Death Race 2000 – Frankensteins Todesrennen

By | 18.3.2017

Gestern zufällig auf ein Interview mit Roger Corman vom letzten Herbst gestoßen, das jetzt erst veröffentlicht wurde. Wie schön – ich wusste nicht, dass er noch lebt, aber mit 90 Jahre ist er auch weniger alt, als ich gedacht hätte. Anlass des Interviews war der Film Death Race 2050, der Anfang des Jahres 2017 herauskam, ein Remake von Death Race 2000 (deutsch: Frankensteins Todesrennen) aus dem Jahr 1975, produziert von Roger Corman. (2008 gab es schon mal ein Remake.)

Und just diesen Originalfilm (Regie: Paul Bartel), dessen Titel ich seit frühen Jahren kenne, habe ich vor wenigen Monaten zum ersten Mal gesehen, und er hat mit sehr gut gefallen. Schön fand ich das Sparsame der Produktion. Da ist nichts Überflüssiges daran, keine lyrische Landschaft, kein episches Herumgucken, keine, uh, Schauspielerei, und kein ordentliches Bühnehnbild. Als zum ersten Mal die zentrale der geheimen Widerstandsbewegung gezeigt wurde, meinte Frau Rau: „Das sieht aus wie bei der Probe eines Brechttheaters“, und exakt so sieht es auch wirklich aus.

Die Geschichte: Ein dystopisches USA der nahen Zukunft. Es gibt einen Präsidenten, eine möglicherweise repressive Regierung (aber das wird allenfalls angedeutet), eine Widerstandsbewegung, und das jährliches Toderesrennen, bei dem Fahrer schnellstmöglich durch die USA fahren und dabei außerdem Punkte für überfahrene Passanten erhalten. Dazu überdrehte Medienberichterstattung vom Rennen. Die Fahrer – in der Hauptrolle David Carradine, als Konkurrenz Sylvester Stallone – versuchen einander umzubrinnen; der Widerstand versucht Frankenstein umzubringen; Frankenstein hat eigene Pläne und einen Spion im Auto. Dazu ein paar blanke Busen, mäßig motiviert. Alles ohne schauspielerische Leistung, ohne große Kulissen oder Innenausstattung. Wie schön, dass man früher einfach solche Filme machen konnte!

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