Heute krank

Ich bin jetzt seit etwas über 10 Jahren Lehrer, das Referendariat eingeschlossen. Heute ist es das erste Mal, dass ich wegen Krankheit zu Hause bleiben muss. Frau Rau hat mir erklärt, was Nebenhöhlen sind, und warum es da weh tut; das kannte ich bislang nämlich nicht. Die Kollegen sagten etwas von Lymphknoten, oder Mumps. Morgens brauche ich fünfzehn Minuten, extrem organische Substanzen zwsichen Hals, Nase und Mund hin und her zu bewegen, bis ich endlich ein Türmchen von Papiertaschentüchern neben dem Bett oder auf dem Tisch bauen kann.
Schauen wir uns mal an, wie das so ist, ein Tag krank zu Hause.

8 Antworten auf „Heute krank“

  1. Gute Besserung. Und…danke für die freie Schulstunde, auch, wenn man das als Lehrer eventuell ungern hört (wir hätten in der 6. Stunde Deutsch gehabt -> nach der 5. Stunde schon aus) :)…

  2. Gute Besserung !
    Und die Schule läuft auch so, keine Sorge!
    Es verblödet keine Schüler innerhalb von ein paar Tagen ;-)

  3. Das mit der ausgefallenen Stunde verstehe ich völlig. :-)
    Ansonsten geht es mir schon besser, nur der Hals schmerzt noch.

    Was ich herausgefunden habe: Wenn man eine Mandarine isst und sich danach die Nase putzt (welch ein Euphemismus), ist der Inhalt des Taschentuchs danach ganz gelb.

  4. Als aller erstes gute Besserung!

    Ich habe einen Kollegen, dem das genauso dieses Jahr das erste Mal passiert ist: das Krank sein, meine ich – nicht die spezielle Variante.

    Ich kämpfe auch gerade wieder mit Nase und Hals und hoffe morgen rechtzeitig auf dem Damm zu sein.

    Tanja sollte doppelt dankbar sein, bei uns wird jede Stunde vertreten (so kommt es durchaus zu 5 Vertretungsstunden am Schultag) weil unser Arbeitgeber (nicht der Staat) den Eltern verspricht die Kinder erst zur vereinbarten Zeit nach Hause zu schicken. Ich mach meist Fachunterricht auch mit Klassen, die ich nicht kenne, es ist dann einfach ruhiger und die Hälfte der Klasse macht meist mit (gerade wenn man eh schon drei Stunden die Zeit totschlagen musste). Im Schnitt sind bei uns pro Tag im Moment 6 Leute nicht da (Skifahrt, erkrankt auf Dauer 2 Leute, Exkursion, oder einfach beurlaubt).

    Ich bewundere jeden Kollegen, der jahrelang gesund ist: Im Rückblick auf die letzten vier Jahre war ich jedes Schuljahr mindestens zwei Tage krank – letztes Jahr dank Gallenoperation, die fast zu spät kam (ich hatte keinen blassen Schimmer was los war) ungefähr vier Wochen (Hausarzt hat mich erst recht spät ins Krankenhaus geschickt), da war ich immer mal wieder da, dann ging es wieder nicht und die Operation und Krankenhauszeit waren eh schon eine Woche. Den Stoff haben wir trotzdem unter Stöhnen noch nachgeholt.

    Übrigens: wenn ich so zurüblicke liegt meine meiste Im-Bett-liegen-krank-sein-Zeit in den Ferien, ganz egal welchen. Ich glaube unser Pflichtbewusstsein gibt viel Kraft, verschiedene Dinge während der Unterrichtszeit zu verdrängen, die dann irgendwann auskuriert werden müssen (z.B. stellte sich bei Magenspiegelung vor der Gallenoperation heraus, das ich ein abgeheiltes Magengeschwür habe, wovon ich nichts bewusst mitgekriegt habe).

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