Fundsachen

Morgen hoffentlich lustiger Wandertag. Heute abend Elternsprechabend gehabt, deswegen rechtschaffen müde. Nicht weil so viele Leute bei mir gewesen wären (diesmal sogar wenig), sondern wegen Schulvormittag und Wartenachmittag.

Zwei Bilder als Erinnerungen: In der Aula waren die Fundsachen des letzten halben Jahres ausgestellt, also Schmuck, Handys, Geldbeutel, Schlüssel, Jacken, Mäntel und sonstiges, das wohl irgend jemand verloren haben muss, das anscheinend nicht groß vermisst wird.

Könnte man vielleicht für Erzählungen in der Unterstufe nutzen – Wie Es Kam, Dass Niemand Den Schlüssel Haben Wollte.

4 Antworten auf „Fundsachen“

  1. Da könnte ich von meinen großen Ängsten aus der Grundschule erzählen.
    Von der ersten, als ich die Turnschuhe verloren hatte.
    Von der zweiten, als der Lehrer energisch fragte, wer denn eigentlich immer noch nicht seine Turnschuhe abgeholt habe. Ich wurde nicht entdeckt.
    Wie meine Mutter, Kriegerwitwe, neue Turnschuhe für mich finanziert hat, weiß ich nicht.
    (Damals bekam ich zum jährlichen Heimatfest für Vergnügungen auf dem Rummelplatz 20 Pfennige, Jahre später dann 1 DM Taschengeld im Monat. Meiner Schwester wurde, weil sie im Semester 10 DM für Bücher ausgegeben hatte, dieser Betrag von den monatlichen 50 DM Unterhalt abgezogen.)

  2. (Meine frühesten Erinnerung sind: 25 Pfennig für eine Kugel Eis. Das war aber schon Anfang der 70er Jahre. Und auf dem Flohmarkt kostete ein Superheldencomic 10 Pfennig, manchmal 20, manchmal auch nur 5. Den ersten Ehapa-Superman habe ich für 5 Pfennig gekauft, wenn auch in schlechtem Zustand.)

    Aber ja, wenn man eine Fundsache nicht gleich abholt, dann bleibt sie liegen. Das Hindernis wird immer größer, je länger man wartet. Und dann weiß man an Schulen auch nicht, wohin, ins Sekretariat, zum Hausmeister, lauter Erwachsene. Da ist Vermeiden erst mal einfacher. Sollte man vielleicht mal ändern. Einen monatlichen Tag des Fundstücks einrichten? Gezielte Versuche: ein Objekt liegen lassen, dann Versuch des Zurückholens, alles in die Schülerzeitung?

  3. Sehr gute Ideen, Herr Rau, werde ich mir alle merken und die Deutschlehrer penetrant darauf aufmerksam machen. Meine Schüler sind etwas weniger so (die sind ja schon in der Lehre und kennen das Prinzip Umgang mit Liegengelassenem aus der Buchhandlung).

    Aber mein Sohn. Alles ist besser, als bei Erwachsenen nachzufragen. Die einzige Ausnahme war sein iPod, da ist er oft und auf verschiedenste Fundstellen gegangen. Aber iPods werden ja ohnehin so gut wie nie abgegeben, auch in eurer Ausstellung ist keiner dabei. „Turnsackvergesser“ und „Turnsackverlierer“ sind hier immer öfter gebrauchte Schimpfwörter. (Liegt wohl auch am Mittermeier, der sich in der Schweiz erstaunlich grosser Beliebtheit erfreut, gerade bei Teenies.)

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