Griechenland: Gesehenes

Der Athene-Tempel auf der Akropolis in Athen:

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Der Eingangsbereich zur Akropolis-Anlage, mit Säulen links und rechts und einem nicht mehr recht vorhandenen Dach, heißt Propyläen. Hier ein Selfie in den Propyläen:

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Zu Füßen der Akropolis liegt im Süden das Dionysos-Theater, das wichtigste und, soweit ich weiß, älteste Griechenlands. Die Steinsitze sind etwas jünger:

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Delphi. Eine weiträumige Anlage, in eine Bergseite gebaut, heiß und doch mit sehr viel Grün drumherum.

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Besuch im Kloster Agia Lavra in der Nähe von Kalavrita. Alter Baum zum Empfang:

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Kalavrita selbst ist unter anderem für ein Massaker der Deutschen im zweiten Weltkrieg bekannt. Eine der beiden Kirchturmuhren zeigt noch dessen Uhrzeit an:

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Die letzten drei Tage in Nauplia (es ist ein bisschen schwierig mit den Namen, die Orte haben oft einen altgriechischen, neugriechischen und eingedeutschten Namen) waren dann mehr Erholung. Ausflüge, ja, aber auch viel freie Zeit zum Bummeln. Man verbringt die Nachmittage damit, den Mitreisenden aus dem Weg zu gehen, ganz so groß ist die touristische Mitte Nauplias auch nicht. Aber sehr schön.
Hoch über Nauplia liegt die Festung Palamidi aus dem 18. Jahrhundert. Schöne Aussicht und ganz schön viel Treppensteigen:

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Dort, wie in Athen auch, überall “zu vermieten”:

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Abends waren einige Tavernen und Bars recht leer. Ich habe mich bemüht und möglichst viele besucht. Aber gut, das Nachtleben beginnt dort eh zu einer Zeit, wenn ich schon wieder nicht mehr auf der Straße bin.

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Abstecher nach Olympia, dem bekanntesten Veranstaltungsort für Spiele. (Aber auch an den anderen Heiligtümern gab es ähnliche Spiele.) Ins Stadion zog man damals schon durch einen Tunnel, von dem jetzt nur noch ein langer eingesunkener Gang und ein Bogen übrig ist. Aus unseren Kopfhörern kam “Chariots of Fire”, legitimiert auch durch die Nationalität Vangelis’ – kitschig, dated, aber funktioniert.

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Wenn man in griechischen Museen “vorgeschichtlich” liest, ist meist “mykenisch” gemeint. Diese indoeuropäische Kultur sprach eine frühe Form des Griechischen, schrieb in der Silbenschrift Linear B (erst seit den 1950er Jahren entziffert), die sie von der noch früheren minoischen Kultur abgeschaut hatten (Linear A, noch kaum entziffert), und erlitt einen mehr oder nach anderen Theorien auch etwas weniger plötzlichen Niedergang aus ungeklärten Gründen. Für die Griechen des klassischen Altertums war das graue Vor- und Legendenzeit, die Mauern von Mykene nannten sie Zyklopenmauern, weil so große Steine ja wohl nur Zyklopen auftürmen hatten können. Es gibt eine Kontinuität von mykenischer zu klassisch griechischer Götterwelt, auch wenn auf dem Weg viele Götter wohl nicht übernommen wurden.
Mykene war beeindruckend.

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Das besterhaltene Theater Griechenlands steht in Epidauros. Ich habe mich natürlich auch in die Mitte unten gestellt und deklamiert. Chaucer, “The Nun’s Priest’s Tale”, weil ich das am besten auswendig kann. Dass die Akustik so gut ist, dass man auch oben noch viel versteht: geschenkt. Aber unten selber stehen und reden, das ist beeindrucken! Das brummt im Bauch, unglaublich. Unbedingt mitnehmen, auch wenn man sich bei Deklamieren blöd vorkommt.

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Nachtrag zum Reisen in einer Reisegruppe: Üblicherweise sieht mein Urlaub so aus, dass ich mit Frau Rau ein bis drei Wochen in einer Stadt bleibe und nur ab und zu Tagesauflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln mache, wohin die einen halt bringen. Dazu viel Lesen, viel Herumsitzen, Kaffeetrinken.
Mehr Sehenswürdigkeiten in kürzerer Zeit habe ich in der Reisegruppe gesehen. Und ein bisschen Agatha Christie ist dabei (“Tod auf dem Nil”), auch wenn bei ihr noch keine Lebensmittelunverträglichkeiten und ‑abneigungen eine Rolle spielten (darunter: Öl, Zwiebeln, Obst, Fleisch, Tomaten, Meeresfrüchte, Melone). Ein bisschen Karl May ist auch dabei, so mit örtlichem Fremdenführer.
Wenn ich mit Frau Rau unterwegs bin, sind meine Gespräche natürlich etwas tiefer. Ich hatte eine Woche weitgehend nur phatische Kommunikation. Das reicht erst mal eine lange Weile vor.

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So ab 4:35.

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