Zeitplanung als Lehrer

Unterricht planen und durchführen ist das, was ich am besten kann von den vielen Aufgaben, die ich als Lehrer habe; zumindest jedenfalls ist es das, was mir am meisten Vergnügen bereitet. Es ist aber auch das, wo ich am leichtesten Zeit einsparen kann: Inzwischen habe ich so viele Stunden gehalten, dass ich leicht improvisieren oder, anders gesagt, auf ein Repertoire von bewährten Elementen zurückgreifen kann.

Dabei macht es mir Spaß, mich gründlich vorzubereiten. Das sieht dann meist so aus, dass ich mich in ein Thema einarbeite, drumherum Ideen spinne und Material erzeuge, von dem ich dann einen kleinen Teil auch wirklich im Unterricht einsetze. Aber der Rest bleibt ja auf Festplatte, um vielleicht ein anderes Mal genutzt zu werden.

Bleiben die anderen, ungeliebten Arbeiten. Und die führen schon wieder dazu, dass meine Zeit bis in die Osterferien hinein geplant ist.

  • Wochenende Osterferien minus 4: Didaktik-Klausur Uni korrigieren. (Ich weiß, das wollte ich letzte Woche machen. Habe ich aber nicht.)
  • Montag drauf (am Montag habe ich in diesem Halbjahr keinen Unterricht): Vormittags Vorhaben in der Schule, am Nachmittag Treffen mit externen Partner für eine eventuelle zukünftige Zusammenarbeit.
  • Wochenende Osterferien minus 3: Deutschklausur Q12 korrigieren
  • Montag drauf: Vormittags Besuch in einer Grundschule, am Nachmittag Treffen mit externen Partnern (aber anderen als in der Vorwoche).
  • Wochenende Osterferien minus 2: Deutschklausur Q12 zu Ende bringen; Vorbereitung eines Workshops für einen Fortbildungstag.
  • Woche Osterferien minus 2: nach Nürnberg fahren, den Workshop halten.
  • Wochenende Osterferien minus 1: Es gibt eine “Prüfung für den Hochschulzugang von besonders befähigten Berufstätigen”, die Begabtenprüfung. Da wird man in verschiedenen Fächern schriftlich und mündlich geprüft und schreibt nicht das reguläre Abitur mit, sondern Aufgaben in äquivalentem Umfang. Für eine solche Prüfung muss ich einen Teil der Informatik-Aufgaben erstellen.
  • Woche Osterferien minus 1: Mit einem Kollegen diese Begabtenprüfung fertigstellen.
  • Woche Osterferien minus 1: Am Ende der Woche ist wieder Probestudium Informatik an der LMU, wo ich – in einem Team – einen Workshop leite.
  • 1. Wochenende Osterferien: Frei! Also, vermutlich muss ich die Begabtenprüfung noch endformatieren, aber das geht ja.
  • 1. Woche Osterferien: Weiter mit Probestudium.
  • 2. Wochenende Osterferien: Informatikklausur Q12 korrigieren.
  • Das war’s dann aber auch schon, ab 28.3. habe ich wieder etwas Luft.

Da ist wenig dabei, das sofort erledigt werden muss, aber alles muss rechtzeitig erledigt sein, und da fällt mir nur diese Planung ein. Ich plane eigentlich ungern so weit in die Zukunft, aber anders geht’s nicht. Ich brauche ja auch genug Luft um zwischendrin blöd schauen zu können.

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