Streber und stolz darauf

streberundstolz

Schüler, die gute Leistungen bringen, haben es manchmal schwer. Bei den Mitschülern ist das oft nicht anerkannt, vor allem natürlich bei denen, die selber keine guten Leistungen erbringen wollen.

Deswegen hatte ich mal diesen Button entworfen und an Schüler verteilt, die einen haben wollten. Zweihundert Stück waren es damals, glaube ich, jedenfalls lief eine Woche lang ein großer Teil der Schüler damit herum.
Dann hat sich auch das wieder gelegt. Gebracht hat es vielleicht nicht viel, aber mir Spaß gemacht.

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67 Thoughts to “Streber und stolz darauf

  1. hallo ihr. ich bin selbst davon betroffen als streber dargestellt zu werden und ich denke nicht, dasses aufhört so betitelt zu werden wenn man bekräftigt ein streber zu sein.

  2. Ich müsste mal die Schüler von damals fragen, was die rückblickend von den Buttons halten. Ich denke, sobald es mal mindestens drei in einer Klasse sind, die so einen Button tragen, dann fühlt man sich wenigstens nicht allein. Selbst wenn es nichts hilft, schadet es vielleicht auch nicht. Zumindest hat man sich gezeigt, dass man Humor hat, finde ich.
    Ich hatte einmal eine Mittelstufenklasse, da gab es eine tonangebende Gruppe von leistungsfähigen Schülerinnen – es war wunderbar, einmal die anderen, weniger guten und willigen Schüler leiden zu sehen.

  3. sicherlich gibt es differenzen in der auffassung von strebern, die aber klassenabhaengig variieren. es kommt, wie mein vorredner schon sagte, immer darauf an, welche arten von schuelern in den/die jeweilige/n kurs/klasse gehen – man kann in einer leistungsstarken gymnasialklasse erwarten, keine streberanschuldigungen zu hoeren, wenn allerdings die gegebene leistung stark unterschiedlich (hauptschulklassen, beginn des kurssystems ab der 12.) ist, kommt es besonders zu anfeindungen, wodurch sich die mitschueler in zwei gruppen teilen; auf der einen seite die nicht ganz so erfolgreichen „neider“ und auf der anderen die erfolgreichen „streber“ – ich habe allerdings die erfahrung gemacht, dass sich diese gruppen mehr oder minder neutralisieren.

  4. Ich verstehe das Problem voll und ganz. Ich war bis zum Ende der 10. klasse an einem Gymnasium in Deutschland, und es war graesslich! Ich kam gut mit den Lehrern klar, ich hatte kaum Probleme den Unterricht zu verstehen, und ich hatte wirklich Spass am Lernen. Meine Klassenkameraden waren kaum begeistert davon und nach den ersten drei Arbeiten in der fuenften Klasse war ich in der gesamten Schule als Streber verschrien. Dienaechsten sechs Jahre waren ziemlich unangenehm, zwar wurde ich niemals angegriffen, aber staendig ausgeschlossen zu werden war auch nicht schoen.
    Nach der 10. Klasse wechselte ich an eine Schule in Edinburgh in Schottland. Hier ist es wirklich ganz anders. Sobald meinen Mitschuelern auffiel dass ich keine Probleme im Unterricht habe fingen sie an mich um Hilfe zu bitten. Jetzt erklaere ich ihnen Mathe und Chemie und wir profitieren alle davon weil ich dadurch den Stoff auch besser verstehe. Ich bin seit fast einem Jahr hier, und in der ganzen Zeit hat mich niemand „Streber“ gennant. Wieso funktioniert es hier und an meiner alten Schule nicht?

  5. @Eponine: Das weiß ich auch nicht. Bullying gibt’s in Englang wohl häufiger (über Schule in Schottland weiß ich gar nichts), aber das Streber-Konzept scheint es nicht zu geben. Es gibt ja auch nicht mal ein richtiges Wort für „Streber“. — Zählt Leistung in Großbritannien und vielleicht auch den USA einfach mehr?

  6. Ich meine, es gibt in den USA den Terminus „smart kids“ oder „clever kids“ o.s.ä. als klassische Bullying-Opfergruppe. Also kein eigenes Schimpfwort dafür, aber den Tatbestand schon.

    Woher ich das hab? Ich glaube, Simpsons… ;-)

  7. Hallo ihr!
    Ich bin ebenfalls betroffen, als „Streber“ dargestellt zu werden und es tut mich mächtig weh. Ich bin nicht mit Absicht so gut in der Schule! Ich möchte einfach, dass mich nicht jeder „Streber“ nennt, aber selbst meine Lehrerin meint, ich sei eine Streberin! Ich finde das einfach nicht gerecht und fair! Es stimmt, manchmal bin ich wirklich eine Besserwisserin, aber eben nicht mit Absicht!
    Corinne

  8. Der Unterschied zwischen hier und anderswo wird von Epinone sehr gut beschrieben. Auch die Antwort auf die Frage „Warum“ ist im Beitrag schon drin: Wie in einer Fußballmannschaft sind in Edinburgh gute Schüler eine Bereicherung und Hilfe für die ganze Klasse. Klasse. In unserem deutschen, angeblich Begabten-Auslesesystem sind sie „Konkurrenz“ im Wettbewerb um gute Noten.
    1. Nach PISA/IGLU beurteilen unsere Lehrer die Leistungen unserer KiJus (Kinder/Jugendliche) im Klassenverband. Dabei haben sie offensichtlich eine Gaussche Verteilungskurve im Kopf, wonach nur ein Bruchteil einer Klasse gut bis sehr gut (begabt) sein kann. D.h. jeder gute Schüler mindert die Chance auf gute Bewertung der anderen.
    2. Wie in keinem anderen Land bevorzugen/benachteiligen unsere Lehrer unsere KiJus (Kinder/Jugendliche) nach sozialem Status und Anpassung/Verhalten. Hochintelligente Querdenker landen z.T. an Sonderschulen. Mit 5% dort sind wir Weltspitze. Wie sollte das Phänomen keine Abneigungen schüren?
    Statt des Buttons „Streber – und stolz darauf“ empfehle ich einen Button „Streber – und hilft gern“. Ob unsere Schulen das zulassen?

  9. hallo ich bin ein streber und bin stolz drauf ich werde weiter streben und lasse meine mitschüler nicht abschreiben.

  10. hallo ich bin eigentlichsehr in ordnung undbin kein streber…..das war ein witz…;-DD

  11. Geht es darum, wie man ein echter Streber wird, oder wie man dahin gelangt, dass einen die Mitschüler Streber nennen?

