Stan Lee mit 95 Jahren gestorben

Und dann doch überraschend: Stan Lee ist gestorben, 2018, mit 95 Jahren. Stan Lee kenne ich seit Herbst 1978. da war ich gerade mal elf Jahre alt, Stan Lee 56 – aber für mich zehn bis fünfzehn Jahre jünger. Und das kam so: In der 5. Klasse entdeckte ich Marvel Comics, namentlich die Serie Die Spinne aus dem Williams-Verlag. EIn Mitschüler brachte mich darauf, und ich war schnell regelmäßiger Leser. Die Hefte kriegte ich am Kiosk an der Endhaltestelle der Straßenbahn in meinem Stadtteil; da fuhr ich mit dem Bus hin und von da aus weiter mit der Straßenbahn in … Continue reading „Stan Lee mit 95 Jahren gestorben“

Besuch herumführen in München, und Familien-Vergangenheit mit amerikanischen Soldaten

White Sands, New Mexico

Heute sollte ich einen Gast in München herumführen, D., männlich, aus den USA, vielleicht gut fünfzehn Jahre älter als ich. Das habe ich natürlich gerne gemacht, und zwar das volle Programm: Zuerst gingen wir durchs Sendlinger Tor und in die Asamkirche. Die ist (Spät-)Barock und vor allem sehr bunt innen. Dann zum Marienplatz, pünktlich zum täglichen Glockenspiel. Kurz dessen Geschichte recherchiert und weitergegeben. Weiter zur Feldherrnhalle (am Platz eines der weiteren alten Stadttore), in den Norden auf Siegestor und Königsplatz hingewiesen. Kurz in die Theatinerkirche. Die ist auch Barock, aber eher weiß und gold, wie man das so kennt. Ursprünglich … Continue reading „Besuch herumführen in München, und Familien-Vergangenheit mit amerikanischen Soldaten“

Peacock Revolution

im Zug mit grüner Melone

Vor zwei Jahren im Fashion Museum in Bath hörte ich zum ersten Mal von der Peacock Revolution. So hieß das, was Ende der 1960er Jahre für ein paar kurze Jahre die Männermode dominierte: Rüschen und Längsstreifen, Samt und Kord, Lila und Rot und Orange, der volle Sgt. Pepper halt. Und da habe ich mich wiedererkannt. Kleidung war mir einerseits nie sehr wichtig, ich habe angezogen, was da war und noch einigermaßen frisch roch. Aber es hat mich gefreut, und freut mich immer noch, wenn das auch noch schöne Sachen sind, und zwar: eher etwas extravagante schöne Sachen, mitunter sogar flamboyant. … Continue reading „Peacock Revolution“

Erinnerungen ans Referendariat

Türschild "Privatphilosoph"

Arne Paulsen hat einen schönen Eintrag über seine positiven Erinnerungen ans Referndariat geschrieben, Anlass war die Blogparade dazu von Bob Blume, Thema „Ein wunderbarer Moment im Referendariat“. Ich will wie Arne auch keinen einzelnen Moment herausgreifen. Ingesamt habe ich die angenehmsten Erinnerungen an das Referendariat. Aber das kann nicht alles gewesen sein: Frau Rau erinnert mich daran, dass ich arg geschimpft habe. Trotzdem, es war eine Zeit voller schöner Erinnerungen – ich war aber auch noch jung und aufnahmefähig. In Bayern ist man am Gymnasium das erste und letzte halbe Jahr an einer Seminarschule unter Aufsicht von Seminarlehrern, die die … Continue reading „Erinnerungen ans Referendariat“

Ich bin so cool. (Vorläufiger Blogeintragstitel, muss noch geändert werden.)

Bild aus Film Mad Monster Party

Gestern, spät nachts, schien mir das der richtige Titel für den Blogeintrag zu sein, heute sieht das irgendwie weniger lustig aus. So oder so: Nicht ich bin cool, meine Eltern sind cool. My parents were awesome heißt ein Tumblr/Buchprojekt, und dem kann ich mich nur anschließen. Anlass dafür war, dass ich Frau Rau gestern den Film Mad Monster Party? zeigen durfte, eine frühe Erinnerung aus meiner Kindheit. Der lief wohl auf Deutsch als Frankensteins Monster-Party, auch wenn ich ihn als Frankensteins Monster-Insel in Erinnerung habe und deshalb wohl immer wieder mal so nenne. Meine Erinnerung ist lückenhaft, aber an das … Continue reading „Ich bin so cool. (Vorläufiger Blogeintragstitel, muss noch geändert werden.)“

