Ich hab nichts anzuziehen…

…und gleich hab ich mündliche Prüfung im Staatsexamen.

So wollte ich vorhin eigentlich schreiben, aber hab’s dann vergessen. Ich war zu beschäftigt damit, mich verrückt zu machen. „Didaktik der Informatik“. Im Nachhinein weiß ich es: Mit meinem Verlangen, noch etwas zu lernen, bewegte ich mich außerhalb des Tao. Im Tao wäre ich geblieben, wenn ich akzeptiert hätte, dass es da nichts zu lernen gab.

Gab’s auch nicht mehr. Die Prüfung lief gut (mehr sagt man, glaube ich, nicht), die Prüfer waren freundlich und wohlgesonnen. So wie im Colloquium, da sind die das nämlich auch.

An hatte ich übrigens Jeans und schönen Pullover. (Mir war den ganzen Tag schon kalt.)

Und das Tao nur, weil ich heute vormittag The Tao Is Silent von Raymond Smullyan zu Ende gelesen habe. Smullyan: Ein Philosoph und Logiker und vieles andere, gehört in die Ecke Martin Gardner/Douglas Hoftstadter. Sehr empfehlenswert, wie alles von ihm. Zum Einstieg empfehle ich die sehr verschiedenen Dame oder Tiger (The Lady or the Tiger) (vor zwanzig Jahren gelesen, zum ersten Mal von Gödel dort gehört, es geht hauptsächlich um vergnügliche Logik) und das philosophischere Buch ohne Titel (This Book Needs No Title). Bei letzterem ist tatsächlich der deutsche Titel besser: Die Buchhändlerin und ich, wir hatten damals viel Spaß, als ich das Buch bestellen wollte. 18 oder 19 Jahre ist das her, war noch nichts mit WWW.

3 Thoughts to “Ich hab nichts anzuziehen…

  1. Gratuliere zu „gut gelaufen“!

    Sehr schön, das „Buch ohne Titel“. Wir hatten auch immer viel Spass mit „39.90“, dem Buch von Frédéric Beigbeder, dessen Preis sein Titel ist (Originaltitel: „99 Francs“ – das war noch die prä-Euro-Ära).

    Etwas anders, was dich interessieren könnte:
    Ein Cricket-Fan hat den Literaturnobelpreis gewonnen:
    http://www.haroldpinter.org/cricket/index.shtml

  2. Als Autor eines Buchs, nämlich
    »Didaktik der Informatik« würde mich interessieren, mit welchen Materialien Sie sich für die Prüfung vorbereitet haben.

    L. Humbert

    PS: die Antwort auf die Frage
    »Wer hat vormittags recht und nachmittags frei? Der …«
    muß »Halbtagslehrer« heißen. Ich arbeite an einer Ganztagsschule und habe nachmittags nicht »frei«!

  3. Welche Materialien: Nur mäßig viele. Ich persönlich hatte nur Seminaraufzeichnungen und Vorlesungen als Powerpoint-Handout, den Lehrplan, zwei Schulbücher; reingeschaut habe ich ihn Hubwieser, Didaktik der Informatik. Mein Studium ist ja so ein Zweijahres-Nachqualifikationsstudium, da kam die Didaktik wwesentlich knapper weg als bei meinem richtigen Deutsch/Englisch-Studium vor zehn Jahren.
    Ihr Buch ist uns aber schon mal in einer Fachsitzung Informatik vorgestellt worden, an der ich schon mal probeweise teilnehmen durfte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.