    Letzteres ist einfach: Man braucht blöde Mitschüler und muss sich melden. Oder man hat blöde Mitschüler und ist gut in der Schule. Oder man hat blöde Mitschüler und macht seine Hausaufgaben.

    Andere nicht abschreiben lassen, ist auch eine gute Methode. Bei Leistungsüberprüfungen sehe ich das noch ein, aber Hausaufgaben sollte man schon ab und zu abschreiben lassen, finde ich.

  12. ich in ein streber und stolz drauf jedoch klopse ich manchmal klauen aber das ist ein geheimnis. hehe

  13. Streber..ja ich denke dieses Wort ist allen schülern bekannt.aber ich finde es schade,
    dass dies als Schimpfwort benutzt wird.Wenn man mal das Wort analysiert streber=nach etwas streben. und das ist keinesfalls negativ.Wenn gewisse Schüler meinen *Streber* auszuschließen oder das Leben schwer zu machen versuchen, verpassen die Chance ihres Lebens. So ein Mitschüler kann oft sehr nützlich sein…^^

  14. Ich bin auch eine streberin doch ich lasse mich nicht von anderen herunter kriegen ich bin eben gut in der schule

  15. Ich bin ein Streber, der beste meiner Klasse, heute bin ich in der 5. Klasse und bis jetzt wurde ich fast nie als Streber bezeichnet, weil die die mich so genannt hatten richtigen Ärger kriegten, ich bin eben kein Schwächling! Meine Kollegen sind auch Streber, die werden meistens geplagt, wenn ich nicht bei ihnen bin. Sie gehören auch nicht zu Skater, Hiphoper oder Gangsters. Wir sind etwa 26 in unserer Klasse und es gibt jetzt Gruppen!
    Eine Skatergruppe (11) Hiphopergruppe (8) Gangstergruppe (4) Nichts (3) Und ich und meine beiden Freunde gehören zu der Gruppe: Nichts, die 4 Gangsters haben es oft auf uns abgesehen und wollen uns wirklich fertigmachen in der Schule, meinem Freund Thomas haben sie schon eine Dose Krom-Spray auf den Pult gesprayt und ihn gleich auch noch, er kriegte echt Ärger und musste in etwa 120.– Euro für den Pult bezahlen!!!
    In 2 Wochen werd ich von hier fortgehen nach Stuttgart, dann wird es wirklich schwer für meine Freunde, ich kann nicht mehr schlafen…

  16. Toll, Kollege Rau, was Du mit Deinem Button hier an interessanten Kommentaren hervorgezaubert hast! Das ist was für kurzfristig anberaumte Vertretungsstunden. Man wird sich den Button nachmachen müssen und als stummen Impuls damit am Revers in die Klasse gehen. Und dann geht die Post ab! Was kann man daraus machen? Übers Strebertum reden, das offenbar eine deutsche Angelegenheit ist. Und dann übers Lernen. Wie schön es wäre, wenn man das lernen dürfte, was man sich schon immer gewünscht hat …

  17. Ich bin angeblich auch einer dieser Streber, aus dem einzigen Grund, dass ich einfach gute Noten habe. Ob ich dafür viel tun muss oder nicht, wird ausgeblendet.
    Dafür werde ich umso mehr ausgeschlossen. Dabei scheint es egal zu sein,woher die Schüler kommen. Ich war bisher immer in Klassen mit Schülern aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands.
    Ändern wird sich da wohl nie was dran,….

  18. Ich verschicke gerne als geschenk Buttons per Post an interessierte Schüler, oder mache eine Zweitauflage, wenn’s nötig ist. Ein paar habe ich aber noch.
    Also bevor du welche nachmachst, Lisa Rosa, frag mich!

    Julia: Ich halte Änderung immer für möglich. Mein Beispiel dafür ist die Zigarettenmarke Marlboro, die früher eine reine Damenmarke war und dann durch gezielte Werbung zur Männermarke (mit Cowboys und Pferden und so weiter) wurde.
    Wahrscheinlich wird sich am Streber-Stigma allerdings so bald nichts ändern. Aber möglich ist’s schon. Wer weiß, vielleicht bekommt Leistung in der Schule doch mal einen anderen Stellenwert.

  19. Ich hab ein anderes Problem.Mich würde es nicht stören als Streber betitelt zu werden, da ich liebend gerne einer seien möchte. Das Scheint für viele sehr suspekt zu sein, aber ich würde gerne das beste aus mir rausholen. Das eigentliche Problem ist, ich weiß nicht, wie. Ich habe zur Zeit einen Notendurchschnitt von 2,1. Das ist mir aber einfach zu schlecht. Ich möchte gerne einen Durchschnitt von 1,4 oder 1,5 erreichen, weiß aber nicht wie ich das schaffen soll. Ich habe manchmal einfach keine Lust zum Lernen. Schon seit Monaten durchstöbere ich das Internet nach Seiten zum Thema ,,Besser lernen“, oder ähnlichem. Kann aber nicht die optimale Lerntechnik für mich finden. Außerdem würde ich gerne viel schneller lesen können. Also falls mir jemand Tipps geben kann, oder brauchbare Seiten nennen kann, wäre ich sehr dankbar.

    LadyNivea, 16 Jahre

  20. Hey ihr ,
    ich würde auch gerne streber sein ,
    ich bin eine der klassenbesten,aber mich nennt keiner streber ,weil
    ich einfach auch mit allen gut auskomme ,und nicht als streber abgestempelt werde ,
    möchte-gern-streber

    jule

  21. Hallo LadyNivea,

    zum Thema „BESSER LESEN“ kann ich Dir den PRO READ Kurs empfehlen – das weltweit am meisten verbreitete Lesetraining, wahlweise in deutscher oder englischer Sprache. Das wird regelmäßig an der FU Berlin, aber auch in anderen Städten angeboten.

    …ich gebe es gerne zu: Ich bin selbst Trainer für diesen Kurs. Aber Du musst mir nicht aufs Wort glauben – auf der Website der FU Berlin findest Du fast 30 Medienberichte sowie mehrere Evaluationen über den Kurs (www.fu-berlin.de/akip/lesen.html).

    Meistens sind es Studierende, die am Kurs teilnehmen, aber Schüler (ab ca. 10. Klasse) sind ebenso herzlich willkommen! Ich habe mehrere Kurse an Schulen durchgeführt, und die Ergebnisse waren immer sehr positiv – meist sogar noch besser als an den Universitäten. Denn eins ist ja klar: Je früher man mit der Verbesserung der Lesekompetenz beginnt, desto besser. Mit 16 oder 17 ist man noch flexibler und lernfähiger als selbst mit 26 oder 27!