Rollenspielen 2015

Die letzten dreieinhalb Tage war ich wieder Rollenspielen, so wie seit etlichen Jahren immer um dieser Zeit. Pen & Paper, Call of Cthulhu: Inzwischen schreiben wir das Jahr 1939. Wir trafen uns in St. Paul, Minnesota, um von dort aus nach Rom aufzubrechen. Ein Brief eines Kardinals, mit dem uns ein gemeinsamer Bekannter aus vorhergehenden Spielen verband, brauchte unsere Hilfe. Leider war der Kardinal genauso falsch wie seine Absichten. Ein alter Feind von der SS agierte im Hintergrund, und um herauszufinden, was er eigentlich im Schilde hatte, verfolgten wir die Spuren seiner Aktivitäten sozusagen rückwärts. Zuerst nach St. Gallen, dann … Continue reading „Rollenspielen 2015“

Meine Brüder und ich, 1980

Der Rotkarierte bin ich, der große Schwarze im Hintergrund und der der Mittelkleine mit dem runden Kopf gehören nicht zur Familie. 1980: Da war mein Zwillingsbruder der größere Star-Wars-Fan als ich, und eigentlich würde er das immer bleiben. Ich war schon ein großer Science-Fiction-Fan, würde aber erst einige Wochen später, zum Beginn der 7. Klasse und um das Erscheinen von Heft 1000 herum, die Serie Perry Rhodan zu lesen beginnen, über die auch von mir noch einmal geschrieben werden muss. Und so war es vor allem mein Zwillingsbruder, der im Sommer 1980 darauf drängte, dass wir uns alle, in den … Continue reading „Meine Brüder und ich, 1980“

Kingsman: The Secret Service

Kingsman: The Secret Service (2014), Regie Matthew Vaughn, Drehbuch Jane Goldman und Matthew Vaughn nach dem Comic von Mark Millar und Dave Gibbons. Es gibt da diese Faustregel: Wenn die geheimlichen Organisationen im Film Kürzel haben, die aus drei Buchstaben bestehen (FBI, CIA, KGB), dann handelt es sich um einen Agententhriller. Wenn es mehr Buchstaben sind, dann ist es einen Agentenkomödie. Men in Black ist nur scheinbar eine Ausnahme, da zwar auf dem Kinoposter groß „MiB“ steht, das im Film aber gar nicht groß auftaucht. Wir haben zum Beispiel U.N.C.L.E., und bei James Bond gibt es gleich zwei, SPECTRE und … Continue reading „Kingsman: The Secret Service“

Lernerinnerungen an die Schule

Bob Blume fragt, wie „in der eigenen Schulzeit gutes Lernen, d.h. was an Projekten, Stunden und gemeinsamen Arbeiten in Erinnerung geblieben ist.“ Schöne Erinnerungen an Schule habe ich sehr viele. Schöne Erinnerungen an Unterricht auch. Meine mündliche Beteiligung war wohl ordentlich, obwohl ich das Gefühl hatte, mich nicht viel zu melden und eher passiv zu folgen. Das heißt wohl, dass ich lediglich mich für meine Verhältnisse zurückgehalten haben mag. Aber ich habe aufgepasst (auch wenn ich nebenbei gemalt oder gelesen habe, aber das hat dem keinen Abbruch getan) und ich habe meine Hausaufgaben gemacht – zwar immer wieder erst in … Continue reading „Lernerinnerungen an die Schule“

Rollenspielen 2014

18. April – 17. April 1938 Überfahrt auf der RMS Andania von Liverpool nach Nova Scotia, auf dem Weg nach Montreal. Wir müssen aus dem Nachlass einer Anthropologin ein seltenes Buch über Afrika besorgen. 1. Mai – 5. Mai 1938 Montreal. Die Übergabe des Buches gelingt nicht: Die Kanzlei wird überfallen, das Buch geraubt. Wir recherchieren und vermuten als Drahtzieher Deveraux Cartier aus Ottawa. Der hat wohl nicht nur das Buch geraubt, sondern ist verantwortlich für den Diebstahl eienr Reihe afrikanischer Statuen, die sein Großvater einst besessen (oder eher: gestohlen) hatte, die aber in alle Winde verstreut wurden. 6. Mai … Continue reading „Rollenspielen 2014“