Fortbildung, dieser Tage

Bin gerade auf Fortbildung an diesem idyllischen Ort:

image

Ach, das mit den Fortbildungen. Ich war dieses Jahr auf vielen, habe welche gegeben und genommen. Mit reut halt der Unterricht, der dadurch ausfällt. Nicht der Stoff, das ist kein so großes Problem, weil ich nicht krank werde, weil ich zügig arbeite und weil ich, uh, Schwerpunkte setze. Aber zugegeben: Übungsphasen kann es nicht genug geben. Das tatsächliche Problem bei Fortbildungen ist meiner Meinung nach, dass die Routine des Schultags unterbrochen wird. Und Routine gibt es ohnehin viel zu wenig im Schulalltag.

Allerdings wird an solchen mehrtägigen Fortbildungen tatsächlich viel gearbeitet. Meist gibt es auch nach dem Abendessen immer noch eine kleine Arbeitsrunde, bevor man dann endlich Feierabend macht.

Und eben apropos Feierabend: Wir waren dann also geo-cachen. Eine erfahrene Cacherin als Anführerin, der Rest trottete hinterher, Caching-Apps frisch auf Telefonen und iPads installiert. Deswegen auch viel herumstehen und beraten.

image

Örtliche Fauna auf dem Weg, im Cache-Begleittext explizit erwähnt.

image

Die erste Station des Cache haben wir gefunden. Man beachte die Vielzahl an digitalen Geräten, im Dunkel vielleicht nicht gut zu sehen.

image

Ja, und weil es so dunkel wurde, gibt es keine weiteren Bilder. Und fertig geworden sind wir auch nicht. Aber immerhin: die App zeigt in München im Umkreis von wenigen hundert Metern um meine Wohnung eine Vielzahl an Caches. Irgendwann schaue ich die mir vielleicht an.

Ansonsten erinnert mich das Cachen sehr an meine analoge Schnitzeljagd damals.

8 Antworten auf „Fortbildung, dieser Tage“

  1. Wenn – mehrtägige – Fortbildungen den Schulalltag unterbrechen und zu unerwünschten Unterrichtsausfall führen, wäre es dann nicht sinnvoll, sie in die unterrichtsfreie Zeit zu legen? Das würde sich doch aufdrängen, jedenfalls dann, soweit es sich um regionale oder landesweite Veranstaltungen handelt (so dass sich keine differierenden Ferientermine ergeben).

  2. Geo-Caching gab’s am Montag und Dienstag auch an der Schule des Herrn Rau, entworfen, angeleitet, begleitet von einem ehemaligen Schüler des LK-Geographie. Die Route soll demnächst auch online vorgestellt werden. Unterwegs entstand die Idee, mal eine ganze Schule auf verschiedene Geo-Caching Routen durch unsere kleine Stadt zu schicken. Wir hätten Ideen zu einer lokalgeschichtlichen Route, einer geomorphologischen, einer kunstgeschichtlichen, etwas Physikalisches, einer ökumenischen Strecke, einer musikalischen Variante, einem literarisch-dramatischen Szenario, etwas für die Sportler, gern auch was Fremdsprachliches mit Rollenspiel. Auch zu Biologie und Chemie wäre etwas drin. Das wäre mal ein sinnvoller Projekttag. Kostenmäßig fehlen nur ein paar GPS-Geräte. Wir haben nur 13, die funktionieren.

  3. Um schnell mal thh zu antworten: Lehrerfortbildungen finden in eigens eingerichteten Fortbildungszentren statt, die an allen Arbeitstagen des Jahres ausgelastet werden müssen, um einigermaßen kostensparend zu arbeiten. Die Notwendigkeit dazu eribt sich schon aus der Vielzahl an Lehrern, deren Fachwissen und didaktische Kenntnisse aktuell gehlalten werden sollen. Dazu kommen noch die Experten, die Fortbildungen halten – auch die stehen nicht nur (oder insbesondere nicht) in den Ferienwochen zur Verfügung. Selbstverständlich gibt es Fortbildungen in den Ferien – ebenso selbstverständlich aber auch in der Schulzeit.

  4. Recherchier mal nach educaching. @jmm_hamburg und ich haben dazu eine ganze Reihe an Erfahrungen gesammelt, GPS in Lernprozesse zu integrieren und zwar jenseits von „Wie funktioniert ein GPS Gerät“ es geht eherum Bildung jenseits des Klassenraums.

  5. thh ist anscheinend Anhänger der Legende Lehrer würden in den Ferien nicht arbeiten (müssen), etwa indem sie den regelmäßigen Korrekturstau von vor Weihnachten und vor Ostern auflösen. Ein Großteil des vorhersehbaren Unterrichtsausfalls wegen Fortbildungen wird jedenfalls vertreten und häufig sogar mit passgenauem Fachunterricht ersetzt, für den dann die Kollegen unbezahlte Überstunden machen. Es sind diese aufmunternden Vorschläge derer aus der „freien Wirtschaft“, die einen am Ende dieses harten Schuljahres wirklich weiterhelfen.

  6. Ich habe leider auch noch keine einzige Fach-Fortbildung während der Ferien gefunden.
    Meinen ausfallenden Unterricht hole ich fast komplett vor/nach, da mir wirklich die Stunden fehlen würden.
    Eine Woche Bildungsurlaub wie es Manche machen können wäre auch toll. Ich hätte da einige Themen, die wichtig wären, mal intensiv zu bearbeten um den Unterricht zu verbessern.

  7. Eigentlich gehören Fortbildungen in die unterrichtsfreie Zeit. Ja, da ist es schwieriger, Referenten zu kriegen, auch anderes spricht dagegen. Trotzdem.
    Allerdings sollten Klassen auch höchstens 25 Schüler haben und die Schulen sinnvoll ausgestattet sein und die Arbeitsbelastung nicht regelmäßig erhöht werden und und und.

  8. Ich finde thhs Einwurf weder verkehrt, noch gehe ich davon aus, er hinge der Mär an, Lehrer hätten nichts Sinnvolles in den Ferien zu tun.
    An einer kleinen Schule wie der unseren werden Fortbildungen in der Regel nur nachmittags oder wochenends genehmigt. Dementsprechend genervt reagiere ich mittlerweile allerdings, wenn ich das Pech habe und in einer schlecht vorbereiteten/präsentierten Veranstaltung lande. Das empfinde ich nämlich dann in meiner Freizeit als Zumutung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.