    Bei Fragen bin ich gerne ansprechbar: lesen@zedat.fu-berlin.de

    Schöne Grüße,

    Friedrich Hasse

  22. hallo,ich gehe in die neunte klasse einer waldorfschule in der nähe berlins.ja,ich gehöre zu denen die als sekte oder naturfanatische menschen abgestempelt werden ,doch vorweg:das sind nur oberflächliche vorurteile.was ich aber zum thema streber und deren stellung in einer klasse sagen wollte ist folgendes:bei mir in der waldorfschule sind wir 28-33 schüler pro jahrgang, es gibt keine parallelklassen.somit ist die waldorfschule staatlich gesehen eine gesamtschule und ist damit von allen klassen -sofern man unsere heutige gesllschaft noch in klassen,ausgeprägte konventionen, eingliedern kann-geprägt.auch ich gehöre in den meisten fächern zu einer der besseren und habe zu mehreren lehren ein sehr prsönliches,ja eigentlich freundschaftliches verhältnis.bei uns -und ich denke hier kann ich getrost für die allgemeinheit sprechen- wird dies ganz anders aufgenommen als die anderen betroffenen auf dieser seite berichten.man ist als hilfe und unterstützung gefragt und einsetzbar,gut aufgehoben und hat einen recht hohen stellungswert in der klasse.natürlich gibt es auch neider und welche die immer etwas zu meckern haben, aber das basiert ja wie schon eben angedeutet entweder auf einer nicht zu ändernden vorher schon existierenden einstellung oder es wird darüber diskutiert und der konflikt eigentlich immer so gut wie möglich gelöst.außenseiter gibt es denke ich an der gesamten schule so gut wie gar nicht.soviel dazu.vielleicht regt das ja den einen oder anderen an, etwas mehr über die waldorfschule zu erforschen bzw.zu erfahren.und wie gesagt, ich rede die schule und das gesamte waldorfsystem nicht schöner als es ist um irgendeinen profit daraus zu erzielen, sonder will es wirklich als botschaft „raushauen“und damit dem einen oder anderen hoffentlich ein wenig helfen oder hoffnung machen.achja,unsere seite heißt übrigens http://www.waldorfschule-kleinmachnow.de jetzt mache ich doch ein wenig werbung!liebe grüße an herrn rau und alle interessierten,ihe Z.G.14 jahre

  23. hi,ich bin ein streber und bin stolz drauf…

    im ernst,ich mein die meisten,wo sowas sagen,sind kurzum ,neidisch.
    und lernen tu ich kaum,ich pass auf in der schule und gut ist.

    PS.:an alle streber:denkt daran ,dass ihr später diejenigen seid,die es besser haben….

  24. wenn euch irgenjemand streber und euch das ärgert ,sagt einfach: eifersüchtig oder
    was?
    Und außerdem seits froh denn ich bin schlecht in den hauptfächern.

  25. Die Sidebar-Abteilung „Zuletzt kommentiert“ ist eine feine Sache, denn dadurch wird man immer wieder mal auf etwas aufmerksam, was einem bisher entgangen ist – z. B. dieser dolle Button. Gute Idee :-)

  26. Ich bin ein Streber und ich bin sehr sehr stolz auf mich. Trotz aller Hänseleien ziehe ich es durch- wer hätte gedacht, dass man so stark sein kann. Steht zu dem was ihr seid und schaut mal wo eure „Mobber“ in ein paar Jahren sein werden. Zieht es durch und seid stark!!! Grüße von Claudia

  27. Elende Streber brennt im Feuer der Rechtschaffenheit für euren Verrat an wichtigen Menschen wie Gangstern, Niggaz, Junks und Assozialen.

    Ich bin ein Misratener Loser auf dem Gym in der 13. Und ich bin Stolz drauf.
    Und JA ich bin neidisch auf die streber und kann mich allem hohn der Schüler entziehen.
    Ich will auch ein Streber sein allerdings ist meine Geistesleistung limitert also mach ich lieber ’n paar von euch Fischen runter also dickes FuFoMoFo?! An Euch und peace out ich bin draußen.
    Und noch ein Tipp fickt ja net ohne Gummi ihr holt euch da die Seusche.

  28. Ich bin Schulbester
    Hab ein Auto
    Hab nur Markenklamotten
    Haben Sixxer und bin Durchtrainiert
    was ich nicht habe sind Freunde.

    Das ist wohl der Preis den man zahlen muss…..

  29. Hi zusammen!
    Ich bin die Mutti einer kleinen „Streberin“ – nee, sie lernt nicht übermäßig, nur sehr leicht.
    Als Streberin in der Schulklasse zu gelten ist nicht leicht, schon in der Grundschule (3.Klasse) fängt die mobberei an, es ist kaum zu glauben!
    Aber wir haben dafür eine gute Lösung gefunden(auf anraten unsrerer Lehrerin): schreibt sie eine Eins oder ähnliches dann gibt sie nicht mehr – wie die Anderen- die Note Preis, sondern sie schaut kurz ins Heft, klappt es zu , freut sich im Stillen, und gut ist. Die Anderen gehen dann automatisch davon aus, daß die Arbeit wohl nicht so gut ausgefallen ist, sonst würde sie ja damit laut prahlen……smile…
    Schade eigentlich, daß wir auf solche tolle Leistungen nicht offiziell stolz sein dürfen, oder?
    Naja, der Neid der Gesellschaft neben.
    Übrigends ein Europäisches Problem, in anderen Ländern ist es genau anders herum….

    Grüßle an meinen Namesvetter!
    A.Rau

  30. also ich finde es gibt einen großen unterschied zwischen einem „streber“ und jemanden, der einfach gut in der schule ist. ich z.B. bin nicht grad schlecht in der schule und kenne auch viele leute die wirklich sehr gut sind und trotzdem nicht als „streber“ bezeichnet werden. für mich sind „streber“ einfach leute, die ihre mitschüler niemals abschreiben lassen, alles besser wissen oder sich lauthals jubelnd über ihre 10. eins freuen, während ein andere mitschüler gerade ums durchfallen bangt. dann muss man sich auch nicht wundern, wenn man nicht sonderbar gemocht wird. natürlich bestätigt die ausnahme die regel und es gibt sicher klassen, in denen man so nett sei kann wie man will, und trotzdem nur wegen seiner guten noten ausgeschlossen wird. ich persönlich habe aber die erfahrung gemacht, wie hart das jetzt auch klingen mag, dass schüler, die gemobbt werden, oft auch selbst schuld sind. es ist nämlich durchaus möglich gute noten zu haben und trotzdem nicht als „streber“ bezeichnet zu werden. man muss sich halt nur dementsprechend verhalten und dann ist es auch kein problem mit guten noten „dazuzugehören“.

