So jung bin ich auch nicht mehr

Diesmal hatte es sich so ergeben (ich achte da nicht genügend darauf), dass ich für die Pfingstferien zu viel Arbeit hatte. Abiturzweitkorrektur für einen Deutschkurs, eine eigene Oberstufen-Deutschklausur zur Korrektur, davor Kolloquium-Zweitprüfer und damit Protokollant, und Zweitkorrektur einen weiteren halben Abiturdeutschkurs. Früher wäre das leicht gegangen. Im Referendariat habe ich auch schon mal um elf Uhr mit dem Korrigieren weitergemacht – weil um neun ein anderer Referndar die Idee hatte, man könnte doch aufs Volksfest gehen, das zweitgrößte Volksfest Bayerns, laut Selbstbild. Das geht inzwischen nicht mehr. Ich war dann auch beim Arzt, Schulter lahmt, Verdacht auf Impingement, wieder was gelernt, aber googeln werde ich das nicht, da kommen dann sicher nur Gruselgeschichten.

Dazu kamen eine Reihe von privaten und Uni-Terminen, so dass ich mich geradezu auf die geregelte Schulzeit freue. Eine Informatikklausur kommt nächste Woche noch, und noch zwei Kolloquiumsnachmittage, dann bin ich aus dem Gröbsten heraus. Ich freue mich auch wieder aufs private Lesen, die letzten Bücher waren eher Pflichtlektüren, und ich gerade nichts lieber als mit einem Schmöker in den Sessel. Und einen Pimm’s Cocktail dazu, vielleicht.

9 Antworten auf „So jung bin ich auch nicht mehr“

  1. Holla, was für ein Korrekturberg! Durchhalten und das Laufen nicht vergessen! Empfehle dir zum Schmökern Jan Wagners Lyrik (kenne nur seine „Achtzehn Pasteten“ und die „Regentonnenvariationen“), falls du ihn nicht schon kennst. Denke, der würde dir gefallen.

    (Egal, wie alt: Wenn ich nach 23 Uhr korrigiere, kommt dabei nur Grütze heraus…)

  2. Pimm’s ist lecker, aber selten vorrätig ;-) Ein gutes Bier tut’s notfalls auch, z.B. ein Guinness aus der Dose mit der Gaskartusche. War vor einigen Jahren noch exotisch, gibt’s zunehmend aber sogar beim Discounter :-)
    Zum Thema Korrekturbelastung kann ich nur sagen: Habe gerade in 25 Tagen 73 Stunden Abi Englisch-LK korrigiert. Wenn ich nicht auch nach 23 Uhr korrigiert hätte, wäre ich gar nicht fristgerecht fertig geworden. Alles in allem übrigens eine unglaubliche Verschwendung von Lebenszeit.

  3. Jan Wagner: Vorgemerkt. Laufen: Bleibe dabei, das tut mir gut, sogar der Schulter. Und nach 20 Uhr mache ich grundsätzlich gar nichts mehr für die Schule, nie nicht. Sehr selten stehe ich dafür mal eine Stunde früher auf, und ich stehe eh immer früh auf.

    Pimm’s ist hier immer im Haus, Kai, aber die Minze dafür fehlt meist.

  4. Ich habe mal nachgeschlagen für dich. Impingement. Bei dem Wort Degeneration habe ich aufgehört.
    Ansonsten: Minze, hält sich sicher leicht auch auf dem Balkon, nicht totzukriegen. Würde bei uns im Garten die Weltherrschaft ergreifen, wenn nicht der große Endkampf zwischen ihm und dem Oregano toben würde.
    Pimm’s habe ich vor Jahren naiv auf einer Hochzeit in London in die Hand gedrückt bekommen, lecker, Hochsommer, später volltrunken bei der Vorspeise gesessen.

  5. Minze: Hält sich hier nicht, weil die Kastanien sie so wie die meisten anderen Balkonpflanzen mit Mehltau überziehen. (Hab ich mal gegoogelt.) Oregano: Ich kenne ja nur getrockneten, schmeckt der frische ähnlich wie der sehr eng verwandte frischer Majoran? Der schmeckt ganz anders als getrockneter und sehr interessant.

  6. Minze drinnen: Ja, nu, stimmt schon. Rosmarin und Waldmeister, die wachsen unter meinen Händen gut. Sonst habe ich immer zu wenig Gedulg. Beim Crosstrainer müsste Frau Rau gießen, das ist ihr Gießbereich.

    Abendessen heute mit frischem Oregano, dem Majoran eng verwandt: Schmeckt aber anders und vor allem viel weniger intensiv. Kein Vergleich. (Das nur am Rande.)

  7. Stimmt, aus dem Garten ist der Oregano mild. Wird beim Trocknen intensiver (was glaube ich, logisch ist), dann aber der eigene immer noch besser als der gekaufte aus dem Supermarkt. Majoran kenne ich sonst nur von Brühe und Braten.
    Bei Minze auch immer gute Wahl: Marokkanische Minze – frisch mit grünem Tee mischen, aufgießen. Wenn man Tee mag, empfehlenswert. Selbst heiß im Sommer erfrischend.
    Wir halten es im Garten einfach. Daher wächst: Minze, Oregano, Schnittlauch, Bohnenkraut, Zitronenmelisse und Salbei. Letzteres ist bei uns auch Dauergast in der Küche, für Nudelsalat und, logisch, mit einer Handvoll Knoblauch, Olivenöl zu Nudeln und Tortellini oder als Tee. Mittlerweile von einem fast hüfthohen Strauch.

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