Klassentreffen, nach 25 Jahren

Vor einem Jahr etwa war ich bei meinem ersten Klassentreffen in der Lehrerrrolle, ein zehnjähriges. Ich war nur kurz da, weil ich der einzige Lehrer war, weil ich mit einzelnen interessanten Schülern ohnehin über Facebook bekannt war, und weil die eine Schülerin, die ich darüber hinaus gerne getroffen hätte, nicht da war. Mein eigenes zehnjähriges Abitur habe ich auch als nicht besonders interessant in Erinnerung. Vielleicht ist das noch zu früh. Ganz anders das zwanzigjährige vor fünf Jahren. Das war schön und fruchtbar.

Gestern war das fünfundzwanzigjährige Klassentreffen. Nicht ganz so viele Leute, aber immer noch viele, und ein paar, die letztes Mal noch nicht dabei waren. (Wo war mein Bruder, wurde sehr vermisst!) Schön. Sommerwetter, draußen sitzen im ehemaligen Augsburger Schlacht-und Viehhof im nach und nach restaurierten Textilviertel.

Jemand hatte auch die Abizeitung von damals dabei, pro Schüler ein Foto und ein paar Zeilen, Understatement. Heute ist das wichtigste Gut, das eine Gesellschaft haben kann – ihre Jugend – ja jeweils zwei Seiten wert.

Beim Durchsehen der Bilder: So unschön, wie ich meine Generation in Erinnerung habe, waren wir gar nicht. Die Achziger-Frisuren sehen auf den Bildern gut aus, von ein paar Dauerwellen abgesehen.

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