  31. Ja, den Unterschied sehe ich auch. Besserwisser sind keinesfalls Lehrers Liebling. Ich kenne sehr gute Schüler, die keinesfalls mehr Probleme als andere haben, akzeptiert zu werden. Ich hatte aber auch sehr gute Schüler, die – ohne Streber zu sein – in einem Klassenklima arbeiten, in dem Leistung oder Interesse (nicht Strebertum!) zur Ausgrenzung führten.

    Ich fürchte, dass die Ausnahme, dass Schüler sich nicht trauen oder nicht darüber freuen können, einfach nur gut zu sein – dass diese Ausnahme weit verbreitet ist. Glückwunsch, wenn das nicht so ist.
    Es kommt halt aufs Detail an: „dementsprechend verhalten“ hält sicher jeder für sinnvoll. Aber wo genau liegt die Grenze? Auch mal Papierkügelchen werfen? Auch so aussehen wie die anderen? Auch mal heimlich mitrauchen?

  32. Hallo nochmal,

    „sich richtig verhalten“, – wie geht das?Alles mitmachen? Die eigene Meinung verbergen?Anderen „nach dem Mund“ reden?
    Man sollte nicht einfach damit man Freunde hat seine Persönlichkeit verdrehen,
    Tami ist eigentlich sehr hilfsbereit und freundlich zu ihren Mitschülern und eher zurückhaltend.
    Sie prahlt auch nicht mit ihren guten Noten.
    Trotzdem wird sie ausgegrenzt.
    Neulich haben ein paar Mädels aus ihrer Klasse doch tatsächlich von ihr verlangt daß sie einen Jungen aus der Vierten anpöbeln soll um zur Clique dazu gehören zu können, was sie dann – Gott sei Dank- dankend abgelehnt hat.
    Bin ich froh daß sie eine Persönlichkeit hat die stark genug ist um nicht um jeden Preis dabei sein zu müssen…..

  33. hallo an alle und hr Rau!

    Auch ich finde dieses Thema ziemlich knifflig. Ich gehe zur Zeit in die 10. Klasse Gym und brauche mich mit einem schnitt von 1,3 im Zeugnis auch nicht beschweren. Als Streber werde ich allerdings nur von Menschen bezeichnet, die mich nicht kennen – meine Klassenkameraden wissen, dass ich nicht meine Nachmittage vorm Schulbuch verbringe und auch nicht vom vielen Büffeln einen krummen Rücken hab. Da sie wissen, dass das so ist, nennt mich seit einiger Zeit keiner mehr Streber. Im Gegensatz: Mittlerweile haben einige verstanden, dass es ganz nützlich sein kann, wenn wenigstens ein paar verstehen, was die Lehrkraft vorne brabbelt und diese das Gebrabbel vielleicht noch einmal in netter Schüler-Form rüber bringen können. So fühle ich mich in meiner Klasse echt wohl.

    Man darf eben echt nicht auf die Noten oder (noch besser….) auf das Verhältnis zu den Lehrern gucken, sondern den Menschen, den man vor sich hat, auch mal unvoreingenommen als Mensch wie jeden anderen sehen. Das ist aber nicht nur im Bezug auf „Streber“ ein Problem. Das „iiiih!“-Sagen, obwohl man sich gar nicht kennt, ist bei uns einfach viel zu verbreitet.

    Den klassischen „Streber“ finde ich aber auch nervig. :D

    LG!

  34. meiner meinung nach sind streber ein echter abschaum. Und ich sage dasnicht weil ich schlecht bin in der schule. Ich bin jetzt in der 11. klasse gym und habe einen schnitt von 1,4. Mich bezeichnet niemand als streber. Streber sind leute, die sich im Unterricht melden, sich mit lehrern verstehen, die hausaufgaben immer machen und dies auch preisgeben. Sagen wenn sie eine gute note haben oder heulen wenn sie ne 3 oder 4 zurück bekommen,während jemand anders sich gerade wegen seiner 5- freut weil er doch keien 6 aufs zeugnis bekommt. Ich hasse solche Leute. Sie lassen keine hausaufagben abschreiben und auch keine arbeiten und sagen nichts vor. Spielen den lehrern keine streiche und widersprechen nicht. Schon wenn 1 punkt von meinen hier augelisteten zutrifft ist dies für miche in streber und nichts weiteres als abschaum. Ich biete meine hausaufgaben an helfe denen die schlecht sind indem wir die arbeiten tauschen udn er meien abgibt statt seine. Egal ob ich dann en paar noten schlechter bekomme. Ich schreibe meine hausaufgaben selbst ständig ab. Es kommt sehr selten vor, dass ich mal für nen tag meine hausuafgaben vollständig hab. Melde mich NIEEEEEEE !! Verweigere die beteiligung am unterricht und wenn ich kein lust hab en referat zu machen mach ichs halt nicht. Egal ob ich ärger bekomme. ich gehe oft nicht in die schule einfach weil ich keine lust habe. Nicht zu oft abe rhab aufm letzten zeugnis 34. fehltage. und en paar stunden. Und wenn mich en lehrer stresst, dann sag ich ihm meine meinung, was dazu führen kann und manchmal auch führt, dass ich rausflieg und sie ein gespräch mit meinen eltern wollen. Streber bilden sich ein sie seien toll, behaupten meistens nichts zu lernen ode rnur wenig und jeder weiß, dass sie immer lernen. Ich habe jetzt gute noten, weil diese für mein abitur schon zählen, vorher war ich immer jemand der gesagt hat, scheiß auf die schule die noten zählen eh noch nix, hauptsach net sitzen bleiben. Und leute die schon in der 7. klasse lernen um gute noten zu haben sind meiner meinung nach ein bisschen bescheuert. Es zählt nichts es bringt nichts. Es ist reine zeitverschwenung und sowas tun nur leute die einfach streber sind.
    Ist doch klar das mit so jm niemand was zutun haben will. ja es gibt dieser streber grüppchend ie sich untereinander verstehen und sich trösten wenn sie ne 3 haben. Und wisst ihr was? Ich freu mich jedes mal tierisch wenn ich eine von denen heulen sehe. und hoffe wirklich schon manchmal, dass sie doch mal ne 5 haben!

