Rückblick auf Kartoffelkiste KW 42 als Strohsingle

(Hier der ursprüngliche Inhalt der Kiste.)

Donnerstag: 2/3 grüner Salat, dazu Quesadillas mit kleineren Resten drin, und Käse natürlich; gebraten in anderen Resten von irgendeinem tierischem Fett, das ich im Kühlschrank in einem Tiegelchen hatte – Schweinebauch von vor ein paar Tagen, möglicherweise.
Freitag: 1/3 grüner Salat und Ruccola. Zum Auffüllen: Reisreste, mariniertes Rind, Zwiebel (musste weg) und Paprika. Der Rest von so etwas ist dann meist das Mittagessen am Folgetag.
Freitag: Mantanghong-Rettich (“watermelon radish”) in Salzlake zum Fermentieren. Inzwischen im Kühlschrank, in zwei Wochen fertig. Rezept hier.
Samstag: Radicchio mit Blauschimmelkäse und Dressing dazu – das habe aber nicht ich gegessen, sondern Frau Rau in der Reha vorbeigebracht.
Samstagabend: Spinat, letzte Salzzitrone, Blauschimmelkäse, Eigelb war auch ein übriges da. Das Fitzelchen oben ist eine Probe selbst eingelegter Habanero-Chilischote, immer noch recht scharf, aber schon genießbar.
Sonntagmittag: Rest-Radicchio mit 1 Chilischote und Currypulver angebraten, mit etwas Pickle als Füllung für Hefeteigfladen, die dann angebraten werden, ganz vage an indischen parathas orientiert, aber nicht so gut. Rest für Montagmittag geplant.
Sonntagabend: Das macht man mit Chicoree da, wo ich herkomme – Tagliatelle, Lachs, Sößchen aus Knoblauch, Zwiebel, Sahne, Gemüsebrühe, Zitronensaft (diesmal mit Crème fraîche und ohne Zwiebel, weil halt im Haus beziehungsweise nicht). Rest für Montagabend geplant, weil ich schon wusste, dass ich da nicht zum Kochen kommen würde.
Dienstagabend: Wirsing mit aufgetauten Salsicce. Nur mit dem eigenen Fett der Wurst gebraten… aber dennoch hat das einen Schnaps danach nötig gemacht.
Mittwochabend: Paella für einen, im Bild noch am Werden. (Auch gleich für morgen.) Nichts aus der Kiste verwendet, da war schon alles weg. Ansonsten außer dem Reis fast alles aufgetaut: Hühnerbrühe von irgendwann mal, Erbsen, Meereszeug. Rote Paprika aus dem Glas. Ein einfaches Gericht, wenn man alles im Haus hat – sieht nur enttäuschend ähnlich aus wie die Abbildungen auf Tiefkühlpaella-Packungen.

Im Rückblick: Viel Deftiges, wenig Kompliziertes; es musste schnell gehen, und es sollte genug übrig bleiben für mindestens zwei, manchmal auch drei Mahlzeiten. Und man hört es vielleicht heraus, ich denke irgendwie gerne in Resten. Morgen kommt dann die nächste Kiste, die letzte, mit der ich ohne Frau Rau fertig werden muss.

Eine Antwort auf „Rückblick auf Kartoffelkiste KW 42 als Strohsingle“

  1. Das Deftige, Schnelle ist oft das Beste. Schön, dass Du Dir auch selbst kochst und Anregungen für die eigene Kocherei verbreitest. Und einmal für dreimal kochen, das macht H. mitunter auch.

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