am Montag bei meinen Vorsuppenköchen einen halben Liter Suppe abgeholt habe, in einem Köfferchen, dem man das lange Reisen ansieht. Dann habe ich zwei Liter eigene Suppe gemacht (siehe August) und mit dem halben Liter vermischt. Das gab’s dann zum Abendessen. War eine leckere Suppe. Es war tatsächlich ungewöhnlicher, als ich gedacht hatte, plötzlich fremde Suppe mitzuessen.

Von dieser neuen Suppe kam wieder ein halber Liter in die Thermoskanne in den Koffer und wurde am nächsten Tag dem folgenden Suppenkoch übergeben:

Und so wandert die Suppe ein Jahr lang jeden Tag von Koch zu Koch. Details bei den Links oben.

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3 Thoughts to “Jahressuppe

  1. Das war auch mein erster Gedanke.
    Aber andererseits: Wie kann etwas, das jeden Tag aufs Neue komplett durcherhitzt wird „verfallen“?

  2. Das Konzept Mindesthaltbarkeitsdatum kann man bei so einer Suppe, denke ich, gar nicht anwenden. Durchgekocht wird sie in regelmäßigen Abständen auch immer. Nach drei Tagen sind noch 4% der ersten Suppe drin, nach eine Woche 0,001%.

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