    Zu den lehrern da auch das mit den buttons. Sie benachteiligen die normalen schülern. Sie züchten sich mit ihrem verhalten immer mehr verrückte!! die streber werden eh von den lehrern geliebt und die haben alle mitleid mit den arbeitswilligen schülerinnen die ja so schlau sind. Dabei haben sie ienfach kein leben, keine freunde, sind geistig verkrüppelde kinder und dies wird gelobt und angeprießen. Furchtbar. Das war meine meinung…

  35. Zuerst möchte ich kurz klarstellen, dass für mich ein Streber jemand ist der seine Freizeit zum Großteil damit verbringt die Schulstunden vor- und nachzuarbeiten, übermäßig freiwillig und unaufgefordert Referate hällt, alle freiwilligen Hausaufgaben und noch mehr dazu durcharbeitet, die Lehrer mit UNMENGEN auswendig gelerntem Wissen (welches diese dann manchmal noch nichtmal selbst durchschauen und nur annähernd verstehen) bombardieren.
    Diese Sorte Mensch wirkt auf den Ottonormalschüler und/oder auch engagierten Schüler sowie auch der „interessiert-informiert-wissend-abertrotzdemnichtstun“ Gruppe (zu der ich mich zähle) suspekt und wird mit Abstand und Hohn betrachtet, aber weniger aus Neid auf deren Noten (jaa die haben nunmal meist die Besten also 1,3 aufwärts), sondern eher mit Mitleid bezüglich deren Freizeit betrachtet. Und fühlen sich deshalb ausgegrenzt; oder werden zu Exzentrikern bzw. kokketieren mit Ihrem Ruf, was sie allerdings doch wieder menschlicher wirken lässt und dem „Rest“ wieder näherbringt.
    Soweit die Situation in meinem Jahrgang (Klasse 11 Gym Hessen).
    In meiner Klasse ist entsprechend die Front der besten 5 geteilt in die, die (wie ich) durch reines (Allgemein-)Wissen, schnelle Auffassungsgabe, Interesse und Eloquenz sowie mit Scharfsinn ihre (mündliche) Note formen, indem sie im Unterricht überzeugen. Das Problem liegt dann im schriftlichen, wo „wir“ dann absacken, was die Endnote runterzieht. Der andere Teil der „Bestengruppe“ besteht aus den genannten Lernern, mit zum Teil ekelhaften Auswüchsen – und zwar denen die SÄMTLICHE Fakten AUSWENDIG gelernt haben, inklusive einer durchdachten Interpretation UND Stellungnahme, diese in den Klausuren (und/oder (freiwilligen) Hausarbeiten) mit VORGELERNTEN Formulierungen darlegen und damit Eindruck schinden, wodurch die NICHT abgegebene mündliche Beteiligung DERMAßEN in der Bewertung vernachlässigt wird, dass „wir“ (andere Gruppe) uns benachteiligt fühlen.
    „Unsere“ Gruppe ist allerdings anerkannt in der Klasse, wird als Wissensbasis und „Lehrerübersetzer“ geschätzt und gefordert – ein relativ harmonisches Verhältniss. Die „Lerner“ hingegen sind, meiner Meinung nach zurecht, ausgegrenzt und sollten auch nicht per „Streber – und stolz drauf!“ „belohnt“ werden – denn diese Art der Selbstaufgabe zugunsten seiner Noten hat nichts mit sozialverträglicher Arbeitseinstellung zu tun – solche Leute werden nie gemocht und haben keine Freund – zu Recht, da sie diese hinter ihre Leistung stellen, was nicht gut für ihre Entwicklung ist.
    … meiner Meinung nach ;-)

  36. @Remas: Gratuliere zum 1,4-Schnitt. Er ist insofern erwähnenswert, als man dir dann nicht nachsagen kann, du wärest neidisch auf die Noten. Aber andere Leute aus nichtigem Grund hassen? Auch sonst sprechen aus deinem Kommentar heftige Emotionen, die ich mir nicht erklären kann. Du klingst ehrlich gesagt ziemlich gemein und scheinst kein Verständnis für Menschen zu haben, die andere Ziele haben als du, und kannst deine Vorurteile anscheinend nicht überprüfen.
    (Dass du ohne Mitarbeit und Anwesenheit gute Noten schreibst: Schön für dich. Aber das soll ja wohl kein Rezept für andere sein, oder ein Hinweis darauf, dass man gute Noten auch so kriegen kann. Du bist da eine Ausnahme.)

    @Stephan: Etwas differenziertere Sicht, ich kann deine Gedanken nachvollziehen, wenn auch nicht teilen. Was ich nicht verstehe, ist, warum man die Leute nicht so lassen kann, wie sie sind, ohne sie aktiv auszugrenzen (aus welchen unklaren Gründen auch immer). Den Schaden, den sie den faulen Schülern – Verzeihung, Schülern mit sozialverträglicher Arbeitseinstellung – durch ihr Besser-Wissen zufügen, haben sie nicht zu verantworten.

    Ehrlich gesagt, wenn jemand vorher eine durchdachte Interpretation hat und Fakten kennt, dann finde ich das weder unfair noch unsportlich. (Fakten sind etwas, das man nur auswendig lernen kann, und Faktenwissen ist mir lieber als das vage Gefühl, schon irgendwie etwas mit dem Inhalt anfangen zu können.) Wer das nicht hat, ist faul, oder hat eben andere Prioritäten – das Recht gestehe ich Menschen zu.

  37. die schule sollte meiner meinung nach immer nur nebensache sein und diemals die hauptaufgabe des lebens. Sonst endet dies in verkrüppelter entwicklung und in sozialer schwäche.

  38. Schule sollte nicht alleiniger Lebensinhalt sein, das sehe ich auch so. Verkrüppelte Entwicklung und soziale Schwäche halte ich tatsächlich für ein großes Problem bei der Bildung – Bildung hier im Sinne nicht von Wissenserwerb, sondern in dem, was man tatsächlich lernen sollte (Humboldt, Herder).

    Man müsste aber mal untersuchen, welche Schüler so eine verkrüppelte Entwicklung aufzeigen. Studien dazu gibt es sicher, auch wenn ich keine kenne, aber ich glaube, das hat wenig damit zu tun, wie sehr man Schule zum Lebensinhalt macht oder nicht. Ich war auf meinem zehnjährigen und meinem zwanzigjährigen Abitreffen, es ist ganz erstaunlich, wer sich wie entwickelt hat.

    Die am wenigsten sozial entwickelten Schüler, die ich erlebt habe, sind zum einen der Typ A: eher schwache Leistungen, keine Selbstdisziplin, Selbstüberschätzung, anerkannt bei Mitschülern, diverse Verfahren wegen Sachbeschädigung verschiedener Art; und Typ B: mühelos gute Noten, humorlos, Lebensinhalt: World of Warcraft, keine Probleme mit Mitschülern.

