Letzter Schultag 2010/11

Am Vorabend direkt von der Fortbildung in die Schule: dort veranstalteten die Lehrer der Nachbarschule (im selben Gebäudekomplex) ein Grillfest. Es waren nur wenig Lehrer meiner Schule da, gemischt wurde auch nicht viel, aber es war ein Anfang. Und die Bauweise des Gebäudes ermöglicht ein ausgezeichnetes Rückzugsgebiet bei Regen, nämlich unter einem überhängenden ersten Stockwerk. Danach musste ich in unserem Lehrerzimmer die Zeugnisetiketten ausdrucken. Liebevoll gestalten ja die Lehrer die Bemerkungen auf ihren Zeugnissen; die werden daraufhin auf selbstklebende Etiketten ausgedruckt und auf den Notenbogen geklebt. Der ist dann das offizielle Dokument, aus dem man Jahre später ein Zeugnis rekonstruieren kann.

Leider ist das Zeugnisprogramm Teil einer – immerhinque – vom Kultusministerium zur Verfügung gestellten Suite, die so ihre Macken hat. Sinnvoll formatierte Etiketten kriege ich nur da heraus, indem ich die Etiketten einspaltig als pdf drucke, dann nach Libre Office kopiere, mit regulären Ausdrücken diversen Zierrat suche und ersetze und dann die Serienbrief/Etikettenfunktion des Textverarbeitungsprogramms nutze.

Am Freitag dann Schüler verabschiedet. Wie ich mir das letztes Jahr vom Kollegen R. abgeschaut habe, kriegte jeder Schüler mit dem Zeugnis auch einen festen Händedruck, auch in der 7. Klasse. Danach Konferenz, Verabschiedung, Feierlichkeiten. Drei Kollegen gingen in den Ruhestand, viele Referendare gingen in eine ungewisse Zukunft.

(Dafür kommen neue. Der Anteil von Referendaren im Gymnasium dürfte dann etwa 10% betragen. Und das ist ein Problem: Je mehr Referendare unterrichten, desto weniger Lehrer muss man fest einstellen, desto weniger Referendare muss man also einstellen. Leider kenne ich keine Zahlen über den Anteil von Referendaren am Unterrricht. Ich denke, die Tendenz ist steigend, auch weil die Referendare immer mehr Stunden halten müssen – im dritten Ausbildungsabschnitt auch eigenverantwortlich, also anders als zu meiner eigenen Zeit so, dass man einen ausgebildeten lehrer ersetzt und nicht ergänzt.)

— Google Maps kennen wohl die meisten. Dort kann man einfach Orte einrichten und teilen. Google Places ist darüber hinaus eine Art Branchenverzeichnis. Da wird man auch auf Google Maps angezeigt, hat aber als bestätigter Besitzer der Institution (des Geschäfts) mehr Möglichkeiten und Rechte. Es gibt unsere Schule nämlich viermal bei Google Maps: einmal am alten Standort, dreimal am neuen. Die Doppelung muss nicht sein, deshalb lasse ich mich gerade als quasi Ladeninhaber bestätigen. Man kriegt dabei über Telefon, Handy oder Postkarte eine PIN von Google. Ich per Postkarte an die Schuladresse:

Damit will ich nach und nach die verschiedenen Schuladressen unter Google Maps zusammenfügen. Dann kann man endlich auch unter Google Latitude/Google+ in der Schule einchecken. Beim Recherchieren habe ich auch gesehen, dass es seit ein paar Wochen einen Wikipedia-Eintrag für meine Schule gibt. Mal schauen, was daraus wird.

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6 Thoughts to “Letzter Schultag 2010/11

  1. > Beim Recherchieren habe ich auch gesehen, dass es seit ein paar Wochen einen Wikipedia-Eintrag für meine Schule gibt. Mal schauen, was daraus wird.

    Vielleicht als erstes mal ein neues / anderes Photo. So sieht es aus wie ein Parkplatz mit angehängter Schule ;-)

  2. Gleich der erste Satz im wikipedia-Eintrag ließ mich schmunzeln: „das älteste der beiden Gymnasium…“
    Komparativ, where have you gone? Aber den Siegeszug hat das Denken im Superlativ ja schon lange angetreten.

  3. Als Urheber der ursprünglich von mir verfassten Formulierung erkläre ich hiermit eigentlich geschrieben zu haben: das älteste aller Gymnasien des Landkreises Fürstenfeldbruck (es gibt sieben). Der Superlativ war also angebracht. Offenkundig haben andere mit meinem Text herumgespielt…

  4. wir haben inzwischen auch sicher 10% referndare an unserer schule und da sich offenbar niemand darüber im klaren ist – damit meine ich primär die zuständigen, ministerium und so… – dürfen/müssen diese dann auch klassen unterrichten, bei denen das oftmals zur zumutung ausartet – beidseitig. in der mittelstufe eskaliert es anegsichts der unsicherheit junger kolleg(inn)en, die abiturvorbeiretung wird durch die – vorhersehbaren – lehrerwechsel …referendare gehen ja wieder… oftmals leider … zerfleddert und unübersichtlich – angesichts der vermehrt auch mündlichen abiturprüfungen ein absolutes „no go“ aus meiner sicht. und was soll das ganze? man spart – wie oben angemerkt – geld. und bildet (mehr oder minder…) lehrpersonal aus, das man dann später nicht einstellt. aus finanziellen gründen. man hat ja die referendare, die als lückenbüßer so „praktisch“ sind … ein wirklich makabrer witz! eine gemeinheit für und gegen alle. :-(

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