Spam in der Packstation

Frechheit. Seit einigen Monaten benutze ich die Packstation der Post, da ich viele Päckchen kriege, nicht immer die Nachbarn bemühen und mir auch nicht alles in die Schule schicken lassen möchte. Das funktioniert auch einigermaßen. Gut, immer wieder mal wird die Post eine Packstation weiter geleitet, zur Zeit sogar ständig, da die Station bei mir ums Eck umgebaut wird. Einmal war die Packstation dann auch noch kaputt, dreimal musste ich in eine Filiale, aus Gründen, die mir keiner sagen konnte. (Packstation voll?) Einmal musste ich mich dabei mit der Dame hinterm Tresen anlegen. “Wir haben hier keine Paketausgabe.”

Trotzdem, es funktioniert. Lieber wäre mir eine Paketpost, die abends kommt, wenn ich zu Hause bin, aber okay.

Aber heute nachmittag* ging das dann doch zu weit. Es waren zwei Päckchen in dem Fach in der Packstation. Ein bestelltes. Und einmal:

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10-Euro-Gutschein

Das alles auf einem Päckchen etwa 10x20x30cm. Nicht etwa eine Reklamesendung an meine Adresse, schlimm genug, nein, die Post ist so nett und legt mir einfach so ein Extrapäckchen rein. Ich hab’s natürlich dort liegen lassen. Jetzt wird auch noch von mir erwartet, Werbemüll mit nach Hause zu tragen.


*Tag mit Neffen und Nichte und deren Eltern im München verbracht, vor allem im Kinder- und Jugendmuseum direkt im Hauptbahnhof. Thema der aktuellen Ausstellung: Lebensmittel und Ernährung. Die Kinder konnten Semmeln backen und an einem Kochkurs teilnehmen (Kürbissuppe), es gab alles mögliche an Spielzeug, ein Diorama der menschlichen Verdauung, in dem Playbmobil-Figuren die Aufgaben von Zähnen, Magen, Bauchspeicheldrüse (in Schutzkleidung), Dick- und Dünndarm übernahmen. Sehr anschaulich. Am Schluss schaufelten Playmobil-Müllmänner braune Häuchen in Schubkarren, die zu einer Toilette geschoben wurden. Interessant die Fotos zu Essgewohnheiten aus aller Welt, zusammen mit viel Anschauungsmaterial: Man konnte zum Beispiel aus einem Regal alles Werkzeug für ein ozeanisches Mahl zusammenstellen. Dazu noch einen Märchenerzähler, und ein Kochbuch aus dem Regal dort hat mir so gefallen, dass ich es soeben antiquarisch bestellt habe. Kanadische Küche.

4 Antworten auf „Spam in der Packstation“

  1. Wie – nur ein 10,- Euro Gutschein? Sonst nichts ? Soo furchtbar ist das doch auch nicht. Von Amazon.de bekomme ich auch öfters mal gutscheine einfach weil ich guter Kunde bin. Das ist deswegen doch noch lange kein Spam.

  2. Nu, für mich stellt sich das so dar, dass mich da jemand bittet, für 10 Euro Botendienste zu verrichten: “He, Sie, bringen Sie dieses Päckchen bitte zu sich nach Hause (und schmeißen es dann weg). Kriegen auch nen Zehner dafür.” Würde ich auch nicht machen, wenn mich jemand in der Art ansprechen würde.

    Und ich glaube auch nicht an 10-Euro-Versprechungen auf Umschlägen oder Päckchen.

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