  39. Die Schule kann gar nicht Hauptaufgabe des Lebens sein, denn das Leben dauert (hoffentlich) deutlich länger als die Schulpflicht.
    Während der Schulzeit sollte die Schule allerdings schon *eine* der Hauptsachen sein, und wenn man das akzeptiert hat, ist man auch bereit, sich _in der Schule_ zu entwickeln und soziale Kompetenzen aufzubauen. Wer das nicht für möglich hält, hat sich mit dem Sinn des Schulbesuchs noch nie auseinandergesetzt … oder ist Schüler an einer furchtbar schlechten Schule. Aber selbst da sollte es möglich sein, mit gutem Willen und Zusammenarbeit mit anderen Schülern (-> Sozialkompetenz!) etwas zu bewegen.

  40. @ Herr Rau: Jain, ok das mit dem Ausgrenzen war etwas missverständlich formuliert – es ist nicht so, dass wir diesen Personen jeglichen Kontakt verwehren, es ist nur so, dass diese (es sind 2 Personen bei uns) aufgrund ihres Lernens ihr „soziales Leben“ vernachlässigen und nahezu immern auf die Frage ob sie denn auf dieses oder jenes Treffen, Fest, sonstwas mit der Antwort: „Nein ich kann nicht, ich muss lernen“ reagieren. Daraus folgt dann auch dass eben diese Personen nicht am „Tagesgespräch“ teilhaben können weil sie nicht dabei waren, und man sich somit nichts zu sagen hat. -> Und ich finde, dass nicht unbedingt beneidenswert.

    Und ja wir haben eigentlich keinen Schaden zu verzeichnen, nur ist halt das Gefühl des ungerecht behandelt werden, gemessen an der IN der Schule erbrachten Leistung da, was sich natürlich relativiert wenn man die Arbeitszeit zuhause dazurechnet. Es ist halt nur dieses Gefühl^^ – natürlich haben diese Personen dieses Gefühl nicht zu verantworten – sie werden ja für ihre Leistungen entlohnt – aber ganz so emotionslos lässt sich eine Notenvergabe nun einfach nicht aufnehmen ;)

    Und die Sache mit dem „Faktenwissen“ war so gemeint, dass jemand diese Fakten einfach vom Blatt weglernt, sie aber nicht einordnet (ganz besonders in PW / Geschi).
    Also zum Beispiel Fakten bei der Atomdiskussion nicht mit Fakten der Lobbyarbeit in der Politik oder der politischen Ausrichtung der damaligen Regierung zu verbinden, was ich für ganz offensichtlich und selbstverständlich hielt, als ich damit gegen (angebliche) Sicherheitsmängel argumentierte. Als Reaktion darauf kam nur etwas in der Richtung, dass „hat jetzt aber gerade nichts mit der Sache zu tun – das ist hier so und so dargestellt (Greenpeace Text); das ist so“.

  41. Nachvollziehbar, Stephan.

    Wenn jemand auf Kontaktvorschläge der Umwelt stets reagiert mit: „Nein ich kann nicht, ich muss lernen“, dann ist der möglicherweise a) zu bemitleiden, b) jemand, der etwas gefunden hat, das ihn oder sie ausfüllt (Glückwunsch!), auch wenn es dann heißen sollte: „ich will lernen“, was sich natürlich kaum jemand zu sagen traut, oder c) der Mensch ist ein Snob, der glaubt, etwas Besseres zu tun zu haben.

    „A snob … is someone who adopts the worldview that some people are inherently inferior to him/her for any one of a variety of reasons including real or supposed intellect, wealth, education, ancestry

    Nun will ich überhaupt nicht sagen, dass Streber Snobs sind. Oder Gutnotenkrieger Snobs sind. Oder dass man gute Noten braucht, um ein Snob zu sein. Musiksnobs zum Beispiel kenne ich von früher zuhauf.
    Aber ich will gestehen: Ich habe ein Herz für intellektuelle Snobs unter jungen Menschen, trotz allen negativen Eigenschaften eines Snobs. Aber zu meiner Definition des Snobseins gehört quasi dazu, dass man keine Trends mitmacht. Das entschuldigt für mich vieles.

  42. War ja nur eine Darstellung der Situation und meine Meinung dazu – die kann ja ruhig unterschiedlich sein ;).

  43. Hi, ich werd zwar nicht oft als Streber betitelt, dennoch fühle ich mich oft so.
    Ich hab immer meine Hausaufgaben gemacht und hab auch immer referate und aufgaben übernommen, doch früh hab ich festgestellt, dass viele in meiner klasse nicht die einstellung zum leben haben wie ich, ich bin so gut, weil ich von zu Hause aus weiß, wie wichtig ein guter job ist und ich möchte auch einen haben der mir spaß macht.
    jetzt ist es so, dass ich in die 10 klasse komme und schon letztes schuljahr angefangen habe manchen aus meiner klasse nachhilfe zu geben, auch habe ich seit der 7 klasse bei jugend debattiert mitgemacht und setze mich jetzt aktiv dafür ein. in der klasse finden die meisten das total uncool und wollen lieber party machen, sie haben den ernst des lebens noch nicht erkannt, daher kommt es im unterricht immer wieder vor, dass gestört und aufgehalten wird. ich langweile mich dann immer und würd gern in eine reifere klasse gehen. aber meine eltern finden das nicht gut, da ich schon eher eingeschult wurde.
    in unserer klasse gibt es drei lager , das lager der jungs, das lager der supercoolen party-macher und das der langweiler, die auch was für den unterricht machen. zu den letzteren gehöre ich un dfind es einfach nur doof und unschlau von den anderen als streber und langeweiler genannt zu werden, da der unterricht nur aufgehalten wird und man dadurch nichts lernt. was soll ich tun ich möchte mich auch nicht langweilen aber in eine höhere klasse will ich schon hab aber angst vor dem vielen lernen und das ist ja auch keine garantie dafür, dass es dort besser ist.

  44. hm…
    Mit den Klasse überspringen kann man Glück haben, oder auch nicht.
    Wir haben im Jahrgang einen momentan 14 Jährigen, der 2 Wochen nach seinem Abitur 16 werden wird. Er hätte jetzt schon in der 12 sein können, wollte das aber nicht da ihm da der Altersunterschied zu groß gewesen wäre – momentan sind es im Durchschnitt immerhin 2,5 Jahre.
    Das Problem, mitzuhalten kennt er, nach eigener Aussage nicht, da sich fast alles, durch RELATIV wenig lernen und VIEL diskutieren gut erarbeiten lässt. Vorraussetzung für ihn war allerdings, dass er sich im Lernumfeld unserer G8 Klasse befand, in der sich mehrere bereit erklärten ihn anzuleiten.
    Ich würde sagen, dass sowas prinzipiell immer möglich ist aber mit der Klasse, in die man sich dann einfügen müsste, steht und fällt – darüber kann man sich ja informieren, Kontakte knüpfen etc.
    Außerdem ist bei diesem Kandidaten GANZ wichtig, dass er wirklich schon genauso „reif“ wie der Rest seines / meines Jahrgangs ist und damit gruppentauglich ist.

