Loben

Der Informatik-Professor, heißt es unter der Hand, sei sehr zufrieden mit uns.
Selbst so als unbestätigte Behauptung ist das wichtiger für mich, als ich dachte. Lob spielt doch eine große Rolle. Ich lobe sicher zu selten in meinem Unterricht. (Wobei sich die Schüler vielleicht tatsächlich nicht ganz so lobenswert verhalten wie unsere Informatikgruppe.)
Allerdings wird man als Lehrer auch wenig gelobt. Von den Schülern alle drei Jahre, von den Eltern einmal, von den Kollegen zweimal im Jahr, von der Schulleitung gar nicht (von Jahresanfangs- und ‑endfloskeln abgesehen.) Dabei geht es beim Loben gar nicht mal um eine Hackordnung.

4 Antworten auf „Loben“

  1. Ach ein Beitrag über das Loben steht schon lange auf meiner Pendenzenliste. Danke schön! Es ist ganz genau so und gäbe noch eine Reihe Ergänzungen. Zum Beispiel die soziologische Sicht: Weshalb wird Lob nicht wiederholt und hat verhältnismässig selten Konsequenzen? Tadel wird immer wiederholt und hat so gut wie immer Konsequenzen. Geht man von Mittelmässigkeit aus, so führt eine Steigerung seltenst zu Lob. Geht man von Mittelmässigkeit aus, so führt ein Absacken stets zu Tadel. Ich denke, dass dies ein wichger Faktor dafür ist, dass wir eine ängstliche Gesellschaft haben, aber das ist jetzt weit hergeholt.

  2. Hehe… Danke schön. Mir war das gar nicht bewusst, aber Blog-Kommentare sind natürlich auch so etwas.

  3. Es ist wohl überall das Gleiche:
    unser Schulleiter (eigentlich ein lieber Mensch – eigentlich)
    vergisst das Loben so lange bis ihm der Lehrerrat mal wieder auf die Füße tritt.
    Doch dann ist es nichts mehr wert ;-)
    Ich lobe mich manchmal selber :-)
    schöne Feirtage und nicht zu viel Arbeit in den Ferien
    Ingrid

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