Fontanefan Walte Böhme findet, dass es viele gute Lehrerblogs gibt, und dass die kaum einer kennt. Um das zu ändern hat er dazu aufgerufen, Reklame für Lehrerblogs zu machen. Dazu bietet er an eine Vorschlagsliste für Lehrerblogs, eine Wikiseite bei der Zentrale für Unterrichtsmedien, und dann auch die Wahl zum Lehrerblog 2014. (Mehr dazu unter dem verlinkten Artikel.)
Und man soll auf dem eigenen Blog Blogs vorstellen, die einem gefallen. Dazu habe ich mir ein Bloggerquartett ausgedacht.

Am schwierigsten waren die Kriterien. Die Häufigkeit der Beiträge und das Anfangsjahr lagen nahe, sind ja sehr quartetttypisch. „Fokussierung“ bedeutet, wie sehr das Blog bei einem Thema bleibt. Bei mir selber sind ja immer wieder Sachen dazwischen, die nichts mit der Schule zu tun haben.
Am liebsten hätte ich ja noch mehr Kategorien hinzugenommen: „Design“ etwa, oder „Missionierungseifer“ oder „Humorlosigkeit“. Aber das Design war mir nicht wichtig genug – inzwischen sollte allerdings unbedingt „Usability“ dabei sein, nachdem ich beim Recherchieren bei vielen Blogs lästigerweise kein Archiv gefunden habe. Auch „Musikinstrumente“ wäre ein weiterer möglicher Punkt gewesen.
Die Farben geben zur Zeit die Schulart an. Stattdessen kann ich mir auch Kategorien vorstellen: Bildungsblogger, Praktiker, Geschichtenerzähler. Und das ganze noch etwas kleiner, damit man es in die Seitenleiste ins Blog einbauen kann?
Lehrerzimmer Mein eigenes Blog gefällt mir.
JochenEnglish No-nonsense Material und Gedanken zu Englisch und Sport aus der Praxis von einem äußerst kompetent wirkenden Lehrer. Keine theoretischen Ergüsse.
Kuschelpädagogik Geschichten aus der Grundschule. Das einzige Anekdotenblog, das mir gefällt.
Ich. Alles. Sofort. Arbeitet in einer Schule in – ich weiß es nicht genau, einer psychiatrischen Jugendklinik oder so etwas Schule für Kranke. Geschichten, die an die Nieren gehen. Hat ansonsten wenig mit der Lehrerbloggerszene zu tun.
…ein Halbtagsblog… Sehr hohe Frequenz, sehr viele Beiträge aus der Praxis, schöne methodische Ideen.
Lehrzeit Viel Praxis aus der Informatik.
Herr Mess Latein und Englisch. Einer von den Jungen.
Hauptschulblues Durch dieses Blog kriege ich etwas aus der Hauptschule mit. Weniger Anekdoten, eher Reflexion.
Kubiwahn Gewährt mir Einblicke in die Realschule. Kubiwahn arbeitet noch daran, sich in seine Rolle als Mitglied im Schulleitungsteam einzufinden, und da schaue ich gerne zu.
Herr Larbig Eher Bildungstheorie, und Bücher. Schon lange dabei. Seinen Büchergeschmack werde ich nie verstehen.
riecken.de Mischung aus Bildungstheorie und Praxis. Auch schon lange dabei.
— Das waren jetzt eigentlich vor allem bekannte Blogs. Ich habe viel mehr Lehrerblogs im Feedreader, etwa 140 aktive und nochmal 40 inaktive. Fast alle davon lese ich, bis auf reine Anekdotenblogs und die, bei denen der Feed nur unvollständig angezeigt wird und nicht interessant aussieht. Vielleicht hätte ich eher die schönsten unbekannten Lehrerblogs vorstellen sollen.
Die besten meiner Kollegen lesen gar keine Blogs, schon gar keine Lehrerblogs. Das dürfte an den meisten Schulen so sein. Es geht also auch ohne. Die meisten Lehrer, die sich im Web mit anderen austauschen, machen das bei Twitter, Facebook oder vielleicht noch Google+. Diskutiert und kommentiert wird in Echtzeit, aber flüchtig.
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Nachtrag: Ich habe Hokey vergessen!
Kreidefressen Das, was mir an Blogs das wichtigste ist: Da steckt ein kluger, interessanter Kopf dahinter. [Und dann hatte ich auch noch das falsche Blog verlinkt.]
Nachtrag: Hier die .odg-Vorlage für die Karten.













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