  45. Oh, ich habe lange nicht mehr hierhergeschaut. Ja, Stephan, es kommt sicher enorm aufs Klassenumfeld an. Ich kenne da sehr unterschiedliche Klassen.

    Warum ich eigentlich hier bin:

    Nachdem ich die letzten Buttons an Schüler meiner aktuellen 9. Klasse losgeworden bin, habe ich wieder einen neuen Satz gebraucht.
    Ach, vergangen die Zeit vor fünf, sechs Jahren, als ich diese Buttons liebevoll mit der beim Landratsamt ausgeliehenen Buttonmaschine gemacht habe: Ausdrucken der Motive, grobes Ausschneiden, Zusammensetzen der Stanzvorlage, einlegen von Papier, Folie, Voder- und Rückenteil, stanzen, Auseinanderbauen der Stanzvorlage, und das wieder und wieder.Vor drei Jahren gab’s im Landratsamt eine Maschine, bei der man nichts auseinanderbauen udn zusammensetzen musste, die aber dafür ungelogene fünfzehn Kilo schwerer war. Nun ja.
    Den aktuellen Satz habe ich bei http://www.buttonorder.de bestellt – Format des Buttons auswählen, Motiv-Datei hochladen, Anzahl eingeben, fertig. Ein paar Tage später kriegt man alles per Post. Das Selberbasteln fehlt mir, aber es ist doch viel praktischer so. Und gar nicht teuer. Ich sehe mit freudigem Entsetzen die nächsten SMV-Wahlen auf uns zukommen…

    Vielen Dank an Eva für die Postkarte: Eva ging mit dem Button in die Erziehungswissenschaft-Prüfung, und die Prüfer knüpften ihre Fragen dann daran an. Gute Idee.

  46. Ich gehe auch immer dazwischen wenn ich an meiner Schule Leute sehe die andere Schüler mobben,egal auf welche Weise.
    Es gibt jedoch auch ‚Streber‘ die haben es einfach so gewollt.
    Wenn man sich Hochmütig gibt und sein Verhalten darauf deutet das man sich für was besseres hält und man sich einfach nicht am Klassengeschehen beteiligt oder sich absichtlich ausgrenzt;niemanden abschreiben lassen,niemanden einen Gefallen tun,niemand etwas erklären wollen etc. dann ist man meiner Meinung nach fast selbst schuld.
    So ist mobbing immer noch nicht gerechtfertigt (zusammen geschrieben ?.xD) aber verständlich.
    Grüße.

  47. Also, das Problem Streber gibt es NICHT nur in Deutschland. Ich komme aus Österreich und ich werde auch ständig Streber genannt (oder beschimpft, wie man will). Ich lasse meine Mitschüler immer abschreiben, ich sage bei Tests ein (einem Schüler habe ich fast den kompletten Text gesagt, der hatte dann einen Zweier, obwohl er nichts wusste und einen Fünfer geschrieben hätte [in Österreich gehen die Noten nur von 1-5]) und bei Prüfungen, aber ich bin aus der Klassengemeinschat ausgeschlossen. Streber lernen nicht immer. Ich lerne wenig, denn ich sperre einfach im Unterricht meine Ohren auf und mache meine Hausaufgaben selber. Und wenn ein Streber sagt, dass er wenig lernt, dann lernt er auch wenig, denn auch Streber haben ein Leben außerhalb der Schule. Ich tanze, spiele Klavier und lese Unmengen. Und an zwei Tagen in der Woche habe ich schlicht und einfach keine ZEIT, zu lernen. A propos Faktenwissen: Ich denke schon, das diese Leute die Fakten auch einordnen können,
    denn ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das aus diversen Büchern haben und es sie auch wirklich interessiert. Was hat es denn für einen Sinn, gute Noten zu bekommen, wenn es einem im Grunde egal ist, ob man etwas weiß oder nicht. Ich lerne, weil ich einfach ein großes Allgemeinwissen haben möchte. So kann man im späteren Leben auch nicht einfach übers Ohr gehauen werden. Ach ja, Leute, die freiwillig in der 1. Reihe sitzen, sind nicht unbedingt Streber. Es ist nun einmal Tatsache, dass Lehrer einfach über die 1. Reihe drüberschauen, weil sie sich auf die Papierkugelstreiche der letzten Reihe konzentrieren müssen.

    Marie

  48. Hi,
    ich bin eine Streberin und stolz darauf!
    In meiner Klasse (8. Klasse eines Gymnasiums) gilt man nicht nur als Streber, wenn man gute Noten hat, sondern auch schon wenn man Interesse an der Schule zeigt. Meine Noten sind nicht herausragend, weil ich mündlich nicht besonders gut bin.
    Markenklamotten u.s.w. sind mir nicht so wichtig, ich STREBE eher nach einer guten Ausbildung und Chancen für die Zukunft.
    Ich lese viel, das scheint einen Teil der Klasse zu stören, besonders, weil ich nicht viel für „Twilight“ und andere Untoten übrig habe, sondern wissenschaftliche Themen bevorzuge. Lernen macht mir in den meisten Fächern Spaß, ich möchte meine Zukunft nicht davon abhängig machen, wie gerne die anderen Schüler/innen gerne lernen würden.
    Ich helfe den anderen wann immer sie etwas nicht verstehen etc., trotzdem werde ich als Streber betitelt…

  49. Hallo Herr Rau, ich habe neuerdings mit meinen Schülern eine gemeinsame Gruppe auf Facebook und dieses Thema kam, eher ungewollt und unscheinbar, auf. Ich möchte dem Strebertum eine positive Seite geben, da kam mir Ihr Button auf den Bildschirm geflackert. Kann ich das Bild davon auf Facebook nutzen?

    Grüße

  50. Meine Schüler wollen. Senden Sie mir welche?! 20 sollten reichen (falls Sie noch so viele haben). Dann sagen Sie mir nur, wie ich Ihnen die entstandenen Kosten erstatten kann. Und wohin ich Ihnen meine Anschrift schicken (mailen) kann.

    Gruß

  51. Streber verhalten sich in 99% der Fälle total asozial. Sie geben Hausaufgaben nicht weiter, lassen bei Klassenarbeiten nicht abschreiben, sagen nicht vor.
    Hingegen begrüßen sie den Lehrer. Wenn ein Lehrer einen Schüler aufruft und nicht weiß was die antwort ist meldet sich der Streber und sagt die Antwort. Spielt sich durch melden und Besserwissersein ständig in den Mittelpunkt.

