Erste Informatikklausur: fertig erstellt

Es ist wie wenn man eine Reihe von Freunden und Bekannten zum Abendessen einlädt: Man schwankt immer wieder zwischen „alle werden hungern, das ist viel zu wenig“ und „wer soll denn das bloß alles essen?“

Habe ich jetzt genug Aufgaben für eine Klausur von neunzig Minuten gestellt, oder viel zu wenige, oder ist das nie zu schaffen?

Bei Partys kann man ja immer noch ein paar Stück Fladenbrot in der Hinterhand haben; bei Klausuren geht das leider nicht.

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7 Thoughts to “Erste Informatikklausur: fertig erstellt

  1. Nette Metaphorik :) – gewürgt wird aber nicht beim Anblick des gedeckten Tisches, oder?
    „Fladenbrot“ serviere ich oft bei den ersten Unterstufen-Musik-KAs. Die SchülerInnen, die ein Instrument lernen, sind halt bei Theoriefragen (Notenlesen & Co.) wirklich deutlich fixer (gibt’s Entsprechendes in Informatik auch? Programmier-Selbstlerner?) und neigen dann zum Stören, wenn sie fertig sind.
    Ein deutlicher Strich kennzeichnet das Ende des Blocks, in dem die volle Punktzahl für eine 1 reicht. Diese Fragen müssen alle beantwortet sein, bevor man sich den Fragen unter dem Strich zuwendet. Sie sind schwierigere ‚Bonus‘-Fragen, ihre Punkte werden mit dem oberen Block verrechnet. Wer oben volle Punktzahl schafft und unten auch noch Punkte erringt, bekommt eine 1+ (in Unterstufe eigentlich nicht üblich) und ist entsprechend stolz…

  2. ‚Es ist wie wenn man eine Reihe von Freunden und Bekannten zum Abendessen einlädt: Man schwankt immer wieder zwischen “alle werden hungern, das ist viel zu wenig” und “wer soll denn das bloß alles essen?” ‚

    So schön und verständlich hat das Dilemma noch niemand formuliert, vor den ich bei jeder Klausur und Klassenarbeit stehe… schön gesagt! :-)

    (Nebenbei – wir haben genau das Dilemma auch bei jedem Kollegentreffen, bei dem es ein Mitbring-Buffet (aka Potluck) gibt. Erst erklärt sich niemand bereit, etwas mitzubringen, dann ist am Ende doch einiges übrig und man muss das Fladen- oder Baguettebrot unter den letzten Aufräumern verteilen.)

  3. Das mit den Bonusaufgaben ist eine gute Idee, Db. Habe ich noch nie gemacht. Plus/minus-Noten gibt es bei uns keine, aber ich kann das System ja anpassen.

    Programmier-Selbstlerner gibt es, jedenfalls ein paar. Die tun sich ein bisschen leichter, aber weniger, als man denkt. Programmieren ist ja nur ein Teil der Informatik (und manche Theoretiker würden es am liebsten so weit wie möglich aus der Schulinformatik entfernen), und Informatik kein Programmierkurs.
    Dass Programmieren viel Spaß machen kann, kann ich aber auf jeden Fall bestätigen.

    Wir haben zwei, drei Buffet-Termine im Kollegium; Andrea. Vorgestern war der Herbsttermin: da sind die Kollegen mit Geburtstagen von August bis November dran mit dem Mitbringen, wobei zwei Kollegen das traditionell koordinieren. Da wird man dann vorher gefragt, ob man Süßes oder Salziges mitbringt und so weiter. Im neuen Jahr gibt es dann das Fische-Fest für die Geburtstage von Dezember bis Februar.

    Die Länge der Klausur heute war übrigens wohl in Ordnung.

  4. Oh, die Idee mit Buffet durch die Geburtstags“kinder“ gefällt mir, da ist jeder mal dran. Bei uns ist das auf freiwilliger Basis – und dadurch gibt es einige, die immer was mitbringen, und andere – wenige -, die nie was mitbringen (oder gleich gar nie kommen). Vielleicht rege ich das mal an als Idee. :-)

  5. Zu dem Dilemma zu viele / zu wenige Aufgaben gestellt, schien meine Physik Lehrerin ein System entwickelt zu haben, welches so ganz gut funktioniert hat.
    Vielleicht fiel es ihr auch einfach nur schwer uns einzuschätzen, jedenfalls hatte jede unserer Physik LK Klausuren zu viele Aufgaben, waren immer zu schwer.
    Jedenfalls die erste viertel Stunde der Klausur – sie hat uns immer gebeten eine Aufgabe erstmal auszusparen und am Schluss zu bearbeiten, welche dann meist, nach einigem Nachfragen, gestrichen wurde, es sei jemand war wirklich dagegen (haha).

    Ob und wie das in einer Informatikklausur auch möglich ist, ob man damit immernoch alle 3 Aufgabenbereiche abdeckt o.ä. kann ich nicht beurteilen – aber empfehlen kann ich dieses System schon.

  6. Ich denke, das lässt sich schon auch machen, allerdings würde ich das gerne nicht erst nach einer Viertelstunde, sondern dann von Anfang an sagen. Aber ja: so ähnlich ging es mir bei dieser ersten Klausur auch, dass ich im Kopf hatte, eventuell die letzte Aufgabe streichen zu lassen. Das hat’s dann aber gar nicht gerbaucht.

    Vor ein paar Wochen gab es die zweite Klausur. Die habe ich unter anderem sehr korrekturfreundlich gestaltet – und dabei gelernt, dass es im Prinzip durchaus möglich ist, trotzdem anspruchsvolle Aufgaben zu stellen.

    (Ob sie das auch waren? Es gab sehr viele sehr gute Noten. Vielleicht hat doch eine schwere Transferaufgabe gefehlt. Andererseits: Ich habe mich sehr am Informatik-Abitur orientiert, einige Aufgaben sogar schwerer gemacht und zusätzlich die Anwendung des Dikstra-Algorithmus verlangt. Vielleicht ist es einfach ein guter Kurs.)

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