Ein bisschen beleidigt bin ich jetzt aber schon

Bei ElitePartner.de – kennt man gerade aus der Fernsehwerbung – hat sich anscheinend jemand mit einer meiner E‑Mail-Adressen angemeldet. Jedenfalls habe ich vor zwei Tagen die erste Bestätigungsmail gekriegt und vor einem Tag die ersten Angebote. (“Diese Herren haben sich für Sie interessiert.”) Also habe ich die Seite heute morgen angeschrieben, dass da wohl kein ordentliches Double-Opt-In-Verfahren zur Anmeldung läuft und der Account jedenfalls nicht von mir stammt. Auch deshalb, weil ich nicht Frau Rau bin, sondern Herr Rau.

Eine Stunde später kriege ich folgende Standardmail zurück:

beim Abgleich Ihrer Daten mit den Profilen unserer übrigen Mitglieder ergab sich bedauerlicherweise nur eine äußerst begrenzte Anzahl von Mitgliedern, die zu Ihnen passen könnten. Das bedeutet, dass Ihre Vermittlungschancen bei ElitePartner leider sehr gering sind.
[…] Daher haben wir Ihr Profil gelöscht. Sicher gibt es andere Angebote, bei denen Ihre Chancen auf einen passenden Partner deutlich größer sind.

Also, ein ein bisschen beleidigt fühle ich mich jetzt schon. “Für Akademiker und Singles mit Niveau” – also, Single bin ich halt nicht, aber Akademiker, mit Staatsexamen. Nichtraucher. Klodeckelherunterklapper und alles. Zählt wohl alles nicht mehr heutzutage.

6 Antworten auf „Ein bisschen beleidigt bin ich jetzt aber schon“

  1. Ich glaube, man ist dort eher auf der Suche nach Leuten, die keine Gender-Probleme haben und sich mal als Herr, mal als Frau Rau ausgeben.

    Die haben halt nicht die richtigen Werte.

  2. Sag ich doch: Ich hätte denen schreiben sollen. Dass sie gefälligst ihre dreckigen Finger von meinem Mann lassen sollen und ihn nicht mit irgendwelchen dahergelaufenen Single-Herren verkuppeln. Schließlich ist er in einer GLÜCK-LI-CHEN Ehe!

  3. …und es wirft die Frage auf, wie man als “Betroffener” mit solchen Situationen umgeht. Bei einer Single-Börse ist es noch ‘lustig’.
    Ich kann mir da aber weit ätzendere Seiten denken. Und heute wird jeder sofort ergooglet – und wenn die Mail-Adresse in diversen Foren und Webseiten auftaucht, hat man ganz schön Ärger an der Backe.

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