    Ich hatte gute Schüler in meiner Klasse (zu denen ich mich teilweise auch zählen konnte) und Streber. Gute Schüler, lassen andere Hausaufgaben kopieren oder abschreiben. Verneinen in der Gruppe, dass Hausaufgaben auf waren. Machen auch nicht immer Hausaufgaben. Der Streber sagt, wir hatten xy als Hausaufgabe. So ein verhalten zeugt von sozialer Inkompetenz.
    Wenn andere Spaß haben und quatschen dreht sich der Streber um und macht: „pschhh“. oder meldet sich gar und sagt:“Herr x, die reden die ganze Zeit so kann ich nichts verstehen!“

    Es kann sich jeder selbst mal an seine eigene Strebernase fassen.

  52. Bist du derselbe regnitzfan, dessen E-Mail-Adresse ich in einem anderen Forum gefunden habe (die echte fehlt hier), und der laut einem weiteren Forum nicht mehr so viel kifft wie früher? Frag ja nur. Bei Angabe echter Mailadressen entfallen solche Nachfragen.

    Ansonsten: Es ist ein wenig arg einseitig, all dieses Verhalten mit total asozial zu beschreiben. Antworten sagen und Lehrer begrüßen – das machen ehrlich gesagt die meisten meiner Schüler. Auch das mit dem In-den-Mittelpunkt-spielen halte ich für lässlich. Ich bin selber kein unbedingter Mittelpunktflüchtling, aber mich stören mehr Leute, die sich ohne Leistung in den Mittelpunkt stellen. Davon gibt es – in allen Altersklassen – nämlich sehr viel mehr, und die Klasse, in der ein Streber im Mittelpunkt steht, möchte ich sehen.

  53. So viele Kommentare, das Thema scheint echt zu polarisieren.
    Meine Meinung: es ist schade, dass das Wort „Streber“ im Laufe der Jahre so eine negative Konnotation aufruft. Ich denke jeder hat/hatte mindestens eine Person in der Klasse, die scheinbar immer gute Noten schreibt. Das Merkwürdige ist aber, dass nicht alle automatisch ausgeschlossen werden, sondern in manchen Klassen sogar besonders beliebt zu sein scheinen. Ich wünschte, das könnte ich auch von meiner eigenen Klasse behaupten. (Ich weiß nicht so recht, ob ich mich selbst als „Streber“ bezeichnen kann, denn ich möchte zwar weiterkommen & später etwas erreichen, gehe auch gerne in die Schule, mache immer meine Hausaufgaben usw, aber ich lerne so gut wie nie und melde mich auch nicht so oft, wie ich wahrscheinlich sollte. Könnte daran liegen, dass ich zu sehr vielen verschiedenen Subkulturen dazu gehöre ;D)

  54. Hallo Herr Rau
    Unsere Klasse sollte einen Gottesdienst gestalten und wir hatten uns überlegt, über das Thema „Streber“ zu reden, da es bei uns in der Klasse eine große Rolle spielt. Schüler unserer Klasse haben sich weniger angestrengt, um keine Streber zu sein, weil es „uncool“ ist. In unserem Gottesdienst spielten wir Szenen, wo gemeine Streber andere runter machten und nette Streber anderen helfen aber von anderen trotzdem geärgert wurden. (In den Szenen waren es natürlich keine Streber, sondern gute Schüler
    Wir gingen herum und fragten andere Schüler, was für sie ein Streber ist: viele sagten für sie ist ein Streber jemand der andere runter macht, weil er ein besseres Lernniveau hat, schneller arbeitet oder bessere Noten hat. Mit dem Gottesdienst wollten wir erreichen, dass keiner mehr mit dem Begriff „Streber“ beschimft wird, nur weil er gut in der Schule ist.
    Unsere Lehrerin (Frau Schultz-Zehden) hatte die Idee gehabt, die „Streber und Stolz darauf“- Buttons am Ende des Gottesdienstes zu verteilen. Jeder der Schule sollte ihn einen Tag lang tragen, damit der Begriff Streber nichts schlimmes mehr ist und so ein bisschen untergeht.
    Wir hoffen, dass es sich jetzt bessert und keiner mehr mit Streber beschimpft wird.
    Fabi und Bruno der Evangelischen Schule Berlin Mitte.

  55. Vielen Dank, für das Teilen dieser Erfahrungen, Fabian und Bruno. Klingt nach einer schönen Idee. Ich hoffe, das bringt dann auch etwas. Ich trage meinen Button selber immer noch ab und zu.

  56. Hallo,
    Also ich (9.Klasse) werde von meinen Mitschülern nicht als Streber betitelt, weil ich mit jedem sehr gut klarkomme und find’s irgendwie schade ^^ . Hier die kurze Erklärung : Von der 5. bis zur 8.Klasse hab ich immer viel gelernt , aber sehr häufig wegen Vergesslichkeit und meiner stark ausgeprägten Konzentrationsschwäche meine Hausaufgaben nicht gehabt. Abgesehen davon habe ich immer bis zu dreimal so lange für eine Aufgabe gebraucht , wie die anderen Schüler. Aufgrund dessen hatte ich Zuhause oft viel zutun und musste auch einiges nachholen. Und das Blödeste war : Die anderen , bis auf meine Freunde, haben mich öfter als „dumm“ bezeichnet , nur , weil ich viel länger für alles gebraucht habe! Aber in der 8.Klasse hab ich es endlich geschafft und das Lernen hat sich bezahlt gemacht. Meine Noten wurden deutlich besser. Ich bin aus mir herausgekommen und habe mich so oft gemeldet, wie ich konnte, woraufhin mein Selbstvertrauen auch deutlich stieg :) . Heute habe ich auf der Realschule einen Durchschnitt von 2,0 und musste dafür jeden Tag in der Woche mindestens 2 Stunden lernen. Ich habe für mein Zeugnis in der 10. einen Durchschnitt von 1,8 vor Augen und hoffe, dass ich das schaffe. Meine Schwester meint ich sei das schönste Beispiel dafür, dass man alles schaffen kann, was man will, solange man sich anstrengt. ( Anfangs wurde darüber nachgedacht, ob ich statt auf eine normale Grundschule auf eine SONDERschule komme! xD )
    Und jetzt darauf zurück , warum ich es schade finde, dass mich heute niemand einen Streber nennt ( bin ja die Beste aus meiner Klasse, also wäre es eigentlich normal). Und zwar, weil ich damals oft als dumm bezeichnet wurde und heute könnt ihr euch da warscheinlich denken, dass es sich dann gut anfühlt „Streber“ genannt zu werden.

    Naja und ich wollte euch halt damit auch nur deutlich machen : Ihr könnt alles schaffen , solange ihr euch wirklich anstrengt ! :) (notentechnisch gesehen)

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