Netter Schultag heute

Eine Doppelstunde in meiner 10. Klasse. Danach im Vorbeigehen von einem Schüler lobend angesprochen worden, der sich noch an meinen Unterricht vom letzten Jahr erinnert. Wenn die wüssten, wie leicht sie uns um den Finger wickeln könnten.

In der Schulbibliothek Buch zu Nathan verschwunden. Hab’s mir jetzt selber antiquarisch bestellt. Zustand der Bibliothek: diskutierenswert.

Mittags mit den Personalräten der Nachbarschule essen gewesen. Öfter machen.

Nachmittags einer Referendarin beim Unterricht zugeschaut. Hat sich herausgestellt als a) eine ehemalige Lieblingsklasse von mir und b) war es Reiner Kunze, “Fünfzehn”, einen für diese Klasse sehr passenden Text. Da schaue ich dann wohl öfter vorbei in Zukunft.

Übermorgen Elternsprechabend*. Werde vermutlich erklären müssen, warum ich gerade einen weißen, einen blauen, einen orangenen Zettel, noch einen weißen, und ein weißes Blatt einsammle – jeweils feinsäuberlich elterlich unterschrieben. Einer der Zettel ist von mir, der Rest ist sicher mindestens ebenso wichtig, und doch träumt man davon, dass es anders gehen könnte.

– Für Musiker-Informatiker: embee spielt auf dem Bananenklavier.

*Nachtrag: Ich bringe immer Elternabend und Elternsprechabend durcheinander. Dabei kann man sich das doch einfach merken: Am Elternabend stellen die Lehrer sich und ihr Fach vor. Da sprechen die Lehrer. Elternsprechabende nennt der Kabarettist Han’s Klaffl “Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer”, in denen Eltern den Lehrern erklären, was sie falsch machen. – Nein, tatsächlich laufen Elternsprechabende bei uns ganz zivilisiert ab, aber wie das bei Lehrern so ist, müssen sich die Eltern da manchmal ein bisschen anstrengen, um auch mal zum Sprechen zu kommen.

2 Antworten auf „Netter Schultag heute“

  1. An “Fünfzehn” erinnere ich mich auch nach zwanzig Jahren noch. “Sie trägt einen Rock, den kann man nicht beschreiben”… Ich fand (mit fünfzehn), dass die meisten Mädchen viel zu wenig so waren wie die Tochter des Erzählers – die hätte ich gerne gekannt!

  2. Ich habe Geschichten aus den Wunderbaren Jahren, darunter “Fünfzehn”, auch in der Schule kennengelernt, vor fünfundzwanzig Jahren, da waren sie noch relativ jung.

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