Brighton 2015

Ich bin gerade wieder mal in Brighton. Gegessen habe ich schon: Fish und Chips, indisch (das nicht besonders gut war, tse, und das in England – vielleicht bin ich auch anspruchsvoller geworden), Fig Rolls und Garibaldis (was zwei leckere Kekssorten sind), Burger (nicht besonders, aber das sind sie nie), feine englische Küche (sehr gut). Und noch viel mehr, ich führe ja nicht Buch. Unter anderem poutine, das eine berüchtigte Spezialität aus Québec ist und der ich zum ersten Mal in einem kanadischen Kochbuch begegnet bin, das ich in einem Museum für.… führt zu weit. Das sah so aus:

brighton2015_poutine

(Bild von Frau Rau)

Eigentlich besteht Poutine aus Pommes mit – laut Wikipedia: quietschend jungem – Käse und Bratensoße und hat keinen guten Ruf. Nu, schlimmer als die Dönerboxen mit Pommes unten und Döner und Zeug oben drauf kann es auch nicht sein. Mein englisches Poutine kam von einem Käsestand “Fresh from the Alps”, der Raclettekäse anbot, also so mit halben Käselaiben überm Grill. Pommes, zwieblige Soße, Raclettekäse, französische Wurst. Nicht schlecht.

Ein Muss ist immer die Wanderung am Undercliff Walk zum nächsten Städtchen im Osten. Bei zwei Stunden Spaziergang (vermutlich trifft dieser von Frau Rau bevorzugte Begriff es besser) sieht man allerlei Strandgevögel, diesmal Dohlen, Möwen, Strandpieper (rock pipit), Stare. Sonst gerne noch mehr, diesmal war das alles. Hier Möwenbrut:

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Danach geht es dann hinauf zu den Kipling Gardens, einem kleinen Park zu einem Haus, in dem Kipling einige Jahre gelebt und geschrieben hat.

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Dort Rotkehlchen, Möwen, Tauben, Saatkrähen (rooks, nicht crows), und der hier, den ich zu Hause mal nachschlagen muss:

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Danach eine Pint in einem der Pubs oben, und dann mit dem Bus an der Steilküste entlang zurück nach Brighton.

Aber gemerkt: Bevor ich wieder mal Englisch unterrichte (Schuljahr 2016/17, denke ich), möchte ich ein paar Wochen Urlaub allein in England machen, um wieder flüssiger zu werden.

6 Antworten auf „Brighton 2015“

  1. Das Zeug soll ernsthaft schmecken? Es überkommt mich ähnliches Grausen wie damals beim Erblicken meines ersten (und einzigen) Haggis.

  2. Ernsthaft schmecken? Na ja, Pommes mit Sauce, gehört kulinarisch für mich in die Burgerecke – man verpasst nichts, und ich esse das nur, wenn es keine andere Auswahl gibt, dann aber nicht ungern. Haggis dagegen esse ich gern und freiwillig.

    Heute zum Frühstück fried bread. Reicht auch alle paar Jahre mal.

  3. Ja, it‘s a wren.
    Wir hatten letzte Woche englische Freunde aus London bzw. Windsor da, bei bescheuertem Wetter.
    Brighton – da riß mir der Sturm in den 70ern das Zelt weg.
    Fish‘n‘chips – hmmh.
    Schade mit dem Inder. Die Qualität der indischen und pakistanischen Wirtshäuser hat leider gelitten.
    Genießen Sie und Frau Rau die letzten Tage.
    Ich freu mich auch schon auf London.

  4. Ich bewerbe ja weiterhin hartnäckig die kleine irische Insel, deren kulinarische Absonderlichkeiten vieles in den Schatten stellen, allein die Varianten der hiesigen dörflichen breakfast roll, sind eine Erfahrung der besonderen Art. Ihnen aber vor allem schöne Tage.

  5. Danke für die frommen Wünsche, marie_sophie und Hauptschulblues. Und Zaunkönig, danke, ich glaube, das ist mein erster.

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