Es geht mir gut: Weihnachtsferien 2017 und was gerade im Unterricht läuft

Die Weihnachtsferien heißen übrigens offiziell Weihnachtsferien, während die Faschingsferien offiziell in Bayern Frühlingsferien heißen (und gar nicht Winterferien, wie ich bis eben dachte). Und die Herbstferien sind namentlich gar keine.

Ich war bei den Eltern und bei den Schwiegereltern, bei der Schwagerfamilie; habe viel gegessen und ein wenig gekocht; mittelviel gelesen. (Dicke Bücher.) Ich war im Bayerischen Nationalmuseum und habe dort eine allegorische gotische Statue der Grammatik gesehen. Außerdem war ich im Zoo.

Orang Utan im Zoo

Und ich habe endlich ein wenig Arbeit aufgeholt. Seit Anfang des Schuljahres hatte ich das Gefühl, nur von einem Übungsaufsatz zum nächsten, von einer Schulaufgabe zur Klausur zu hetzen. Zu kurz kam das Bloggen und das Basteln für den Unterricht, denn Kochen und Lesen sind mir noch wichtiger. Aber in den Ferien habe ich nicht nur viel korrigiert, so dass ich jetzt vor einer kurzen Verschnaufpause stehe, sondern auch Muße zum Bildungsbasteln gefunden. Das neue Schuljahr fing dann auch mit bisher durchweg schönen Stunden an:

  • Englisch, Q11: In der Doppelstunde das Kommunikationsmodell von Roman Jakobson gemacht und gleich an Harold-Pinter-Sketch ausprobiert. Ähnlich wie das Modell von Schulz von Thun basiert Jakobsons auf Bühlers Organon-Modell; es gibt sechs Aspekte bei der Kommunikation und jedem ist eine Funktion zugewiesen, die mal mehr, mal weniger im Vordergrund steht. David Lodge hat das mit Harold Pinters „Last to go“ in einem Aufsatz durchexerziert; dieser sehr kurze Sketch besteht fast nur aus phatischen Äußerungen, und das haben die Schülerinnen und Schüler auch schnell herausgefunden. Damit gewinnt das Modell auch hoffentlich etwas Erkenntniswert für sie.
  • Q12, W-Seminar Englisch: Da laufen wie überall gerade die Präsentationen der Seminararbeiten.
  • Deutsch, 10: Da muss immer noch eine Schülerin oder ein Schüler jede Stunde eröffnen. Diesmal ging es um Verschwörungstheorien, immer schön. Ansonsten die restlichen Erörterungs-Übungsaufsätze zurückgegeben – einen Teil hatte ich handschriftlich erhalten und korrigiert, einen Teil als .odt-Datei und mit der Überarbeitungsfunktion korrigiert, einen anderen Teil als pdf, und den hatte ich auf dem Tablet mit dem Stift kommentiert. Insgesamt verhältnismäßig erfreuliche Ergebnisse.
  • Informatik, 9: Den Lehrplan aus der Ferne streifend das Python-Zwischenspiel fortgesetzt. Das zieht und bringt so viel mehr als Tabellenkalkulation und Datenbanken. Die einen gestalten mit Visual Python Trickfilme, die anderen machen das, was ich auch getan hätte. Rollenspielsystem programmieren. Alles weitgehend ohne meine Anleitung, weil Material.
  • Informatik, Q12: Spectre und Meltdown bieten sich ja gerade wunderbar an, wenn man bei Prozessen und Threads ist; später, beim Prozessor, kann man noch einmal darauf zurückkommen. Sonst wenig aufregender, hoffentlich brauchbarer Unterricht, auch durch die Praktikanten. In den Ferien einigge Erklärvideos zu Threads erstellt, das hier ist der erste:
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  • Informatik 7: Ex herausgegeben, mit dem Wiki begonnen. Ins Internet schreiben kommt immer noch an, ich hatte befürchtet, dass das inzwischen auch nur als eine Art Facebookeintrag gesehen wird.
  • Deutsch, 6: Für die Klasse hatte ich in den Ferien einen Mebis-Kurs mit Grammatik-Übungen erstellt. In der Klasse teilte ich dann Mebis-Zugänge aus (unerlaubt, das hole ich dann später nach, wenn die Schülerinnen und Schüler das Arbeiten mit Mebis für sinnvoll halten – ich wollte die Eltern nicht schon wieder mit einem Rundschreiben belästigen) und die Klasse probierte die Aufgaben nach Belieben durch. Dazu gab es ein Feedback-Blatt, gebastelt aus einem Screenshot, bei dem die SuS bis nächste Woche angeben sollen, welche Aufgaben ihnen hilfreich erschienen und welche nicht:

    Screenshot Mebis-Auswertung

    Die Aufgaben selber hatte ich zum Teil mit Mebis-eigenen Mitteln in Form von H5P-Übungen erzeugt, deutlich brauchbarer als die ursprünglichen Moodle-Aufgabenmodule selber; teils waren die Übungen bei LearningApps.org erstellt, auch um das mal mehr auszuprobieren:

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    Einen Video gab’s natürlich auch:

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    Bin schon auf das Feedback gespannt.

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